In Departed durfte Vera Farmiga Leo DiCaprio und Matt Damon küssen, in Up in the Air mit George Clooney Liebe machen. SKIP traf das Glückskind beim London Film Festival – in dessen legendär lockerer Atmosphäre die schöne Vera so richtig ins Plaudern kam.

SKIP: In Up in the Air sind George Clooney und Sie die perfekten Flugzeug-Trolley-Einpacker. Was nehmen Sie selbst auf jede Reise mit?

Vera Farmiga: Meinen Mann und meinen Sohn. Und alle Plastikspielsachen, mein Sohn ist ja erst neun Monate alt. Oh, das sind jetzt schrecklich typische Weibchenantworten (lacht). Also muss ich jetzt noch ein paar coolere Sachen sagen. Meine Kamera hab ich z. B. auch immer dabei! 

SKIP: Dann war Ihr Sohn beim Dreh also ganz frisch geschlüpft?

Vera Farmiga: Ja, zwei Monate ca. Aber man hat sich wirklich ganz toll drauf eingestellt. Es ging immer so: Stillen, dann wieder mit George rummachen. Dann wieder stillen ... (lacht).

SKIP: Sie geben im Film eine sehr deutlich pointierte Erklärung ab, wie Ihr Traummann beschaffen sein müsste – wie sieht das im richtigen Leben aus?

Vera Farmiga: Für mich existiert er real, er lebt an meiner Seite und ist der Vater meines Kindes. Mein Mann ist mein Partner und mein bester Freund und jemand, der mich dabei unterstützt, meine Potentiale auszuschöpfen. Und wir lachen uns kaputt gemeisam. Man hört das ja oft von Frauen, aber der ausgeprägte Sinn für Humor ist für mich tatsächlich das Allerallerwichtigste. Und Sensibilität. Gut aussehen muss er natürlich auch. Mein Mann sieht aus wie ein Wikinger, sehr attraktiv.

SKIP: Stimmt es eigentlich, dass Sie Ziegen als Haustiere halten?

Vera Farmiga: Ja, das machen wir tatsächlich! Jetzt wollen wir auch unter die Züchter gehen und haben gerade den besten Ziegensamen bestellt, den es auf der Welt zu kaufen gibt (lacht).

SKIP: Wie findet man den?

Vera Farmiga: Online natürlich – www.goatfinder.com, da gibts alles! (lacht)

SKIP: Mrs. Farmiga, Ihre Kino-Karriere hat erst in den letzten Jahren so richtig abgehoben. Welche anderen Jobs mussten Sie machen, bevor Sie als Schauspielerin Ihre Brötchen verdienen konnten?

Vera Farmiga: Oh, jede Menge! Ich habe z. B. Dessous verkauft. Dabei stellte ich fest, dass es sehr verkaufsfördernd war, wenn ich mit einem osteuropäischen Akzent sprach. Oder einem französischen. Die Männer, die Geschenke für Frauen kauften, sprachen sehr darauf an.

SKIP: Das heißt, Sie haben damals schon Ihr Schauspiel erprobt?

Vera Farmiga: Ja, alle meine Jobs waren irgendwie auch eine Performance. Was hab ich noch gemacht … einmal habe ich als Aircondition-Technikerin gearbeitet. Das war ein Telefonjob, ich hatte die Aufgabe, Airconditions via Ferndiagnose zu "reparieren“. Aber die fanden nach einer Weile, dass ich für den Job viel zuviel plaudere. Also haben sie mich zur Schreibarbeit verbannt.

SKIP: Und jetzt haben Sie den Traumjob und dürfen Matt Damon, Leo Di Caprio und George Clooney daten ...

Vera Farmiga: Ja, da geht jetzt nicht mehr viel drüber oder? (lacht) Der Nächste muss dann wohl Brad sein. Natürlich war die Rolle großartig, das Drehbuch einfach super gespickt mit herrlichen Dialogen – aber hey, ich bin ein Mädchen, die wesentlichste Motivation zuzusagen war natürlich, dass ich mit George Clooney tanzen durfte! (lacht)

SKIP: Und wie war er beim Küssen?

Vera Farmiga: Lustigerweise wurde ich das nach Departed mit Leo viel, viel öfter gefragt. George ist jedenfalls ein hervorragender Küsser. Sehr sanft, nicht aggressiv – oh, jetzt muss ich aufhören, sonst wird mein Mann sauer. Es fühlt sich jedes Mal an wie beim ersten Mal, wenn man George Clooney küsst.

SKIP: War Ihr Mann gar nicht eifersüchtig?

Vera Farmiga: Mein Mann ist ja sowieso der beste Küsser auf dem Planeten! Der haut einen einfach um! George hält da definitiv nicht mit. Aber natürlich hat er mich gefragt, wie es mit George war. Und ich habe gelogen (lacht).

Interview: Oktober 2009