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Life Size Memories

Life Size Memories

Dokumentation. Österreich 2012. 118 Minuten.

Regie: Klaus Reisinger, Frédérique Lengaigne

Arbeitstier, Touristenattraktion, Statussymbol und religiöses Kultobjekt: Wie beeinflussen Tradition und Kultur das Schicksal gezähmter und wilder Elefanten in Südostasien?

Filmstart: 25. Mai 2012

Dickhäuter, graue Riesen, Dumbos. Zumindest letzteres trifft auf asiatische Elefanten nicht zu, denn die haben bekanntlich ja verhältnismäßig kleine Ohrwascheln. Akut vom Aussterben bedroht sind die Rüsseltiere auf beiden Kontinenten. Doch während in Afrika vor allem die Wilderei dem Bestand zusetzt, die sich dank florierendem Elfenbeinschmuggel auszahlt, sind die Vettern in Asien massiv durch die Zerstörung und Beschneidung ihres Lebensraumes bedroht.

Elefanten hautnah. Ausgehend von ihrem Filmprojekt über die Konflikte zwischen wilden Elefanten und Bauern in Burma (Elephant Power, 1996), kamen die ehemaligen Kriegsfotografen Klaus Reisinger und Frédérique Lengaigne zur Idee hinter Life Size Memories: in Gefangenschaft lebende Elefanten in Burma, Thailand, Indien und Sri Lanka zu porträtieren. Einerseits wörtlich: mit einer Großformatkamera, die atemberaubend detailgetreue Abzüge im Maßstab 1:1 erlaubt. Zweitens im übertragenen Sinn: "Wir wollten so viel wie möglich die Elefanten sprechen lassen, sie verstehen, in Bilder übersetzen, die emotionale und intellektuelle Auswirkungen haben."

Experiment gelungen. Die Bilder von Life Size Memories wirken: wenn unbeschreiblich brutal der Willen der Tiere gebrochen wird, um sie als Arbeitssklaven einzusetzen; oder wenn sie in Kerala, Indien, als Statussymbole auf andere Weise missbraucht werden. Empathie für die verletzlichen Riesen zu erzeugen, ist das Ziel der Filmemacher. Sie soll als Grundlage dienen für Respekt und Artenschutz. Vielleicht können Filme die Welt ja doch ein Stück besser machen ...

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Life Size Memories
Originaltitel Life Size Memories
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2012
Länge 118 Minuten
Regie Klaus Reisinger, Frédérique Lengaigne
Drehbuch Klaus Reisinger, Frédérique Lengaigne
Kamera Klaus Reisinger
Schnitt Klaus Reisinger
Musik Helmut Hödl
Produktion Klaus Reisinger, Frédérique Lengaigne
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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