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Der Knochenmann

Der Knochenmann

Krimi, Literaturverfilmung. Österreich 2009. 115 Minuten.

Regie: Wolfgang Murnberger
Mit: Josef Hader, Birgit Minichmayr

Der erfolgloseste Privatdetektiv Österreichs ist wieder im Einsatz: Der Brenner (Josef Hader) stolpert in einen grausigen Fall, bei dem er ganze Leichenberge im Keller einer südsteirischen Backhendlstation entdeckt.

Filmstart: 6. März 2009

Jetzt ist schon wieder etwas passiert. Auch wenn der Brenner (Josef Hader) davon zuerst noch gar nichts weiß, sondern nur grantig ist, denn er hat wieder einmal einen ziemlich üblen Job: Für eine Autoleasingfirma muss er bei zahlungsunfähigen Kunden das Auto wieder abholen. Also Auto ausräumen, das Zeug auf die Straße stellen, mit dem Auto in die Firma zurückfahren. Für einen, der so gutmütig ist wie der Brenner, ist das ein ausgesprochen blödes Geschäft, denn er hat regelmäßig Mitleid mit den Pleitiersund spielt dann Taxi für die.

Einer dieser Aufträge führt ihn in die Südoststeiermark, in ein kleines Kaff namens Klöch. Dort hat ein Mann namens Horvath für sein Auto schon seit Monaten nichts mehr gezahlt. Doch als der Brenner bei dem Wirtshaus Löschenkohl ankommt, wo der Horvath angeblich wohnt, ist dort weit und breit keiner, der so heißen will. Dafür gibt es eine Wirtsschwiegertochter (Birgit Minichmayr), die dem Brenner ausgesprochen gut gefällt. Und einen Wirt (Josef Bierbichler), der täglich ein paar tausend Backhendln servieren lässt. Da fallen ziemlich viele Hendlgerippe an, und um die loszuwerden, hat der Wirt im Keller eine Knochenmahlmaschine. Die summt sogar mitten in der Nacht, wie der Brenner feststellt, denn er hat sich beim Löschenkohl einquartiert. Schließlich ist der Horvath immer noch nicht da, und die Wirtsschwiegertochter ist schon sehr reizvoll.

Und dann redet ihn der Pauli (Christoph Luser) an, der Sohn vom Wirt. Dass der alte Löschenkohl seit einiger Zeit das ganze Wirtshaus verspielt. Dass er das Konto leergeräumt hat, und keiner weiß, wo das Geld hin ist. Und dass er, der Pauli, mitbekommen hat, dass er, der Brenner, eigentlich Privatdetektiv ist. Und ob er rausfinden könnte, was eigentlich los ist. Der Brenner ist an dem Auftrag ja nicht so wirklich interessiert. Aber mittlerweile ist nicht nur der Horvath, sondern auch das Auto verschwunden, und die Kellnerin vom Löschenkohl (Pia Hierzegger) drückt dem Brenner einen Packen Geld in die Hand und sagt, so, das ist erledigt, jetzt fahren Sie wieder. Da wird er hellhörig. Warum soll er abhauen? Warum nicht den Horvath finden? Warum läuft eigentlich mitten in der Nacht die Knochenmahlmaschine? Und warum, um Himmels willen, liegt vor der Maschine ein menschlicher Finger im Abfluss?

Das Erfolgstrio Wolf Haas, Wolfgang Murnberger und Josef Hader hat schon zweimal, bei Komm, süßer Tod und Silentium, bewiesen, dass die Krimis von Haas mit Hader in der lakonischen Hauptrolle und unter der Regie von Murnberger ganz ausgezeichnetes Material für die Leinwand sind. Der Knochenmann ist die bisher grausigste Verfilmung um Detektiv Brenner. Außerdem darf sich der Brenner zum ersten Mal so richtig verlieben. Die Schmähs sind noch düsterer als zuvor. Und wenn der Knochenmann nicht so verdammt gutes Kino wäre, wär es schlichtweg zum Fürchten.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Der Knochenmann
Originaltitel Der Knochenmann
Genre Krimi/Literaturverfilmung
Land, Jahr Österreich, 2009
Länge 115 Minuten
Regie Wolfgang Murnberger
Drehbuch Wolfgang Murnberger, Josef Hader, Wolf Haas nach dem Roman von Wolf Haas
Kamera Peter von Haller
Schnitt Evi Romen
Musik Sofa Surfers
Produktion Danny Krausz, Kurt Stocker
Darsteller Josef Hader, Birgit Minichmayr, Pia Hierzegger, Stipe Erceg, Kathrin Resetarits, Christoph Luser, Simon Schwarz, Josef Bierbichler, Dorka Gryllus
Verleih Lunafilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

11 Kommentare

Schrecklicher Film wo Menschengulasch gekocht wird!

ein ganz ganz schlechter österreichischer Film mit dem furchtbaren Josef Hader aber der sehr guten Birgit Minichmaier! In diesem Film braucht der Zuseher einen sehr guten Magen, denn der Knochenmann kocht da ein Menschengulasch mit den bereits getöteten Kollegen! Furchtbar und nicht auszuhalten! Einzig Birgit Minichmaier spielt in diesem Film sehr gut, der Rest ist einfach eine bodenlose Zumutung und Frechheit!

