Festivals

Vaterlos und durchgeknallt

Berlinale 2011

Eintrag vom von Gini Brenner

Die wahren Höhepunkte der diesjährigen Berinale sind leider (fast) alle außerhalb des offiziellen Wettbewerbs zu finden. So zum Beispiel die umwerfende Cop-Tragikomödie The Guard, in der Charaktermime Brendon Gleeson (übrigens als "Mad Eye" Moody auch ein Teil des Harry-Potter-Kinolehrkörpers) einen äußerst schrägen Polizisten in einem abgelegenen irischen Hafenkaff spielt, der mit einer großangelegten Drogelschmuggel-Aktion zu tun bekommt, inklusive überfordertem FBI-Experten (Don Cheadle). Ganz großes Filmvergnügen - mit Exklusiv-Score von Calexico!

Ebenfalls hinreißend, auf ganz andere Art, ist das Familiendrama Die Vaterlosen der jungen österreichischen Filmemacherin Marie Kreutzer: Die berührende Geschichte um erwachsen gewordene Kommunenkinder, die einander am Sterbebett des gemeinsamen Vaters (Johannes Krisch) begegnen, wäre im Wettbewerb hervorragend aufgehoben gewesen. Bei der Galapremiere gabs jedenfalls standing ovations für Team und Darsteller.

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