Crazy Happy

Interview mit Valeria Bruni Tedeschi zu Die Überglücklichen

Auf die Seele geschrieben: In Die Überglücklichen spielt die italienisch-französische Schauspielerin eine Frau, die „genauso verrückt ist wie sie selbst“.

SKIP: Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?

Valeria Bruni Tedeschi: Ehrlich gesagt habe ich nichts anderes getan, als zu versuchen, mich selbst zu spielen. Ich bin ja genauso verrückt wie Beatrice, meine Filmfigur.

SKIP: Das heißt, Sie haben sich in Ihrer Rolle wiedergefunden?

Valeria Bruni Tedeschi: Und wie. Nur ist sie viel unkontrollierter, ungehemmter als ich. Wenn ich mein Über-Ich auf Urlaub schicken könnte, dann würde ich mich genauso verhalten wie Beatrice. Diese Geschichte ist ja ein wunderbares Beispiel dafür, wieviel Einfluss das Glück – oder der Zufall – auf unser Leben hat. Was wäre aus Beatrice geworden, wenn Sie in einem anderen Umfeld gelebt hätte? Hätte man sie dann auch verrückt genannt?

SKIP: Die beiden Hauptfiguren werden ja von ihren Familien komplett im Stich gelassen. Ist Familie wichtig für Sie?

Valeria Bruni Tedeschi: Extrem. Ich habe ja zwei Familien: Die meiner Kindheit, meine Schwester Carla und meine Mutter. Mit denen versuche ich, so gut es geht, mein Auskommen zu finden. Und meine „erwachsene“ Familie: Meine Freunde, die Menschen die mir nahe stehen.

SKIP: Sie sind seit fast 30 Jahren im Filmbusiness aktiv. Haben Sie je daran gedacht, nach Hollywood zu gehen?

Valeria Bruni Tedeschi: Haben Sie mich schon einmal Englisch reden gehört? Ich mag ja verrückt sein, aber ich bin nicht wahnsinnig.

Interview: Gini Brenner, Foto: © Graham Whitby Boot / Mai 2016

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