Die Eltern haben zuwenig Geld, die Bank hat eindeutig zu viel. Da liegt die Lösung doch auf der Hand, meint der kleine Robby ... Wundervolles österreichisch-lettisches Kinder-Abenteuer mit Karl Markovics als hinreißendem Fiesling.
Robby (Gustavs Vilsons), fünf, und seine siebenjährige Schwester Louise (Zane Leimane) machen große Augen, als sie ihre Eltern zum ersten Mal in die Bank begleiten dürfen. Und erst recht, als die beiden nach Ronnys forscher Frage "Haben Sie auch eine Million?" gar in den Tresorraum schauen dürfen. Sind ja nur Kinder, meint der freundliche Bankbeamte. Einerseits völlig ungefährlich, andererseits potenzielle zukünftige Kunden.
Beides falsch. Robbys und Louises anfängliche Bewunderung schlägt in bittere Verachtung um, als sie mitbekommen, dass der arrogante Bankdirektor (glänzend wie immer: Karl Markovics), während sie gerade das üppige Barvermögen der Bank bewundern durften, ihren Eltern einfach so die Stundung des laufenden Kredits verweigert hat. Papa hat vor kurzem seinen Job verloren, und so kann er die Raten für die Wohnung nicht zahlen. "Dann leiten Sie den Verkauf in die Wege!" meint der Bankdirektor brüsk. Wo die Familie dann wohnen soll? "Das ist nicht das Problem der Bank."
Die einen haben Stapel von Geld einfach so rumliegen, und die anderen sollen selber schauen, wo sie bleiben? Das kann so nicht stimmen, meint Robby, da muss man was dagegen tun. Und während seine Eltern traurig den Umzug ins viel zu kleine Bauernhäuschen der Großeltern über die Bühne bringen, schmiedet Robby gemeinsam mit seiner Schwester einen Plan. Und zwar einen, der's echt in sich hat: Verkleidet, damit sie keiner wiedererkennt, machen sich die beiden Kinder auf in die Bank - allein mit dem Bus, ein einziges Abenteuer! Und sie schaffen es auch tatsächlich, bis in den Tresorraum zu kommen, Kinder sind ja sooo unverdächtig. Sogar die Flucht gelingt, mitsamt einem Haufen Geld. Aber dann wird's wirklich dramatisch: Der Diebstahl wird entdeckt, die Überwachungskameras haben alles aufgezeichnet. Allerdings hat der fiese Bankdirektor selber ordentlich Dreck am Stecken und keinerlei Interesse, die Polizei einzuschalten. Also will er die Sache auf seine Art erledigen. Und so sehen sich zwei kleine, mutige Kinder auf einmal mit einem ganzen Haufen waschechter Schurken konfrontiert! Aber wie sagt Robby so schön: "Gute Räuber haben niemals Angst!"
"Es gibt viel zuwenig gute heimische Filme für Kinder", spricht Produzentin Katja Dor-Helmer aus, was tausende Eltern denken. Und hält dagegen mit diesem zauberhaften, sorgfältig gefilmten Abenteuer, das schon mehrfach preisgekrönt wurde: Die kleinen Bankräuber
gewann unter anderem den Lettischen Filmpreis und den Kinderfilmfest-Publikumspreis beim Filmfest München - und wird heuer das Internationale Kinderfilmfestival (14. - 22. November, siehe www.kinderfilmfestival.at) würdig und lustig eröffnen.
Text: Gini Brenner
Filminfo & Credits |
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| Titel | Die kleinen Bankräuber |
| Originaltitel | Die kleinen Bankräuber / Mazie laupitaji |
| Genre | Kinderfilm |
| Land, Jahr | Lettland/Österreich, 2009 |
| Länge | 80 Minuten |
| Regie | Armands Zvirbulis |
| Drehbuch | Maris Putnins |
| Kamera | Rein Kotov |
| Schnitt | Britta Nahler |
| Musik | Martins Brauns |
| Produktion | Gatis Upmalis, Katja Dor-Helmer |
| Darsteller | Gustavs Vilsons, Zane Leimane, Karl Markovics, Aija Dzerve, Imants Strads, Gunars Placens |
| Verleih | Luna Filmverleih |
Bewertung |
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| Humor | |
| Action | |
| Spannung | |
| Anspruch | |
| Romantik | |
| Erotik | |