Filminfo zu
Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall
Jane's Journey
Dokumentation. Deutschland 2010. 105 Minuten.
Regie: Lorenz Knauer
Mit: Jane Goodall
Primaten-Forscherin, UN-Friedensbotschafterin, unermüdliche Aktivistin: Erstmals erlaubt die unvergleichliche Jane Goodall, 76, einen Blick auf den Menschen hinter dem weltberühmten Namen - eine faszinierende Persönlichkeit in Nahaufnahme.
Filmstart: 22. Oktober 2010
Will man eine Doku über Jane Goodall drehen, muss man vorallem eines sein: ausdauernd. Einerseits, weil es Jahre gebraucht hat, bis die Schimpansenforscherin dem Projekt überhaupt zugestimmt hat. Andererseits, weil Jane Goodall im Rahmen ihrer zahllosen Projekte, Vorträge und öffentlichen Auftritte rund 300 Tage im Jahr unterwegs ist. Filmemacher Lorenz Knauer nahm die Herausforderung an und folgte der privat geradezu scheuen Jane Goodall zwei Jahre lang rund um den Globus. Ausgehend von ihrer Heimat in Südengland und ihrer spirituellen Heimat, dem Gombe Nationalpark in Tansania, führten die Reisen unter anderem in den Kongo, zur UNO in New York, nach Grönland aber auch in weit weniger aufregende Gefilde wie das Gut Aiderbichl bei Salzburg.
Wer allerdings den unermüdlichen Einsatz Jane Goodalls für diesen Planeten und seine Bewohner verstehen will, kommt an ihrer Vergangenheit nicht vorbei. Private Filmaufnahmen zeigen „die frühe Jane“ mit ihren geliebten Schimpansen. 1957 betrat die damals 23-jährige erstmals den Kontinent ihrer Träume, Afrika - als Sekretärin. Ihre Arbeit im Nationalmuseum von Kenia sollte den Grundstein legen für ihr außergewöhnliches Schaffen als Forscherin und Wissenschaftlerin: Auf Initiative des britischstämmigen Paläoanthropologen Louis Leakey begann sie 1960 mit den Verhaltensbeobachtungen wildlebender Schimpansen in Gombe. Die - männlich dominierte - wissenschaftliche Welt reagierte auf Goodalls Erkenntnisse anfangs äußerst reserviert. Schon, dass sie den zu untersuchenden Objekten, also den Schimpansen, Namen anstelle von Nummern gab, war vielen suspekt, ginge doch dadurch die angebrachte Objektivität verloren. Doch die "Tiernärrin ohne universitäre Ausbildung“ ließ sich nicht entmutigen: 1965 promovierte sie in Cambridge, ihre auf für die damalige Zeit unkonventionelle Art gewonnenen Erkenntnisse gelten heute als bahnbrechend und unumstritten.
Seit rund dreißig Jahren ist Jane Goodall jetzt nicht mehr wissenschaftlich tätig. Schon die Gründung des Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation 1977, wodurch ihre Arbeit und Person weltweit und über die Grenzen der Wissenschaft hinaus bekanntwurden, deutete in die Richtung, die Goodalls Leben ab Mitte der Achtziger einschlagen sollte. Nützte Jane Goodall ihre Popularität anfangs insbesondere, um auf die Zerstörung des Lebensraums der Primaten aufmerksam zu machen, hat sie rasch erkannt, dass nur ein ganzheitlicher Ansatz zielführend ist. Nachhaltiger Umwelt-, Tier- und Menschenschutz - dafür wendet sie nun geduldig wie hartnäckig ihre gesamte Kraft und Zeit auf. Um einen ihrer Weggefährten zu zitieren: "Sie ist eine Kerze, die andere erleuchtet.“
Credits
| Titel | Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall |
|---|---|
| Originaltitel | Jane's Journey |
| Genre | Dokumentation |
| Land, Jahr | Deutschland, 2010 |
| Länge | 105 Minuten |
| Regie | Lorenz Knauer |
| Drehbuch | Lorenz Knauer |
| Kamera | Richard Ladkani |
| Schnitt | Corina Dietz |
| Musik | Christian Heyne, Wolfgang Netzer |
| Produktion | Philipp Wundt, Michael Halberstadt, Philipp Schall |
| Darsteller | Jane Goodall |
| Verleih | Filmladen |
Bewertung
| Humor | |
|---|---|
| Action | |
| Spannung | |
| Anspruch | |
| Romantik | |
| Erotik |

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