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Startelf: 11 Sportfilme, die man gesehen haben muss

Eintrag vom von Volker Müller

Pünktlich zum Kinostart von Borg/McEnroe werfen wir einen Blick auf elf Sportfilme, die man unbedingt kennen sollte – von Haie der Großstadt bis Rush.

The Hustler (Haie der Großstadt)

Seit Paul Newman in The Hustler 1961 den Queue schwang, wird Billard nicht mehr nur mit Alkohol und Zigaretten in Verbindung gebracht, sondern gilt als angesehene Sportart. Regisseur Robert Rossen, geboren 1908 in einem russisch-jüdischen New Yorker Ghetto an der Lower East Side, versuchte in jungen Jahren selbst, mit halb-legalen Pool-Matches Geld zu verdienen.

 

Bad News Bears (Die Bären sind los)

In diesem Klassiker von 1976 schlüpfte Walter Matthau in die Rolle von Ex-Baseballhoffnung Morris Buttermaker. Mit Jim Beam im Bier versucht er widerwillig, ein talentfreies Kinderbaseballteam zu coachen. Authentischer und goscherter Familienspaß mit Tatum O’Neal als Wurfwundermädchen und einem sehr jungen Jackie Earle Healy mit Tschick im Mundwinkel.

 

Rocky

106 US-Dollar hatte Sylvester Stallone in der Tasche, als er innerhalb von 84 Stunden seinen ersten Entwurf von Rocky schrieb. Sogar seinen Hund Butkus musste er verkaufen, um zu überleben. In dieser ersten Version war Adrian Jüdin, Coach Mickey ein Rassist und der später Muhammad Ali nachempfundene Apollo Creed war Jamaikaner. Am Ende sollte Rocky einen Kampf veranstalten, um für Adrian einen Haustiershop zu finanzieren. Nicht die schlechteste Idee, dass da noch nachgebessert wurde ...

 

Slap Shot (Schlappschuss)

Wegen des für damalige Verhältnisse unüblichen Dauerfeuers an Obszönitäten wurde diese Sportkomödie 1977 noch eher negativ aufgenommen. Kritiker und Publikum waren schlicht überfordert – und Hauptdarsteller Paul Newman soll nach den Dreharbeiten gar mehr geschimpft haben als üblich. Heute ist die Geschichte um die prügelnden Eishockeycracks allerdings längst Kult.

 

Raging Bull (Wie ein wilder Stier)

Nachdem Martin Scorsese 1978 fast an einer Überdosis starb, überredete Robert De Niro ihn quasi am Krankenbett, Raging Bull zu drehen und rettete ihm damit das Leben. Der im September 2017 im Alter von 95 Jahren verstorbene Mittelgewichtsboxer Jake LaMotta wurde durch De Niros furchtlose, uneitle Performance zur Legende.

 

Caddyshack

Bill Murrays Auftritt in Caddyshack war ursprünglich nur als Cameo angedacht. Regisseur Harold Ramis war von seiner Performance jedoch so begeistert, dass er ihn länger am Set behielt. Die legendäre Cinderella-Szene war komplett improvisiert und Murrays Monolog wurde vom American Film Institute in die Liste der besten 100 Filmzitate aufgenommen.

 

The Natural (Der Unbeugsame)

Die Ereignisse um Roy Hobbs (Robert Redford) und seiner Stalkerin Harriet Bird (Glenn Close) sind einer wahren Geschichte nachempfunden. 1949 lockte die 19-jährige Ruth Ann Steinhagen ihr Idol, den Baseballspieler Eddie Waitkus, auf ein Hotelzimmer und schoss ihm in die Brust. Autor Bernard Malamud machte aus dem Stoff 1952 das Buch The Natural, der gleichnamige Film entstand 1984 unter der Regie von Barry Levinson.

 

Hoosiers (Freiwurf)

Hauptdarsteller Gene Hackman warnte seinen Co-Star Dennis Hopper davor, Hoosiers zu machen, da es ihre Karrieren ruinieren würde. Doch es kam anders und die Außenseitergeschichte gilt noch heute als einer der besten Basketballfilme aller Zeiten. Vor allem Hopper wurde für seine Rolle als Trunkenbold gefeiert – und das, obwohl er den Part anfangs nicht übernehmen wollte, da er dem Alkohol gerade abgeschworen hatte.

 

White Men Can’t Jump (Weiße Jungs bringen’s nicht)

Hier wird nicht nur während des Films gehustled: Woody Harrelson zockte Wesley Snipes am Set des Films ab, nachdem er einen Dunk schaffte. Was Snipes nicht wusste: Die Crew hatte den Basketballkorb vor Harrelsons Versuch etwas weiter unten platziert. Fun Fact: White Men Can’t Jump soll einer der Lieblingsfilme von Stanley Kubrick gewesen sein.

 

The Wrestler

Laut Darren Aronofsky wollte das Produktionsstudio ursprünglich Nicolas Cage für die Rolle von Randy „The Ram“ Robinson. Der Regisseur blieb allerdings stur und konnte mit seinem Wunschnarbengesicht Mickey Rourke zusammenarbeiten. Wobei ein catchender Cage sicher auch interessant gewesen wäre. Vielleicht.

 

Rush

Ron Howards Verfilmung einer der größten Rivalitäten der Sportgeschichte kam sowohl bei Fans als auch bei Kritikern bestens an. Daniel Brühl als Niki Lauda und Chris Hemsworth als James Hunt erwiesen sich in dieser Charakterstudie als echte Glücksgriffe. Obendrein sorgen Howards unmittelbar inszenierte Rennszenen für ordentliches Herzrasen.


Borg/McEnroe läuft übrigens ab dem 13. Oktober in den Lichtspielhäusern.

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