26. Februar 2009
18:25 Uhr

von Gery

ganz toller film schon lange nicht mehr so gelacht

ein witziger, spannender und extrem unterhaltsamer film. zurecht wurde der film schon in berlin bejubelt. super gespielt !

7. März 2009
16:38 Uhr

von clint

Absolut genialer Film

Wie auch schon seine beiden Vorgänger (Komm Süßer Tod, Silentium), war auch dieser Film eine Bereicherung für die Kinobesucher.

Fein fand ich auch, einmal einen gefühlvollen Herrn Hader zu sehen, Birgit Minichmaier war absolut wunderbar. Der Film ist zwar teilweise etwas schräg, aber genau das hat mir besonders gut gefallen, er ist spannend, lustig jedoch genauso anspruchsvoll. Alles in allem eine top Empfehlung. Bitte nur für Leute, die nicht auf Blockbuster-Filme stehen!!! Aber man hat schon anhand des Publikums (ich gestehe ich war im Lugnerkino ) gesehen, dass es kein Film für die breite Masse ist.

5 Sterne von 5 :-)

8. März 2009
13:44 Uhr

von chica1

absolut geiler film

war den film gestern im Kino und ich war echt begeistert! irre komisch! der hader spielt einfach wahnsinnig gut und die mischung zwischen humor und etwas graußlich sein ist einfach gut gelungen.
unbedingt anschauen gehen und brenner fan werden...

9. März 2009
11:07 Uhr

von isabels23

Mehr lustig als grausig!

Ich war am Wochenende mit meiner Freundin, die Horrorfilme normal überhaupt nicht mag, im Kino. Aber auch ihr hat er super gefallen. Er war wirklich witzig und vor allem österreichisch, ehrlich. ;-) Alles in Allem ist er mehr zum Lachen als zum Angst kriegen –> absolut empfehlenswert!

9. März 2009
22:22 Uhr

von klemente

Absoluter schlecher österreichischer Film!!!

Ich weiß nicht was ihr allle an diesem Film findet! Mir würde während des Film nicht nur das Nachos im Hals stecken bleibén, sondern ich würde dieses auch voll und ganz herausspeien!!! So absolut schlecht ist der absolut geschmacklose Film über einen Menschen, der mordet und dessen Knochen dann in einem Menschengulasch den Gästen als feines Gulasch in seinem Gasthaus serviert!! Pfui Teufel noch einmal!!! Das einzig gute dabei ist nur Birgit Minichmayer, die wirklich gut spielt, aber der Rest ist geschmacklosester Schwachsinn!!

10. März 2009
08:14 Uhr

von Gery

Irrsinnig lustiger Film

Ich weiß nicht, was für ein Problem manche der Leute hier mit dem Knochenmann haben.

Ich habe schon lange nicht mehr so einen lustigen und unterhaltsamen Film gesehen und finde es toll, dass dieser Film noch dazu aus Österreich kommt. Auch meine Freundinnen, die gestern mit im Kino waren, haben sich alle prächtig amüsiert. Wenn ich den Fernseher aufdrehe, dann sehe ich meist Szenen, die grauslicher sind als die, die man im Knochenmann sieht.

Bester österreichischer Humor, Hader wie immer superlustig, spannende Story und eine nette Liebesgeschichte. Wer bei diesem Film nicht lachen kann, dem kann man nicht mehr helfen ;-P

10. März 2009
16:43 Uhr

von Claudia79

@Gery

Einmal so einen Schwachfug zu posten reicht völlig! : (

15. März 2009
11:35 Uhr

von bugmenot

hader in bestform

hader und minichmair spielen äußerst gut. der film gewinnt alle vergleiche mit den letzen österreichischen filmen. lustiger als der mundl-film. sehr empfehlenswert!

15. März 2009
22:52 Uhr

von robifaustmann

Schweig, Gery!

da kann ich bugmenot nur zustimmen - es wird nicht richtiger, nur weil du's wiederholst!!

16. März 2009
07:02 Uhr

von Troublemaker

Bitterböse geniale Dialoge

Das bigotte Biedermeier-Zeitalter mit dem süßlichen Bergidyll ist glücklicherweise schon lang vorbei. Es darf ruhig gelacht, geätzt und Leinwand gerecht abgemurkst werden.

Was beim "Knochenmann" im steirischen Hinterland abgeht, ist schlichtweg genial. Bei der Mantschgerei vergeht wohl jedem die Fleischfresserei - gut so! All die grausigen Einstellungen passen hervorragend zur Story.

Das Drehbuch strotzt nur so vor spritzigen Dialogen. Birgit Minichmayr spielt die laszive Einfalt vom Lande ebenso überzeugend wie Hader den Wiener Grantler mit Dackelblick. Klischees müssen eben nur richtig bedient werden. Dann kann selbst eine Panne auf der Südosttangente zum nachhaltigen Kinoerlebnis werden.

Fazit: der unterhaltsamste österreichische Film seit langem.

17. März 2009
21:32 Uhr

von elvellon

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