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Oscars 2018 im Zeichen von Time's Up und Diversität

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Frances McDormand sorgte mit ihrer Dankesrede für das Highlight des Abends, Shape of Water ist bester Film, Jordan Peele schreibt mit Get Out Geschichte.

Es war eine etwas vorhersehbare, aber wahrscheinlich dennoch geschichtsträchtige 90. Oscarverleihung. Bereits im Vorfeld wurde etwa Casey Affleck für die Award-Präsentation von Jodie Foster und Jennifer Lawrence ersetzt, die den Preis für die beste Hauptdarstellerin, wie erwartet, an Frances McDormand für ihre Performance in Three Billboards Outside Ebbing, Missouri überreichten. Sie sorgte mit einer feurigen Dankesrede, während der sie alle nominierten Damen im Raum bat, aufzustehen, auch für das Highlight des Abends:

 

 

Bei dem von McDormand erwähnten Inclusion Rider handelt es sich um eine Vertragsklausel, die dem Schauspieler/der Schauspielerin versichert, dass bei Cast und Crew ein gewisses Level an Diversität vorherrscht.

Zwei echte Grandes Dames Hollywoods erwiesen sich ebenfalls die Ehre: Eva Marie Saint (Oscar 1954, Die Faust im Nacken) präsentierte den Oscar für das beste Kostümdesign (Gewinner: Der seidene Faden) und Rita Moreno überreichte den Preis für den besten fremdsprachigen Film an Eine fantastische Frau mit Daniela Vega in der Hauptrolle. Vega fungierte schließlich als erste Transfrau überhaupt als Laudatorin bei den Oscars.

 

 

Moreno trug bei ihrer Präsentation übrigens dasselbe Kleid wie 1962, als sie für Westside Story als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde.

 

 

Zwei weitere legendäre Damen, Helen Mirren und Jane Fonda, präsentierten den Award für den besten männlichen Hauptdarsteller, wobei es hier mit Gary Oldman (Die dunkelste Stunde) ebenfalls einen Favoritensieg gab. Bei den Nebendarstellern gab es sowohl bei den Damen (Allison Janney für I, Tonya) als auch bei den Herren (Sam Rockwell für Three Billboards Outside Ebbing, Missouri) auch keine Überraschungen. Rockwell widmete den Award „seinem alten Buddy Phil Hoffman“ aka dem verstorbenen Philipp Seymour Hoffman.

Wahrlich Geschichte schrieb Jordan Peele mit seiner Horror-Sozialsatire Get Out: Er gewann als erster Afroamerikaner überhaupt in der Kategorie Bestes Drehbuch und konnte es selbst kaum glauben.

 

 

Darüber hinaus war Peele auch als bester Regisseur und für den besten Film nominiert, hatte hier aber gegenüber dem Favoriten, Guillermo del Toros Shape of Water das Nachsehen. Bevor Del Toro den Preis für die beste Regie entgegennahm, sorgte Emma Stone ähnlich wie Natalie Portman bei den Golden Globes für eine Breitseite in Richtung Academy:

 

 

Der Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ging an James Ivory für Call Me By Your Name. Ivory ist mit seinen 89 Jahren gleichzeitig der älteste Oscar-Gewinner aller Zeiten. Und ja, das ist ein Hemd mit Timothée Chalamets Konterfei:

 


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