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Interview mit Pierre Niney zu Jacques - Entdecker der Ozeane

In Jacques – Entdecker der Ozeane spielt Pierre Niney (Yves Saint Laurent, Frantz) Philippe, den jung verunglückten Sohn der Tauchlegende Jacques Cousteau.

SKIP: Wie sind Sie Philippe Cousteau nähergekommen?

Pierre Niney: Ich hab viele der Filme von Jacques Cousteau angeschaut, vor allem die, in denen Philippe mitspielt und bei denen er Regie geführt hat. Und wir haben die ganze alte Schiffscrew getroffen. Die größte Hilfe war aber Philippes Witwe Jeanne. Sie hat mir Fotos und Briefe gezeigt, und auch von den Konflikten innerhalb der Familie und an Bord erzählt.

SKIP: Was hat Sie am meisten überrascht?

Pierre Niney: Ich hatte nicht gewusst, dass er es war, der seinem Vater erst das Umweltbewusstsein nahegebracht hat. Und ich fand sehr spannend, dass Cousteau sich über lange Zeit ausgerechnet von der Ölindustrie finanzieren hatte lassen. Das weiß heute kaum noch jemand.

SKIP: Der Dreh war sicherlich ziemlich langweilig …

Pierre Niney: Total, ja (lacht). Wale, Delfine, Eisberge in der Antarktis, Tauchen mit Haien, pfff, ständig quer über die Welt reisen – ich wär echt lieber daheim geblieben, auf der Couch. Viel besser.

SKIP: Was war das Schlimmste?

Pierre Niney: Der Sturm in der Antarktis. Wenn du sowas durchlebst, hast du es echt verdient, die Antarktis auch bei ruhigen Wetter zu sehen. Wir sind 17 Stunden in diesem Hurrikan festgesessen, bei heftigstem Wind und hohen Wellen. Das Merkwürdige ist: Das war exakt an der Stelle, wo damals das Team von Cousteau in diesen schicksalshaften Sturm geraten war, der im Film eine entscheidende Rolle spielt.

Interview: Magdalena Miedl, Foto: © FIDELITE/Coco Van Oppens / Dezember 2016

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