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Stream on: Brillante Heist-Filme, die ihr unbedingt schauen solltet

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Heist, heast! Vom brutalen Banküberfall bis hin zum gefinkelten Casino-Coup: Wir haben anlässlich des Kinostarts von Ocean's 8 die Streamingportale durchforstet und acht feine Langfingerfilme für euch rausgesucht.

Hell or High Water (Hell or High Water, 2016)

Wenn man wissen möchte, wie ein Western im Heute aussehen sollte, dann fragt man am besten beim derzeitigen Drehbuchkaiser Taylor Sheridan (Sicario) nach. Der verpasste dem immergrünen Genre kurzerhand einen Heist-Movie-Anzug und setzte ihm dann obendrein auch noch eine sozialkritische Kappe auf. Kongenial unterstützt von Regisseur David Mackenzie lässt er Chris Pine und Ben Foster dabei als geldnotgebeuteltes Brüderpaar in der texanischen Einöde eine Reihe von Banküberfällen durchziehen, während den beiden das Gesetz in Person des Veteranen-Sheriffs Jeff Bridges (Oscar-Nominierung!) immer hartnäckiger auf die Pelle rückt. Staubtrocken spannendes, stilsicher schillerndes Meisterwerk.

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Der Clou (The Sting, 1973)

Zwischen den beiden stimmt die Chemie: Solcherlei wird ja schnell und oft übertriebenermaßen behauptet, wenn starke Schauspieler mal gemeinsam leuchten sollen. Wann immer sich Robert Redford und Paul Newman die Leinwand geteilt haben, war das jedoch stets ohne Abstriche so. Vier Jahre nach ihrem Hit Zwei Banditen fanden sie ein zweites Mal zusammen – für einen Film, der so charmant ausgefuchst daherkommt wie seine zwei kleinkriminellen Helden, die sich an einem miesen Mafia-Paten rächen, indem sie ihn mittels eines extrem elaboriert eingefädelten Coups um eine halbe Million Dollar (in den 1930ern seeeehr viel Geld) erleichtern. Räumte 1974 sieben Oscars ab, hat seitdem überhaupt nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt.

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Reservoir Dogs (Reservoir Dogs, 1996)

Mit seinem 1996 gedrehten Langfilmdebüt Reservoir Dogs schuf Quentin Tarantino auf Anhieb einen Klassiker. Tarantino-typische Elemente wie eine nonlineare Erzählstruktur, bis über beide Ohren spitzzüngige Dialoge und eine ordentliche Dosis Gewalt ließen den Film nicht nur am Sundance Festival zu einem der meistdiskutierten Erstlingswerke werden. Die Lagerhalle, in der sich Mr. Blue, Mr. Pink., Mr. Blonde, Mr. Brown, Mr. Orange und Mr. White nach ihrem komplett misslungenen Coup treffen, war eigentlich eine Leichenhalle – passt auch irgendwie.

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Drive (Drive, 2011)

Sein hochgradig fulminantes, in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnetes US-Debüt markierte für den dänischen Regie-Provokateur Nicolas Winding Refn (Valhalla Rising) die Rückkehr zum Gangster-Genre, das er schon 1996 mit dem kompromisslos-großartigen Pusher erstmals beschritten hatte. In Drive vermischt er zu elektrisierenden Synthies Neo-Noir-Elemente mit stylishen Gewaltexplosionen und zitiert gelungen aus Klassikern wie The Driver oder Bullitt, während Hauptdarsteller Ryan Gosling mit seiner unterkühlten Performance stark an Hollywood-Legende Steve McQueen höchstselbst erinnert.

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Die üblichen Verdächtigen (The Usual Suspects, 1996)

In Bryan Singers zweifach oscarprämiertem Mystery-Krimi ist nichts so, wie es scheint. Im Zuge eines Polizeiverhörs mit dem Kleinganoven Verbal Kint entfaltet sich die Geschichte um eine vom Schicksal zusammengewürfelte Gauner-Crew, die in die Machenschaften des geheimnisumrankten Kingpins Keyser Söze verwickelt wird. Während die Raubüberfälle des Films für einen Heist-Movie vergleichsweise simpel ausfallen, zeugt der originelle Aufbau der ausgefeilten Handlung umso mehr von feiner Planung. Gekrönt wird diese von einem der gelungensten finalen Twists der Filmgeschichte, der immer wieder zum erneuten Ansehen einlädt.

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Heat (Heat, 1995)

Auch wenn dieser nur wenige Minuten der knapp drei Stunden Laufzeit ausmacht, ist der Kultstatus von Michael Manns Krimi-Meisterwerk besonders auf den ersten gemeinsamen Vor-der-Kamera-Auftritt der beiden Schauspielgiganten Robert De Niro und Al Pacino zurückzuführen (in Der Pate II war dieser ja durch raumzeitliche Trennung verunmöglicht worden). Ihre ungewöhnliche Räuber- und Gendarm-Dynamik ist dabei nur eine von vielen delikaten Verstrickungen, die in der brutalen Welt von Heat für Glaubwürdigkeit sorgen. Authentisch geht es auch bei den bahnbrechend inszenierten Feuergefechten zu, für die der prominente Schauspieltrupp ein zähes Waffentraining absolvieren musste.

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Ocean's 11 (Ocean's Eleven, 2001)

2001 kredenzte Steven Soderbergh dem Kinopublikum mit seinem Remake der 60er-Jahre-Gaunerkomödie Frankie und seine Spießgesellen kurzweiligste Heist-Unterhaltung. Mit George Clooney als charmantem Halunken Danny Ocean sowie Brad Pitt und Matt Damon als zwei seiner ausgefuchsten Komplizen setzte der Regisseur einige der hochkarätigsten Stars Hollywoods zum Schweizer Messer unter den Langfinger-Banden zusammen. Im Zuge eines ausgeklügelt komponierten Casino-Coups erleichterten Dannys Elf den verdutzten Andy Garcia mal eben so um 160 Millionen Dollar.

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Baby Driver (Baby Driver, 2017)

Als gelungenes Mash-Up aus Heist-, Auto- und Musikfilm machte letzten Sommer Edgar Wrights Baby Driver von sich reden. Neben Ansel Elgorts überzeugender Performance als Fluchtwagenfahrer mit Babyface ist es vor allem dem mitreißenden Soundtrack zu verdanken, dass sich das rasante Gesamtkunstwerk, gespickt mit zarter Liebe und brutaler Action, langfristig ins Gedächtnis brennt. Der Eindruck, dass die Musik die Handlung dirigiert, kommt übrigens nicht von ungefähr: Für die Komposition der Actionszenen zeichnete Musikvideo-Choreograf Ryan Heffington verantwortlich.

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