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Cannes 2019, Tag 6: Jedem Festival seinen Eklat

Eintrag vom von Claudia Dlapa

Sichtlich gerührt nahm die französische Schauspiel-Legende Alain Delon am Sonntag die Ehrenpalme für sein Lebenswerk entgegen. Das gefiel bei Weitem nicht jedem.

"Man muss mit mir nicht einverstanden sein. Aber es gibt eine Sache, derer ich mir sicher bin, auf die ich stolz bin, wirklich nur eine – das ist meine Karriere", so Delon demütig in seiner Dankesrede an der Seite seiner Tochter, nachdem die französische Film-Ikone (Der Swimmingpool, Der Leopard) Sonntag Abend im Grand Théâtre Lumière mit der Palme für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Auch wenn die Tränen der Rührung und der donnernde Applaus im Saal es fast vergessen ließen: Die Entscheidung des Festivals, dem 83-Jährigen den prestigeträchtigen Preis zu verleihen, erntete im Vorfeld scharfe Kritik. US-Aktivistinnen der #MeToo-Bewegung hatten den Filmstar aufgrund entsprechender Äußerungen in der Vergangenheit als rassistisch, sexistisch und homophob bezeichnet. Mit "Wir geben ihm ja nicht den Friedensnobelpreis“, hat Festivalleiter Thierry Frémaux die Einwände zu Beginn des Festivals lakonisch runtergespielt. Stimm, Delon hielt am Ende des Abends "nur" die Goldene Ehrenpalme in den Händen.

 

Am Red Capet der Premiere des Weltkriegsdramas A Hidden Life, dem Wettbewerbsbeitrag von Terrence Malick, hat man unterdessen gemunkelt, das Festival vergebe anscheinend auch einen Preis für das längste Kleid. Die besten Schnappschüsse des Abends gibt’s hier zum Durchklicken.

 

Bild: pps.at

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