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Stream on: Mitreißende LGBTQ-Filme auf Netflix, Amazon & Sky

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It's okay to be gay: Zum Kinostart der einfühlsamen Coming-out-RomCom Love, Simon haben wir uns angesehen, welche Filme mit homosexuellen Figuren im Mittelpunkt derzeit über die Streamingportale flimmern. Zumeist auch immer mit dabei: die Liebe.

Moonlight (Moonlight, 2016)

Basierend auf dem Theaterstück "In Moonlight Black Boys Look Blue" erzählt diese aufwühlende Charakterstudie von der leidgeprüften Identitätssuche des homosexuellen Schwarzen Chiron, der in einem Problemviertel Miamis in ärmlichen Verhältnissen aufwächst. In drei Kapiteln folgt der Film dem Leben des Protagonisten – von seiner Kindheit über seine Jugend bis hin zum Erwachsenenalter – und transportiert mit wenigen Worten den inneren Kampf, der ihn in diesen Phasen begleitet. 2017 erhielt Moonlight völlig zu Recht den Oscar in der Kategorie Bester Film.

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Die Taschendiebin (Ah-ga-ssi, 2016)

Zofenzoff. Park Chan-Wooks (Stoker, Oldboy) herausragender, in drei Kapitel unterteilter Erotikthriller erzählt die Geschichte der Diebin Sookee (Kim Tae-ri), die sich im Auftrag eines falschen Grafen in den 1930er Jahren bei der reichen Erbin Lady Hideko (Min-hee Kim) als vermeintliche Zofe einnistet. Sie soll dafür sorgen, dass sich Hideko in besagten Grafen verliebt, erliegt jedoch selbst ihrer Schönheit. Gut 2 ½ Stunden dauert dieses durch starkes amouröses Knistern befeuerte Meisterwerk, das einen darüber hinaus aber auch mit der einen oder anderen deftigen Überraschung bei Laune zu halten weiß.

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Blau ist eine warme Farbe (La vie d'Adèle, 2013)

Bei den Filmfestspielen in Cannes gab es 2013 eine Premiere: Die Jury unter der Leitung von Steven Spielberg war von Blau ist eine warme Farbe dermaßen angetan, dass sowohl Regisseur Abdellatif Kechiche als auch die Hauptdarstellerinnen Léa Seydoux und Adèle Exarchopoulos eine Goldene Palme erhielten. Völlig verdientermaßen natürlich: Die sich über fast zehn Jahre erstreckende Coming-of-Age-Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen ist wohl einer der schönsten Filme der jüngeren Geschichte.

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Pride (Pride, 2014)

Ein richtig mutmachendes Feel-Good-Movie hat Matthew Warchus mit Pride gedreht: Weil die Bergarbeiter von der Thatcher-Regierung in ähnlicher Art und Weise drangsaliert wurden wie die LGBTQ-Szene, entstand 1984 in Großbritannien eine ungewöhnliche Allianz: Die Organisation "Lesbians and Gays Support the Miners", kurz: LGSM. Zwar mussten erst einmal gegenseitige Vorurteile überwunden werden, dann aber ging es gemeinsam auf in den Kampf gegen die Obrigkeit. Dass selbiger bis heute noch nicht gewonnen wurde, mag zwar sein, diese (auf wahren Tatsachen beruhende!) Komödie zeigt aber auf wunderschöne Art und Weise: Wer's gar nicht erst versucht, hat schon verloren.

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Beach Rats (Beach Rats, 2017)

Wir begleiten den 19-jährigen Frankie durch einen Sommer, der vor allem von Identitätssuche geprägt ist: Tagsüber hängt er mit seinen Macho-Freunden ab, die vor allem Fitness und Mädels im Kopf haben, nachts treibt er sich in Chatrooms herum und trifft dort ältere Männer. In schönen, verträumten, aber oft auch düsteren Einstellungen erzählt die Filmemacherin Eliza Hittman in ihrer Milieustudie davon, wie schwierig es ist, herauszufinden, wer man ist und was man will, wenn das Umfeld bereits mit klaren Bildern davon aufwartet, wie man zu sein hat.

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My Summer of Love (My Summer of Love, 2004)

Vom späteren Oscar-Preisträger Pawel Pawlikowski (Ida) kommt diese mitreißende Romanze über zwei junge Frauen, deren Welten unterschiedlicher nicht sein könnten. Als die aus der Arbeiterklasse stammende Mona (Natalie Press) die aus reichem Haus stammende Tamsin (die junge Emily Blunt in ihrer Durchbruchs-Rolle!) kennenlernt, ist das für sie eine Möglichkeit, aus dem drögen Alltag ihres kleinen Kaffs auszubrechen. Sehr solide schauspielerische Leistungen der (damals Nachwuchs-) Darstellerinnen und eine kluge Analyse menschlicher Fluchtmechanismen machen dieses Liebesdrama definitiv sehenswert.

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Philadelphia (Philadelphia, 1993)

Jonathan Demmes tragisches Prozess-Drama thematisierte als erste große Hollywood-Produktion die AIDS-Krise und rückte damit all jene ins Licht, die zum damaligen Zeitpunkt, weitgehend im Schatten gesellschaftlicher Diskriminierung an der tabuisierten Krankheit litten. Für seine Rolle als Andrew Beckett, ein erfolgreicher, homosexueller Anwalt, der gekündigt wird, als seine Senior Partner von seiner AIDS-Erkrankung erfahren, gewann Tom Hanks 1994 seinen ersten Oscar. Sad Fact: Erboste Christen nahmen die Premiere des Dramas zum Anlass, um gegen die positive Darstellung von Homosexualität im Film zu protestieren.

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