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X-Men: Erste Entscheidung

X-Men: First Class

Action, Comic-Verfilmung, Fantasy. USA 2011. 132 Minuten.

Regie: Matthew Vaughn
Mit: Michael Fassbender, James McAvoy

In den Swinging Sixties gabs viele Freaks, aber nur wenige waren so mächtig wie die jungen Mutanten. Teil 4 der X-Men-Saga erzählt, wie alles begann. Stylishe Action mit Jungstars wie James McAvoy & Michael Fassbender.

Filmstart: 9. Juni 2011

Deutschland während der NS-Zeit: Vor den Augen des kleinen Erik lässt der irre Wissenschaftler Sebastian Shaw (Kevin Bacon) dessen Mutter erschießen. Der Bub zerbirst vor Schmerz und Wut, und zwar wortwörtlich: Eine Wahnsinnsenergie wird dadurch freigesetzt. Zeitsprung nach Oxford 1962: Erik (Michael Fassbender) und der telepathisch veranlagte Charles (James McAvoy) werden Freunde. Und Charles ist sich sicher: Es gibt noch viele andere Mutanten auf dieser Welt. Und er sucht sie für eine Spezialdivision des CIA. Sie werden zur eingeschworenen Gruppe in einer Welt, die sie für Freaks hält, und haben Spaß dabei, sich Namen zu geben, die ihren Superkräften Rechnung tragen: So wird aus Raven (Jennifer Lawrence) Mystique oder aus Hank (Nicholas Hoult) das Biest. Kurz glauben sie, in Zeiten der Bürgerrechtsbewegung stolze Mutanten sein zu können statt Frankensteins Monster, ganz normale Teenager mit Liebesleben und Freunden eben. Aber: Es herrscht der Kalte Krieg. Die USA befinden sich im Wettrüsten gegen die Sowjetunion, das Land steht durch die Kubakrise am Rande einer nuklearen Katastrophe und des 3. Weltkriegs - und die X-Men sind mittendrin. Die Weltpolitik wird zur Glaubensfrage: Charles und Erik stehen auf verschiedenen Seiten. "Töten wird dir keinen Frieden bringen“, sagt Charles, "Friede war nie eine Option!“ antwortet Erik felsenfest. Jeder für sich steht nun vor einer Entscheidung, die tödliche Konsequenzen haben wird.

Kick-Ass-Regisseur Matthew Vaughn gelingt in der schönen Tradition von Batman Begins ein Blockbuster-Wunderwurf: Ein Prequel, das nicht nur locker mit den ersten Teilen mithalten kann, sondern sie fast noch übertrifft. Dabei war es sicher kein Schaden, dass Ex-X-Men-Regisseur Bryan Singer als Produzent mit an Bord war. Bei der Besetzung ließ man sich nicht lumpen: James McAvoy hat als zukünftiger Professor X verdammt viel Charme, Humor und Haare, Michael Fassbender (Inglourious Basterds, 300) als Magneto-to-be kann ihm als Gegenpol tadellos das Wasser reichen. Schließlich müssen große Fragen geklärt werden: Wie landete Professor X im Rollstuhl? Was hats mit Magnetos Haube auf sich? Und zu wem hält Mystique eigentlich und warum? Neben spektakulären Special effects hat der Film also, was ein ordentlicher Film braucht: Eine verdammt gute Story und glaubhafte Figuren. Wenn die dann auch noch von Mad Men-Beauty January Jones, der letztjährigen Oscar-Anwärterin Jennifer Lawrence und Lennys fescher Tochter Zoë Kravitz verkörpert werden, kann nichts mehr schiefgehen

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel X-Men: Erste Entscheidung
Originaltitel X-Men: First Class
Genre Action/Comic-Verfilmung/Fantasy
Land, Jahr USA, 2011
Länge 132 Minuten
Regie Matthew Vaughn
Drehbuch Zack Stentz, Jane Goldman, Matthew Vaughn, Ashley Miller
Kamera John Mathieson
Schnitt Eddie Hamilton, Lee Smith
Musik Henry Jackman
Produktion Gregory Goodman, Simon Kinberg, Bryan Singer, Lauren Shuler Donner
Darsteller Michael Fassbender, James McAvoy, Glenn Morshower, Nicholas Hoult, Matt Craven, Jennifer Lawrence, James Remar, Jason Flemyng, Rose Byrne, Rade Serbedzija, Michael Ironside, January Jones, Lucas Till, Kevin Bacon, Caleb Landry Jones, Zoë Kravitz, Hugh Jackman, Oliver Platt, Edi Gathegi, Ray Wise, Corey Johnson
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Marvel- Klassiker ohne Überraschungen

Actionlastiger, rasanter Streifen, der auf Special-Effects mehr Wert legt als auf Kostüme und Maske. Er lebt von den Spezialfähigkeiten der Charaktäre, ist aber nicht so lustig wie andere Marvel-Vorgänger.
FSKlimit 12 Jahre finde ich tief angesetzt, zumal die 1. Hälfte des Films unnötig brutal und definitif NICHT kindgerecht ist - oder würden Sie einem 12jährigen zeigen, wie Menschen 2fach ein Messer durch die Handfläche gestochen wird?
Die Darsteller wirken engagiert, Routinier Christopher Bacon bestach durch abgrundtiefe Bosheit. Dafür wurde bei Kleinigkeiten in Maske und Kostüm gespart - wie die modernen Frisuren, die in den 60er Jahren, in denen die Handlung spielt, NICHTS verloren hatten. Auch den Kostümbildnern fiel nur ab und zu ein, dass ein leichter sixties-Touch angebracht wäre, dann wurde mal schnell ein Polkadot-Miniock oder Strickkleid eingeworfen, das reicht auch schon.
Fazit: 1x sehen reicht, temporeicher Action- und Effektstreifen, stimmig wie die Rolex in Ben Hur..

11. Juni 2011
23:20 Uhr

von gothicvoice

eigentlich besser als ich erwartet habe

Als ich das erste Mal hörte, dass es ein X-Men Prequel geben wird, dachte ich nur "omg, schon wieder eine Vorgeschichte einer erfolgreichen Reihe?"
Ich dachte mir trotzdem das ich mir den anschauen sollte....und wurde positiv überrascht.
Die Schauspieler leisten alle großartige Arbeit. Vor allem Michael Fassbender, der Erik/Magneto spielte war genial. Anscheinend reissen sich nun alle Produzenten um den Schauspieler.
Sehr gut gemacht, tolle Effekte, spannend, gefällt mir gut.

4. Jänner 2012
23:51 Uhr

von Aniita

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