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Nenn mir deinen Lieblingsfilm, und ich sag dir wer du bist

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Ob Trumps harsche Reden als Wahkampfgetöse abgetan werden können oder ob er wirklich Nägeln mit Köpfen macht – auch wir wissen es natürlich nicht. Doch wie steht's eigentlich um seinen Filmgeschmack? SKIP hat recherchiert – und lässt euch eure eigenen Schlüsse ziehen.

Im April 2016 veröffentlichte die BBC einen Artikel zu Donald Trumps Lieblingsfilmen  – und wer hätte das gedacht, ganz oben auf der Film-Hitlist des zukünftigen Präsidenten der USA steht Orson Welles Citizen Kane. Ein revolutionäres Meisterwerk der Filmgeschichte, dessen Hauptfigur Charles Foster Kane als Kopf eines riesigen Medien-Imperiums wohl Eindruck bei Trump hinterlassen hat.

Auch für Sergio Leones Zwei glorreiche Halunken mit Clint Eastwood macht es sich der Milliarden-Unternehmer offenbar gern vor dem Flatscreen bequem. In Leones Western-Klassiker aus dem Jahr 1966 verbünden sich zwei hinterlistige Ganoven für den Raub einer Geldkassette. Letztendlich hat jedoch keiner der beiden wirklich Lust die Beute mit dem anderen zu teilen. Mit seinen moralisch fragwürdigen Figuren hob Sergio Leone den Charakter des Anti-Helden auf die Kino-Leinwand – als Gegenentwurf zum klassischen Western-Helden, der auf der Seite des Gesetzes kämpft und bis dahin das Genre dominierte.

Als "fantastisch" bezeichnet Trump gegenüber dem New Yorker den Kult-Film Bloodsport mit Jean-Claude Van Damme. Als Martial-Arts-Held kämpft sich Van Damme darin mit Vollkontakt an die Spitze einer geheimen Kumite-Weltmeisterschaft, bei der so gut wie alles erlaubt ist, um den Gegner zu Fall zu bringen.

Ebenfalls unter Trumps Lieblingsfilmen: Vom Winde verweht. Der mit 10 Oscars prämierte Südstaaten-Epos aus dem Jahr 1939 hat als einer der kommerziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten die Filmgeschichte mitgeschrieben. Im Zentrum des Melodrams: Die egozentrische Plantagen-Erbin Scarlett O'Hara (Vivien Leigh), die während des amerikanischen Sezessionskriegs für den Erhalt ihrer Ländereien kämpft.

Wie wir wissen, hatte es für Mafioso Henry Hill "wesentlich mehr Anreiz Gangster zu sein, als Präsident der Vereinigten Staaten" – trotz dieser vermeintlichen Geringschätzung des Präsidentenamts schafft es auch Good Fellas auf Trumps Hitlist. Und vielleicht weil es sich bei Mafiafilmen nicht geziemt zu polarisieren, darf dort letztendlich auch Der Pate nicht fehlen.

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