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Ghostbusters

Ghostbusters

Komödie, Science-Fiction. USA 2016. 116 Minuten.

Regie: Paul Feig
Mit: Chris Hemsworth, Melissa McCarthy

Hilfe, es spukt! Böse Geister bedrohen New York – und nur die chaotischen Ghostbusters haben das Zeug, die Stadt zu retten … Paul Feigs (Brautalarm) umwerfend turbulentes Reboot des Klassikers mit Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon, Leslie Jones und Chris Hemsworth.

Filmstart: 5. August 2016

Geister gibt’s nicht. Davon ist Erin (Kristen Wiig) fest überzeugt, sie ist schließlich eine ernstzunehmende Wissenschaftlerin. Gemeinsam mit ihrer ehemals besten Freundin Abby (Melissa McCarthy) hat sie einst heftig nach dem Übersinnlichen geforscht und sogar ein Buch über „authentische“ Geistererscheinungen geschrieben – was ihr heute mehr als peinlich ist. Abby, die gemeinsam mit ihrer neuen Kollegin, dem verrückten Technik-Genie Jillian (ganz großartig: Saturday Night Live-Star Kate McKinnon) unbeirrbar Geistererscheinungen untersucht, hat für Abbys Sinneswandel naturgemäß kein Verständnis.

Geister gibt’s doch! In einem der letzten uralten Häuser in der City, einem angeblichen „Spukhaus“ (aka Touristenfalle) passieren derweil seltsame Dinge: Plötzlich taucht dort ein echter Geist auf, der sich als extrem menschenfeindlich erweist. Durch einen Zufall werden sowohl Erin als auch Abby und Jillian mit der Spukgestalt, die generös mit grünem Plasma-Schleim um sich wirft, konfrontiert – und sind der Erscheinung erst mal überhaupt nicht gewachsen.

Shit gets real. Die dämonische Erfahrung bringt Erin dazu, sich wieder mit Abby zusammenzutun. Gemeinsam mit Jillian und der U-Bahn-Ticketverkäuferin und New-York-Expertin Patty (Leslie Jones, ebenfalls Saturday Night Live-Star) wird fix eine Firma zur Erforschung paranormaler Aktivitäten gegründet. Das Equipment wird – dank Jillian – laufend verbessert. Ein schäbiges Büro und einen Sekretär gibt’s auch bald: Den unglaublich dämlichen, aber ebenso unglaublich gutaussehenden Kevin (grenzgenial: Chris „Thor“ Hemsworth). Und die Jobs lassen nicht auf sich warten. Die Ghostbusters sind mehr als gefordert, die Geistererscheinungen nehmen zu – irgendwo in Manhattan gibt’s anscheinend ein Dämonen-Nest …

Ghost Story. Als Produzent bzw. Regisseur steckt Ivan Reitman hinter zahllosen Komödien-Klassikern – von Animal House, Kindergarten Cop, Sechs Tage, sieben Nächte bis Space Jam. Sein Ghostbusters von 1984 bleibt aber unbestritten sein Opus magnum: Die anarchisch-geniale Horror-Comedy, kongenial besetzt mit Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis und Sigourney Weaver, wurde zum überwältigenden Hit – und zum Popkultur-Welterbe. Reitman, der 1989 schon ein Sequel gedreht hatte, plante lange auch einen dritten Teil – doch dann entschied er sich stattdessen für dieses Projekt: Als Produzent steht Reitman nun hinter diesem lang überfälligen Reboot, der auch die neuen Kinogenerationen mit dem schleimig-grünen Zauber der Ghostbusters vertraut machen soll. Liebevoll, aber keineswegs zu respektvoll renoviert und naturgemäß voller Reverenzen vor dem Original (plus jede Menge Schauspieler-Cameos) ist die übernatürliche Komödie ein unverkrampfter, wilder Spaß, dem die spürbare Standup-Comedy-Erfahrung der Hauptdarstellerinnen rasantes Tempo verleiht. Kurz gesagt ein Film, der sich echt nichts scheißt.

Gespenstisch. Klar, dass Reboots von Klassikern besonders von den Hardcore-Fans immer besonders kritisch beäugt werden – schließlich geht’s hier um wesentliche Kindheits- und Jugenderinnerungen. Aber keinem Blockbuster wurde schon lang vor Kinostart derart viel blanker Hass entgegengebracht wie Ghostbusters. Der Schluss liegt nahe, dass das daran liegt, dass sich diesmal nicht „echte Kerle“, sondern Frauen auf Geisterjagd machen. Dazu Regisseur Paul Feig (Arrested Development, Brautalarm, Susan Cooper Undercover) im SKIP-Interview: „Für das Original von Ghostbusters suchte Ivan Reitman damals aus den besten Filmkomikern seiner Zeit die aus, die am besten für diese Rollen geeignet waren. Ich habe für meinen Film genau dasselbe getan – das Geschlecht war mir relativ egal dabei. Und ich muss ehrlich sagen, die Reaktionen erschrecken mich. Ich hätte nicht gedacht, dass heute noch so viele Männer so große Angst vor Frauen haben.“

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Ghostbusters
Originaltitel Ghostbusters
Genre Komödie/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2016
Länge 116 Minuten
Regie Paul Feig
Drehbuch Katie Dippold, Paul Feig basierend auf Ghostbusters von Dan Aykroyd und Harold Ramis.
Kamera Robert D. Yeoman
Schnitt Melissa Bretherton, Brent White
Musik Theodore Shapiro
Produktion Dan Aykroyd, Ivan Reitman, Amy Pascal
Darsteller Chris Hemsworth, Melissa McCarthy, Bill Murray, Kristen Wiig, Leslie Jones, Kate McKinnon, Andy Garcia, Neil Casey, Charles Dance
Verleih Sony

2 Kommentare

Unterhaltsamer Film, aber nichts besonderes

Ich war bei der Österreich Premiere und wurde gut unterhalten, es war natürlich nichts besonderes aber was erwartet man sich von einer Komödie.
Zumindest kann ich sagen, dass die Rollen perfekt besetzt waren und der Film viele unterhaltsame Momente zu bieten hat, also solange man sich kein Meisterwerk erwartet wird so ziemlich jeder Spaß daran haben.

4. August 2016
17:16 Uhr

von vledermau5

Frauen, die auf Geister starren

Der maue Fantasytrash sorgt durch seine engagierte Besetzung für wortwitziges Geplänkel und wohlwollendes Schmunzeln, allerdings nicht für Spannung und mitreißenden Drive. Inhaltlich ist der Film in den 80ern steckengeblieben, der Cast und sein gesellschaftlicher Auftrag machen den Film aber tatsächlich anschaubar. Weiterlesen auf https://filmgenuss.wordpress.com/2016...

29. September 2016
14:39 Uhr

von moviecheck

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