StarNews

Harvey Weinstein und die US-Sittenwächter

Eintrag vom von Dina Maestrelli

Rated R for "some language". Die MPAA hat gesprochen. Harvey Weinstein, der mit seiner Produktionsfirma The Weinstein Company (TWC) hinter der engagierten Doku Bully steht, hat im Einspruchsverfahren gegen das von der gleichermaßen gefürchteten wie allmächtigen MPAA vergebene R-Rating (Jugendliche unter 17 dürfen einen Film nur in Begleitung eines Erwachsenen sehen) das Nachsehen. Mit nur einer Stimme Vorsprung, wie TWC in einer Aussendung zerknirscht festhält, bleibt die für einen Film wie diesen verheerende Altersbeschränkung aufrecht. Soll heißen: Das Vorkommen einiger vulgärer Ausdrücke im Film, hält die betroffene und angesprochene Zielgruppe davon ab, den Film ohne Begleitschutz von Mama oder Papa (die im Fall der Fälle wohl dazu angehalten sind, die Ohren des gefährdeten Sprösslings zuzuhalten) zu sehen. In einer Stellungnahme als Reaktion auf die nun endgültige Entscheidung der MPAA denkt der streitbare Weinstein jetzt laut darüber nach, seine Filme nicht länger der als geradezu zwanghaft reaktionär bekannte MPAA vorzulegen. Negativer Nebeneffekt: Von der MPAA nicht bewertete Filme haben in vielen US-Kinos kaum Chancen, je das Licht der Leinwand zu erblicken. Positiver Nebeneffekt: Schlitzohr Weinstein sorgt mit diesem öffentlich geführten MPAA-Kräftemessen für unbezahlbare Werbung für seinen Film.

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.