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Tom Sawyer

Tom Sawyer

Abenteuer, Kinderfilm, Literaturverfilmung. Deutschland 2011. 109 Minuten.

Regie: Hermine Huntgeburth
Mit: Louis Hofmann, Leon Seidel

130 Jahre nach Erscheinen des Romans von Mark Twain bringt ein deutsches Team die Geschichte des authentischsten jungen Rebellen der Popkultur als zeitloses Abenteuer mit Starbesetzung zurück ins Kino: Heike Makatsch und Benno Fürmann am Mississippi!

Filmstart: 29. Dezember 2011

Es ist nicht leicht, einen jungen Kerl davon zu überzeugen, dass man in der Schule was fürs Leben lernt. Vor allem, wenn er einen solchen Freiheitsdrang hat wie Tom Sawyer (Louis Hofmann). Der Bursche lebt mit seiner Tante Polly (Heike Makatsch) in St. Petersburg am Fluss Mississippi, und obwohl sich Polly alle Mühe gibt, Tom zu einem verantwortungsbewussten, anständigen Menschen zu erziehen, ist noch recht ungewiss, was einmal aus Tom werden soll. Fantast, Pirat und Abenteurer sind schließlich keine seriösen Beschäftigungsfelder. Erschwerend kommt hinzu, dass Tom jede freie Minute mit seinem besten Kumpel Huck Finn (Leon Seidel) verbringt, der am Stadtrand in einer Tonne lebt und in Abwesenheit jeglicher Erziehungsberechtigten völlig unbeaufsichtigt seine Freiheit genießen kann. So ziehen die beiden durch die Gegend, hecken Streiche aus und lassen ihrer Fantasie freien Lauf, wenn es wieder einmal Zeit ist für ein neues Abenteuer. Nur eine Person kann Tom länger davon abhalten, mit Huck über die Häuser zu ziehen: Becky Thatcher (Magali Greif). Wenn es Tom darum geht, ihr zu imponieren, hat Huck kurzfristig Pause.
Freilich ist so ein Leben nicht immer ungefährlich. Wenn sich Tom und Huck auf der Suche nach Schokolade am Hafen in Schiffe einschleichen, kann es schon mal vorkommen, dass sie finsteren Kerlen wie Indianer Joe (Benno Fürmann) in die Quere kommen. Das geht zwar glimpflich aus. Aber als sich Tom und Huck eines Nachts am Friedhof einfinden, um per Zauberformel eine Warze zu behandeln, werden sie Zeuge eines schlimmen Verbrechens: Eben dieser Indianer Joe ist mit dem zwielichtigen Doc Robinson hier, um eine Leiche auszugraben, damit der Doc daran herumsezieren kann. Auch Muff Potter (Joachim Król), der Sargschreiner, dem Tom schon den einen oder anderen Streich gespielt hat, ist mit von der makabren Partie. Dann geht alles sehr schnell: Muff wird vom Doc niedergeschlagen, und während er bewusstlos neben dem Grab liegt, bringt Indianer Joe den Doc mit dem Messer um. Als Muff zu sich kommt, redet ihm Indianer Joe ein, dass er den Doc umgebracht habe. Das hat natürlich weitreichende Folgen, denn Tom und Huck kommen zwar unentdeckt davon, aber Tom wird nicht tatenlos zusehen, wenn Muff wegen eines Verbrechens, das er nicht begangen hat, der Prozess gemacht wird. Und das wird Indianer Joe bestimmt nicht gefallen. Vor allem dann nicht, wenn man sich auf einer einsamen Insel im Fluss wiedertrifft, um einen Schatz zu bergen, der Tom und Huck das Piratenleben ermöglichen soll, tatsächlich aber dem geflüchteten Indianer Joe in die Hände fällt ...

Einen Film zu machen, "der sich nicht einem vermeintlichen Geschmack der Kinder von heute anbiedert und auch sonst gänzlich außerhalb der Zeit steht, der nicht nur als Kinderfilm seine Gültigkeit erlangt, sondern von vornherein mehr bietet: nämlich neben Abenteuern und dem Drang nach Freiheit und einer eigenen Welt auch wirkliche ernsthafte Konflikte" - das war die Motivation für Tom Sawyer, erklärt Produzent Boris Schönfelder. Dass sich der erstmals vor 130 Jahren erschienen Stoff von Mark Twain dafür optimal eignet, steht außer Frage: Millionen sind damit aufgewachsen, zahlreiche Verfilmungen haben seine Dauerbrenner-Qualitäten bestens belegt. Die Neuinszenierung Hermine Huntgeburths (Bibi Bloxberg, Die weisse Massai) wagt sich trotz größtmöglicher Nähe zum Originalstoff an ein paar wichtige Modernisierungen: Heike Makatschs Tante Polly etwa ist nun eine unabhängige, junge Frau und moralische Kämpferin.

Text:  ag

Credits

Titel Tom Sawyer
Originaltitel Tom Sawyer
Genre Abenteuer/Kinderfilm/Literaturverfilmung
Land, Jahr Deutschland, 2011
Länge 109 Minuten
Regie Hermine Huntgeburth
Drehbuch Sascha Arango basierend auf dem Roman von Mark Twain
Kamera Ngo The Chau
Schnitt Eva Schnare
Musik Moritz Freise, Biber Gullatz, Andreas Schäfer
Produktion Boris Schönfelder
Darsteller Louis Hofmann, Leon Seidel, Hinnerk Schönemann, Heike Makatsch, Benno Fürmann, Joachim Król, Peter Lohmeyer, Sylvester Groth
Verleih Einhorn Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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