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Kon-Tiki

Kon-Tiki

Abenteuer. Dänemark, GB, Norwegen 2012. 118 Minuten.

Regie: Joachim Rønning, Espen Sandberg
Mit: Pål Sverre Valheim Hagen, Anders Baasmo Christiansen, Gustaf Skarsgård

Hai-Angriffe, tobende Stürme, Lebensgefahr: Ein junger Norweger segelte mit einem Team bärtiger Kerle 1947 mit einem selbstgebauten Floß mit Todesverachtung quer über den Pazifik - und schuf eine Legende. Zeitloses Seefahrerabenteuer, toll besetzt und oscarnominiert!

Filmstart: 5. April 2013

Schwimmen konnte Thor Heyerdahl nicht. Recht haben wollte er aber trotzdem. Der norwegische Student der Zoologie und Geographie hatte eine bahnbrechende Theorie: Ist es möglich, dass die Südseeinseln in Polynesien von Peru aus besiedelt worden waren statt wie bisher vermutet von Asien her? Während seine Annahme allgemein auf Gelächter stieß, ließ Heyerdahl (Pål Sverre Valheim Hagen) nach 1500 Jahre altem Vorbild ein Floß aus Balsaholz nachbauen, taufte es (inspiriert von einer Inka-Gottheit) Kon-Tiki und machte sich mit einer Truppe waghalsiger Kriegsheimkehrer auf, die Forschungswelt zu revolutionieren. Mit an Bord waren Ingenieur Herman Watzinger (Anders Baasmo Christiansen), Torstein Raaby (Jakob Oftebro) und Knut Haugland (Tobias Santelmann), die Fachmänner am Funkgerät, sowie Thors langjähriger Freund Erik Hesselberg (Odd-Magnus Williamson) - der einzige an Bord, der tatsächlich segeln konnte - sowie Wissenschaftler und Kameramann Bengt Danielsson (Gustaf Skarsgård, Stellans Sohn).
Neumodische technische Errungenschaften waren verpönt, am Speisezettel standen Trockensuppe und selbst gefangener Fisch. Fast 8000 Kilometer lagen vor ihnen - der einzige Kontakt zum Festland lief über ein Funkgerät, das durchaus nicht immer Empfang hatte. Genug jedoch, um das Unterfangen zum größten internationalen Medienereignis des letzten Jahrhunderts in Sachen Forschung werden zu lassen: Die ganze Welt fieberte während der 101 Tage dauernden Reise mit. Grund dafür gab es genug: Haifische griffen das Floß an, an Bord legten heftige Konflikte die Nerven der Crew blank, selbst wenn einmal kein Unwetter drohte, sie über die nicht vorhandene Reling zu spülen.

Heyerdahls Waghalsigkeit kostete ihn zwar seine Ehe mit Liv (Agnes Kittelsen), schrieb jedoch Film- und Forschungsgeschichte. Sein Reisebericht fand weltweit über 50 Millionen Leser, Heyerdahls Filmdoku über die Expedition gewann 1950 einen Oscar. Und jetzt wird der Spielfilm zur Erfolgsgeschichte - nicht nur für das Filmteam um die risikofreudigen Produzenten Aage Aaberge und Jeremy Thomas (Der letzte Kaiser, Die Träumer): Kon-Tiki wurde in Norwegen zum Publikumsmagneten und sogar für den Auslands-Oscar nominiert. In jeder Hinsicht also eine Film gewordene Mutprobe, die visuell einzigartig vom Überwinden von Grenzen erzählt.

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel Kon-Tiki
Originaltitel Kon-Tiki
Genre Abenteuer
Land, Jahr Dänemark/GB/Norwegen, 2012
Länge 118 Minuten
Regie Joachim Rønning, Espen Sandberg
Drehbuch Petter Skavlan
Kamera Geir Hartly Andreassen
Schnitt Per-Erik Eriksen, Martin Stoltz
Musik Johan Söderqvist
Produktion Aage Aaberge, Jeremy Thomas
Darsteller Pål Sverre Valheim Hagen, Anders Baasmo Christiansen, Gustaf Skarsgård, Odd Magnus Williamson, Tobias Santelmann, Jakob Oftebro, Agnes Kittelsen
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

ein sehenswerter film....

mir hat der film sehr gut gefallen. ist auf alle fälle sehenswert. stellenweise spannend - nach einer wahren begegebenheit - millionenfacher bestseller.

7. April 2013
23:34 Uhr

von manfred39

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