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Batman v Superman: Dawn of Justice

Batman v Superman: Dawn of Justice

Action, Comic-Verfilmung. USA 2016. 151 Minuten.

Regie: Zack Snyder
Mit: Henry Cavill, Ben Affleck

… And Justice For All? Der Man of Steel (Henry Cavill) und der Dark Knight (Ben Affleck) treffen in Zack Snyders neuer Comic-Materialschlacht erstmals auf der großen Leinwand aufeinander – und haben erstmal mächtig Beef, bevor es gemeinsam in den Kampf gegen das Böse geht.

Filmstart: 25. März 2016

Straight Outta Krypton. Er hätte wohl kein spektakuläreres Ende nehmen können, der Kampf zwischen Superman (Henry Cavill) und Krypton-Baddie General Zod (Michael Shannon): In einem Akt aus Rache und Verantwortungsgefühl knipste der Man Of Steel im nämlichen Film seinem Widersacher ein für alle Mal die Lichter aus. Die Gefahr für die Welt war somit gebannt, Metropolis durfte endlich wieder etwas besinnlicheren Zeiten entgegenblicken, Kal-El wurde als Retter gefeiert. Die Katerstimmung ließ dabei freilich nicht allzu lang auf sich warten: Weil der gigantische Schlagabtausch überdies jede Menge unschuldiger Menschenleben gekostet sowie fast die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt hat, sind viele Erdenbewohner derzeit auch etwas voreingenommen gegenüber dem omnipotenten Super-Typen, der neuerdings in ihrer Mitte verkehrt.

Bat Blood. Und so fordern – wie das Brauch ist bei Scharen besorgter Bürger – bald die Ersten, dass man den neuen Messias gefälligst schleunigst zurück ins All schießen sollte. Ausgerechnet der milliardenschwere Bruce Wayne (Ben Affleck), als Batman ja selbst Rächer der Entrechteten, erweist sich im „Super“-Shitstorm als einer der hartnäckigsten Hater. Zwar hätte der in die Jahre gekommene dunkle Ritter, wie eh und je treu unterstützt von Butler Alfred (diesmal dient Jeremy Irons), in Gotham selbst alle Hände voll zu tun. Doch das Treiben des fliegenden Superhelden-Kollegen lässt ihm einfach keine Ruhe: Schließlich war dessen Konfrontation mit Zod für den Mann mit dem Fledermausfetisch mit heftigen persönlichen Folgen verbunden. Umgekehrt hat aber auch Superman, der brotberuflich bekanntlich unter dem Namen Clark Kent an der Seite seines Love Interests Lois Lane (Amy Adams) für das Blatt Daily Planet werkt, Probleme mit Batmans selbstgerechtem „Wir wern kan Richter brauchen“-Zugang zur Verbrechensbekämpfung.
Doch ausgerechnet als der Schlagabtausch zwischen Superman und Batman echt zu eskalieren scheint, zeichnet sich am Horizont eine Bedrohung für die Erde ab, die alle bisher behobenen Gefahren locker in den Schatten stellt. Das unter Umständen unaufhaltsame Ungemach heißt und verheißt Doomsday, in und auf die Welt kam es garantiert nicht ohne das Zutun des hinterfotzigen Unternehmers Lex Luthor (Jesse Eisenberg). Während sich die in den Haaren liegenden Cape Boys dazu durchringen müssen, ihre Kalamitäten auf Standby zu stellen, fühlt sich auch eine Heroine, die sich gleichfalls aufs handfeste Anpacken von Böslingen versteht, ob der prekären Lage bemüßigt, ihren Ruhestand zu beenden: Wonder Woman (Gal Gadot) weiß nur zu gut, dass in dieser Stunde jede helfende Hand im Superkraftklub gebraucht wird …

Maßgesnydert. Was packt ein frischgebackener Oscar-Gewinner, der es eben erst den härtesten Kritikern gezeigt hat, als nächstes Projekt an? Einer wie Argo-Macher Ben Affleck also? Richtig, er schlüpft ins Fledermauskostüm einer der ikonischsten Superheldenfiguren ever. Einen passenderen Partner als Zack Synder hätte sich Affleck für diese Mission (die auch ein wenig die kaum erfreuliche Daredevil-Adaption aus 2003 vergessen machen soll) denn nicht wünschen können. Mit 300, Watchmen und eben Man of Steel hat der Regisseur eindrücklich belegt, dass sein mit der Kraft von kernigem Pathos versetzter, nichtsdestominder düsterer Zugang zum Comic-Kino den Seh(er)-Nerv ziemlich punktgenau zu treffen versteht. Und doch sollte all dies bloß das Vorspiel gewesen zu sein für diesen ersten Leinwandclash der zwei größten DC-Ikonen (der obendrein den Grundstein für kommende Justice League-Abenteuer legt; siehe dazu u. a. auch Jason Momoas Aquaman): Gesteuert von einem Cast erster Güteklasse überrollt einen Batman v Superman: Dawn of Justice, ganz ungezähmt donnernde Göttersaga eben, mit sonderzahligen schornsteinschwarzen Schlachtengemälden dermaßen nachhaltig, dass man dafür unverzüglich einen Stammplatz im Comic-Kino-Olymp freiräumen möchte.

Text:  David Rams, Christoph Prenner

Credits

Titel Batman v Superman: Dawn of Justice
Originaltitel Batman v Superman: Dawn of Justice
Genre Action/Comic-Verfilmung
Land, Jahr USA, 2016
Länge 151 Minuten
Regie Zack Snyder
Drehbuch Chris Terrio, David S. Goyer
Kamera Larry Fong
Musik Junkie XL, Hans Zimmer
Produktion Charles Roven, Deborah Snyder
Darsteller Henry Cavill, Ben Affleck, Amy Adams, Gal Gadot, Jason Momoa, Jesse Eisenberg, Jeremy Irons, Diane Lane, Jeffrey Dean Morgan, Laurence Fishburne, Holly Hunter
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

So schlecht ist der Film nicht

Zum Teil ist der Film sehr düster und hat einige nette Schocker:)
Leider hat der Film aber ziemliche Längen
Die 3D Effekte wären eigentlich sehr gut, aber leider gibt es einen Spiegeleffekt, der sehr störend ist :(
Ben Affleck als Batman ist sehr gut und man freut sich auf weitere Teile mit ihm.
Cavill als Supermann zeigt zwar wenig Miene, aber irgendwie finde ich,das es zur Superman Figur paßt.
Jeremy Irons spielt Butler Alfred auch sehr gut :)
Jesse Eisenberg als Lex Luthor spielt eigentlich recht gut, aber die Darstellung ist eher ein JOKER, als ein Luthor.
Gal Gadot als Wonder Woman ist nett anzuschauen, aber irgendwie erfährt man zu wenig von Ihr.

Etwas kürzer, und der Film wäre der Blockbuster, den sie sich gewünscht hätten :) somit ist es eine nette Unterhaltung.

Wem übrigens den 1. Teil - Man of Steel gefallen hat, wird auch dieser gefallen

26. März 2016
06:42 Uhr

von Rvtter

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