Schirm

Game of Thrones (S8E1): Verstand verloren, Kampf noch nicht

Eintrag vom von Klaus Hübner

Wer es in Westeros bis hierher geschafft hat, bereitet sich in der sechstletzten Folge der GoT-Saga in der folgetitelgebenden Stadt Winterfell auf die Schlacht gegen die Toten vor. Nur Cersei nicht – die hat nichts mehr zu verlieren.

Warnung: Es folgen Spoiler für die erste Folge der achten Staffel Game of Thrones. Weiterlesen auf eigene Gefahr!

 

Die Sachlage

Wer nicht tot oder sonstwie vollkommen jenseitig ist, findet sich in Winterfell ein. Hier, im ersten Bollwerk der Zivilisation in Westeros’ kaltem Norden, bündeln sich nun die Kräfte gegen den herannahenden Nachtkönig und seine Armee der wandelnden Toten. Einzig Cersei Lennister queruliert unten im sonnigen Königsmund ihren intriganten Ideen hinterher – hat dafür allerdings kaum noch Verbündete.

Die Guten

Jon Schnee ist mit seiner Königin, Geliebten und – wie wir längst wissen, er aber eingangs noch nicht – Tante Daenerys samt ihren Drachen, Dothrakis und Kastratensoldaten in Winterfell angelangt. Fast alle Verbündeten der Starks sind auch hier. Und natürlich die noch lebenden Geschwister Sansa, Arya, Bran. Außerdem Zwerg Tyrion und Eunuch Varys. Alles rüstet sich seelisch und körperlich für den Kampf, und man schmiedet Obsidian-Waffen gegen die Toten. Politisch ist dieses sich formierende, durchaus beeindruckende Bündnis einstiger Todfeinde aber nicht sehr firm. Vielen Nordleuten gefällt gar nicht, dass ihr „King In The North“ das Knie vor einer Targaryen gebeugt hat. Manche verweigern Jon deswegen sogar die Gefolgschaft.

Die Schlechten

Cersei, voll Zorn darüber, dass Tyrion und Jamie in den Norden aufgebrochen sind, um zu helfen, lässt sich von dem widerlichen Verräter Euron Graufreud besteigen, um ihn sich als Verbündeten zu erhalten. Wenigstens kann sein Cousin, der elende Wurm Theon, dies nutzen, um seine Schwester aus Eurons Händen zu befreien. Aber Cersei kümmert der Kampf gegen den Nachtkönig offenbar nicht; stattdessen will sie Bronn dafür bezahlen, dass er nach Winterfell reist, um ihre Brüder zu ermorden. Währenddessen entdecken Wildling Tormund und Feuergott-Jünger Beric am anderen Ende von Westeros eine Nachricht des Nachtkönigs: Offenbar ist die Armee der Toten viel schneller unterwegs als erwartet. Und dann kommt auch noch Jamie Lennister in Winterfell an – Bran erkennt ihn auf den ersten Blick.

Das Spannende

Nachdem Jon Schnee erfährt, dass er eigentlich Aegon Targaryen heißt, also der rechtmäßige Thronerbe der Sieben Königreiche ist und überdies Blutsverwandter von Daenerys, Sansa, Arya und Bran, bleibt die entscheidende Frage: Wird das Bündnis der Armeen in Winterfell halten? Außerdem: Wird Arya gemäß ihrer „Todesliste“ den Lennister-Bluthund umbringen? Wird Jamie Lennister in Winterfell sofort totgeschlagen? Und nicht zuletzt: Was plant die wahnsinnige Cersei, eine Frau, die wirklich alles verloren hat – ihre Jugend, ihre Freiheit, alle ihre Kinder, alle ihre Männer und nicht zuletzt ein Königreich, das sie nie wirklich hatte? Sie ist auf ihre Weise kaum weniger gefährlich als der Nachtkönig und sein Wille, Westeros in eine witzlose Geisterbahn zu verwandeln: Wenn Cersei Westeros nicht haben kann, dann soll es offenbar niemand haben können.

 In einer Woche geht's weiter, es gibt bereits einen Teaser zur zweiten Folge:

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