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Kinders

Kinders

Dokumentation. Österreich 2016. 93 Minuten.

Regie: Arman T. Riahi, Arash T. Riahi

Guter Musikunterricht kann für Kinder lebensverändernd sein. Wie das in der Praxis ausschaut, sehen wir in diesem faszinierenden Dokumentarfilm der Riahi-Brothers über ein Schulprojekt, das genau dort ansetzt, wo Unterstützung am notwendigsten ist.

Filmstart: 11. November 2016

Schule nach Noten. Anne-Sophie hat am Mittwoch Ballett und am Freitag Klavier. Maximilian muss am Montag zum Klarinettenunterricht, sein Bruder hat Schlagzeug. Nando, Zarina oder Tayep kennen diesen Freizeitstress nicht. Der Musikunterricht in ihren Volksschulen in Gegenden mit hohem Ausländeranteil und niedrigen Einkommen war kaum der Rede wert – es ist einfach kein Geld da. Und zusätzlichen Musikunterricht können sich ihre Eltern nicht leisten.

Kultur als Luxus. Musik ist eines der wichtigsten Kulturgüter, über die wir verfügen. Und gerade den Schwächsten unter uns wird dieses Kulturgut so oft vorenthalten. Das darf und muss nicht so sein, dachten sich eine Handvoll Menschen, darunter der ehemalige Caritas-Geschäftsführer Werner Binnenstein-Bachstein. Und so entstand, nach dem Vorbild der guatemaltekischen Organisation El Sistema, die Initiative Superar.

Musik macht Schule. Superar, finanziert über Spenden, geht direkt in Schulen in unterprivilegierten Gegenden und gibt den Kindern Chor- und Instrumentalunterricht. Allein in Wien werden es derzeit acht Volksschulen und ein Kindergarten betreut. Die Filmemacher Arash und Arman T. Riahi widmen sich in dieser Doku nun gänzlich denen, um die es bei dieser Initiative geht: Den Kindern. Sie begleiteten einige der betreuten Schulklassen über mehrere Jahre, erwarben sich das Vertrauen der Kinder, und bekamen auch Zugang zu deren außerschulischem Alltag, zu ihrer Lebensrealität. Die Geschichten, die hier aufgerollt werden, sind zwischen erschütternd, bewegend und herzergreifend: Wir treffen ein Mädchen mit Kopftuch, das sich am Anfang nicht einmal laut zu sprechen traut, und am Ende ihre wunderschöne Singstimme entdeckt hat und Klassensprecherin geworden ist. Wir treffen Schwestern, die nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam mit ihrer Mutter um ein neues Leben kämpfen müssen – und dabei auch mit sich selbst klarkommen sollen. Wir treffen einen Buben, der mit resignierter Wut über seinen gewalttätigen Vater spricht, mit Sätzen, die eigentlich viel zu alt für ihn sind. Und immer wieder sehen wir Kinder, die glücklich sind, weil sie beim Singen, beim Musik machen, beim Üben endlich erkennen, wie sich echte Erfolgserlebnisse anfühlen. Und endlich wieder Kinder sein dürfen.

Credits

Titel Kinders
Originaltitel Kinders
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2016
Länge 93 Minuten
Regie Arman T. Riahi, Arash T. Riahi
Kamera Mario Minichmayr, Arash T. Riahi, Arman T. Riahi
Schnitt David Arno Schwaiger
Produktion Arash T. Riahi, Karin C. Berger
Verleih Docs Filmverleih

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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