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Vier gewinnt: Jason Stathams beste Filme

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Das Quartett ist fett: Wer sich vor dem Hai-Society-Event Meg noch in das Werk der britischen Action-Allzweckwaffe Jason Statham vertiefen möchte, sollte sich am besten diesen vier besonders strahlkräftigen Streifen widmen.

Bube, Dame, König, grAS (Lock, Stock and Two Smoking Barrels, 1998)

Mit seinem dialektreichen Regiedebüt (OmU empfohlen!) erfand Guy Ritchie 1998 nicht nur das britische Crime-Comedy-Genre, sondern verhalf Jason Statham auch zu seiner ersten Filmrolle. Zuvor schlug sich dieser nach einer nicht so lässig gelaufenen Schwimm- und Modelkarriere nämlich hauptsächlich als Verkäufer von Fake-Juwelen und -Parfüms durchs Leben – perfekt also für seinen Charakter Bacon, der zunächst Leute an Straßenecken übers Ohr haut, mit seinen Buddies nach einem schiefgelaufenen Kartenspiel aber andere Wege zur Geldbeschaffung finden muss. Auf Statham’sche Watschen- und Kick-Kunst wartet man hier zwar vergebens, dafür glänzt er gleich anfangs mit einem wortgewitzten Monolog, mit dem er sich eindringlich für weitere Filmrollen empfahl.

 

 

The Transporter (Le Transporteur, 2002)

Nach seinem Hollywood-Durchbruch in seiner zweiten Guy Ritchie-Zusammenarbeit Snatch – Schweine und Diamanten sowie kleineren Rollen wie beispielsweise in Mean Machine – Die Kampfmaschine oder Ghosts of Mars trat Statham 2002 schließlich mit The Transporter seine ganz eigene Trilogie los. Ein-Mann-Transportunternehmer Frank Martin missachtet darin seine eigenen Regeln, untersucht seine Ladung und muss sich anschließend mit Händen und Füßen gegen seine Auftraggeber wehren. Seine Stunts performt der Besitzer schwarzer Gürtel in diversen Kampfkünsten da natürlich alle selbst – und auf eine besser getimte Tür-Öffnungs-Szene wartet man seither auch vergebens.
 

 

 

Crank (Crank, 2006)

Methode mit Wahnsinn: Mit einem sich langsam ausbreitenden, tödlichen Gift in der Blutbahn hetzt Statham als britischer Auftragskiller – 1A-Name: Chev Chelios – durch Los Angeles, stets stark aufgekratzt auf der Suche nach dem nächsten  pulsbeschleunigenden Adrenalinkick, der ihm noch ein paar Minuten mehr Leben schenken soll. Mit Speed auf der Auto- und in der Blutbahn, Quickies in freier Wildbahn und noch unzähligen anderen abenteuerlich-absurden Aufputschungen lässt sich hier eine ununterbrochen überdrehte, hyperbrutale Hetz an, bei der das Herzrasen unvermittelt auch auf den Zuschauer übergreift. Die Logik mag in diesem Exzess-Kunstwerk auf der Rückbank Platz sitzen – macht aber gar nichts, wenn vorne der Irrwitz das Gaspedal umso ungenierter durchtritt.

 

 

Spy – Susan Cooper Undercover (Spy, 2015)

Schon bevor sich Jason mit einem Megahai tögelte, war er zwischen grummelig-grimmiger Knochenbrecherei und reschem Bloke-Charme auch für den guten, augenzwinkernden Schmunzel gut. Besonders prächtig hatte er seine eigene Action-Persona in dieser Melissa McCarthy-Spionagefilm-Parodie auf der Schaufel: Als großspuriger, aus der Gnade gefallener Gottseibuns des Agenten-Geschäfts ist er zwar eigentlich nur eine Nebenfigur, stiehlt dabei jedoch jede einzelne Szene, in der er auftaucht – mit grandios überzeichnetem Maulheldentum-Machismo: "I drove a car off a freeway on top of a train while it was on fire. Not the car, *I* was on fire." The Stath, total in Flammen stehend: Genau so muss man sich diesen Film vorstellen.

 

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