Festivals

Cannes 2019, Tag 10: Popo und Rambo

Eintrag vom von Christoph Prenner

Nachdem es auf den letzten Metern des Wettbewerbs sogar noch einen Miniskandal gab, warten nun alle auf erste Eindrücke aus Sly Stallones letztem Rambo-Teil und die anstehende Verkündung der diesjährigen Palmen-Preisträger.

Sie sind unverkennbar in der Zielgerade angekommen, die 72. Filmfestspiele von Cannes. Nach dem zwei Tage anhaltenden Tarantino-Tamtam scheint nun tatsächlich eine Phase des kollektiven Durchschnaufens eingekehrt zu sein. Marco Bellocchios Il Traditore und Abdellatif Kechiches Mektoub, My Love: Intermezzo, die beiden am Donnerstag in den Wettbewerb gehenden Beiträge, hatten es da naturgemäß nicht ganz so leicht, noch Aufmerksamkeit auf sich lenken. Vermeintlich. Denn zumindest zweitgenannter Film war dann doch auch für allerhand Aufruhr und ein halbes Skandälchen gut. Dass in der neuesten Arbeit des Regisseurs von Blau ist eine warme Farbe über eine Laufzeit von vier Stunden weibliche Pos und der konstante Kamerablick auf sie eine sehr prominente Rolle spielen, langte schließlich für manche Softporno-Anschuldigung.

 


Abdellatif Kechiche und sein Cast beim Photocall in Cannes

 

Solche Anwürfe wird sich ein gewisser Sylvester Stallone heute wohl nicht gefallen lassen müssen; für die eine oder andere kontroverse Gewalteskapade wird sein Rambo V: Last Blood aber garantiert gut sein. Erste bewegte Bilder aus dem Finale seiner zweiten große Lebensfilmreihe wird Sly jedenfalls heute im Rahmen der Reihe Rendez-vous avec ... an der Croisette präsentieren – bevor sich morgen dann wirklich alles nur noch um die Vergabe der Goldenen Palmen drehen wird.

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