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Academy Awards: Veränderungen sollen Oscars populärer machen

Eintrag vom von Volker Müller

Der US-Fernsehsender ABC und die Academy erhoffen sich unter anderem durch die Einführung der neuen "Popular Film"-Kategorie eine Quotensteigerung bei den Oscars.

In einer Zeit, in der schnell mal etwas zu lange dauert, verfolgen Jahr für Jahr auch immer weniger Leute die Oscars. Als etwa James Camerons Titanic 1998 die Konkurrenz mit 10 Awards wegspülte, schauten noch rund 55 Millionen Zuschauer in die Röhre; heuer, als Shape of Water – Das Flüstern des Wassers zum großen Gewinner avancierte, waren es nur noch 26,5 Millionen – ein Negativrekord. Dem wollen der US-Fernsehsender ABC und die Academy ab 2020 dadurch entgegenwirken, dass einige Preise in den Werbepausen vergeben werden, wodurch die Show nicht mehr länger als drei Stunden dauern soll. Auch der zweimonatige Abstand zwischen den Golden Globes und den Oscars soll durch eine Vorverlegung der Verleihung verkürzt werden.

Die gravierendste Änderung betrifft aber die Implementierung der Kategorie "Achievement in Popular Fillm", wobei derzeit noch niemand wirklich sagen kann, welche Voraussetzungen ein Film hierfür erfüllen muss. Man kann jedenfalls davon ausgehen, dass diverse Superhelden-Abenteuer und Franchise-Hits wie Mission: Impossible Fallout, Black Panther oder Wonder Woman dadurch zukünftig bessere Oscar-Chance haben werden – ob das dann wirklich ein Allheilmittel gegen den anhaltenden Zuschauerschwund sein wird, darf aber stark bezweifelt werden.

 

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