Brenner returns

Interview mit Josef Hader zu Das ewige Leben

Das Dreamteam Josef Hader und Wolfgang Murnberger bastelt in Graz am nächsten Kultfilm nach Wolf Haas: Das ewige Leben bringt den genial kaputten Ermittler Simon Brenner an seine Grenzen. SKIP war am Set mit dabei und hat mit dem Hauptdarsteller gesprochen.

SKIP: Gibt es das ewige Leben?

Josef Hader: Vielleicht. Da weiß man nichts Genaues. Da muss man sich überraschen lassen.

SKIP: Streitet man sich zu dritt beim Drehbuchschreiben nicht?

Josef Hader: Wir haben schon unterschiedliche Auffassungen, aber so richtig streiten geht bei uns nicht. Weil wir alle drei so höfliche Burschen vom Land sind, die den Künstler nicht so heraushängen lassen.

SKIP: Im Film spielen Jugendsünden eine Rolle, haben Sie auch welche begangen? 

Josef Hader: Bei mir war das alles sehr harmlos, ich war ja in einem katholischen Internat. In der Unterstufe haben wir U-Hakerl-Schlachten gemacht. Um 4.00 Uhr in der Früh haben wir den Waschsaal erobert und haben alle nassgespritzt, dann hat uns der Erzieher erwischt und wir haben bis um 6.00 Uhr früh Latein übersetzen müssen. Das waren schon die Höhepunkte. Ich war sehr brav bis zur Matura, später dann nicht mehr so.

SKIP: Ist der Brenner eher Philip Marlowe oder Bruce Willis?

Josef Hader: Eher Marlowe. Ich werd viel gedögelt im Film, was ich in den Action-Szenen wirklich können muss, ist fallen. Ich bin total unsportlich, aber fallen kann ich generell gut. Wahrscheinlich, weil ich als dickes Kind immer hingefallen bin beim Fußball und aufpassen hab müssen, dass ich mich nicht verletze.

SKIP: Möchten Sie einmal einen freundlichen und glücklichen Menschen spielen?

Josef Hader: Eigentlich nicht. Das stell ich mir fad vor.

Interview: Julia Pühringer / April 2014

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