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Haywire

Haywire

Action, Thriller. USA 2011. 93 Minuten.

Regie: Steven Soderbergh
Mit: Gina Carano, Ewan McGregor

Steven Soderbergh sucht die Herausforderung als Actionfilm-Regisseur - und findet in Mixed-Martial-Arts-Ikone Gina Carano die perfekte One-Woman-Show irgendwo zwischen Jason Bourne und Jack Bauer. Extravagante Action mit Michael Fassbender, Michael Douglas, Ewan McGregor, Antonio Banderas und Channing Tatum in den Nebenrollen.

Filmstart: 9. März 2012

Verraten. Alleine. Auf der Flucht. Als wir Mallory Kane (Gina Carano) kennenlernen, hat sie gerade ein abgelegenes Diner irgendwo im Staat New York unter Beobachtung, muss erst sichergehen, dass man ihr keine Falle gestellt hat, bevor sie hineinschlüpft. Gleich wird Mallory hier einen Mann treffen, Aaron (Channing Tatum), kurz mit ihm plaudern. Man kennt sich, hat eine gemeinsame Geschichte, so viel ist klar. Trotzdem bleibt das Gespräch seltsam distanziert. Mallory hat jemand anderen erwartet. Dass Aaron aufgetaucht ist, ist kein gutes Zeichen. Sie ist auf alles gefasst ...
Einen wilden Kampf später sitzt Mallory mit einer Schussverletzung am Arm am Steuer eines gestohlenen Wagens, am Beifahrersitz der fassungslose junge Autobesitzer, der bald keinen Kopf mehr dafür haben wird, sich um seine nagelneue Reisschüssel Sorgen zu machen. Stattdessen wird er von dieser knallharten Kampfmaschine, die ebenso gut einstecken wie austeilen kann, in finstere Geheimdienst-Machenschaften eingeweiht, von deren Existenz der durchschnittliche Steuerzahler lieber nichts wissen will. Ex-Marine Mallory Kane ist für eine private Sicherheitsfirma tätig, eine von der Sorte, die jene schmutzigen bis widerlichen Aufträge übernimmt, die sogar der wenig zimperlichen CIA zu heikel sind. Vor ein paar Wochen in Barcelona schienen Mallory und ihr Team sogar ausnahmsweise auf der Seite der Guten zu stehen: Ein als Geisel festgehaltener chinesischer Dissident konnte erfolgreich befreit werden. Kaum zurück in den USA, ließ sich Mallory von ihrem Chef Kenneth (Ewan McGregor) gleich den nächsten Einsatz aufschwatzen, nämlich in Dublin als Ehefrau des MI6-Agenten Paul (Michael Fassbender) aufzutreten. Es sollte Kontakt zu einem Franzosen aufgenommen werden - ein harmloses Wochenende ohne Aussicht auf Komplikationen. Natürlich stellte sich Mallory schon damals die Frage, warum dann ausgerechnet sie geschickt wird, das beste Pferd im Stall, wenn auch ein Esel den Auftrag erledigen könnte. Und genau diese vernünftige Portion Misstrauen sollte Mallory letztlich das Leben retten, denn sie hätte Dublin niemals wieder lebend verlassen sollen. Doch jetzt ist Mallory zurück in den USA, und sie wird nicht eher ruhen, bis alle aus dem Verkehr gezogen sind, die sie abservieren wollten.

Wenn sich ein Ausnahme-Regisseur wie Soderbergh dem Genre des Actionfilms nähert, dann von der Maschek-Seite: Am härtesten von allen schlägt hier eine Frau zu, die Superstar-Riege verteilt sich auf Nebenrollen und die zahlreichen Nahkampfszenen sind zwar wie anderswo auch spektakulär sehenswert choreographiert, aber um ein Eck glaubwürdiger. Somit ist Haywire ein im besten Sinne gefälliger Actionkracher - mit dem gewissen Soderbergh-Etwas.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Haywire
Originaltitel Haywire
Genre Action/Thriller
Land, Jahr USA, 2011
Länge 93 Minuten
Regie Steven Soderbergh
Drehbuch Lem Dobbs
Kamera Steven Soderbergh
Schnitt Steven Soderbergh
Musik David Holmes
Produktion Gregory Jacobs
Darsteller Gina Carano, Ewan McGregor, Michael Fassbender, Michael Douglas, Antonio Banderas, Bill Paxton, Mathieu Kassovitz, Channing Tatum, Michael Angarano
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Überbewertet

Der Trailer verspricht mehr als der Film wert ist. Die Besetzung mag hochkarätig sein, aber die Handlung wäre in 5 Minuten erzählt, wenn sie nicht auf die Filmlänge ausgedehnt worden wäre. Der Film plätschert einfach nur so vor sich hin. Einziges Highlight ist die Hauptdarstellerin, die nicht nur zeigt was sie drauf hat, sondern auch einstecken kann. Gut choreografierte Stunts' und Kampfszenen und Soderberghs Handschrift ist unverkennbar. Trotzdem - ich war enttäuscht.

16. März 2012
10:10 Uhr

von Mantahunter

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