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MCU Phase 4: Das wissen wir über die geplanten Projekte

Eintrag vom von Claudia Dlapa

Im Rahmen der Comic Con in San Diego hat Marvel-Chef Kevin Feige am vergangenen Wochenende endlich konkrete Pläne für die vierte Phase des Marvel Cinematic Universe enthüllt. Wir haben alle Details!

In Zeiten, in denen Avengers: Endgame als erfolgreichster Film aller Zeiten James Camerons Avatar vom obersten Box-Office-Stockerlplatz stößt, während das neueste Spider-Man-Abenteuer zur selben Zeit die bisher mit Abstand grandioseste Phase des Marvel Cinematic Universe auf den Leinwänden des Landes ausklingen lässt, drängt sich naturgemäß die Frage auf, mit welchen Superhelden-Spektakeln Marvel seinen Rekordkurs in Zukunft fortsetzen wird. Die nüchternen Zahlen weisen schon mal in eine Richtung: Insgesamt 10 Filme und Serien soll die vierte Phase des MCU aus heutiger Sicht umfassen, wie Marvel-Chef Kevin Feige während der gerade zu Ende gegangenen Comic Con verlautbaren ließ. Sie alle werden sich dicht gedrängt in den kommenden zwei Kalenderjahren die Klinke in die Hand geben. Änderungen sind natürlich nicht ausgeschlossen, aber im Großen und Ganzen sind alle Projekte fürs Erste fixiert. Daraus kann man schon mal schließen, dass uns die kürzeste der bisherigen Phasen bevorsteht, die darüber hinaus auch erstmals ohne Avengers-Film auskommen wird (müssen!).

Neu wird außerdem sein, dass sich das Marvel-Universum in seiner vierten Etappe wohl nicht mehr ausschließlich auf der Leinwand ausdehnen wird. Die von Disney für seine Streaming-Plattform Disney+ geplanten Serien Falcon and the Winter Soldier, WandaVision, Hawkeye und What If…? sollen alle  – die einen mehr, die anderen weniger – eng mit dem Kinokosmos von Marvel verknüpft sein.

 

Black Widow – geplanter Start: 1. Mai 2020

 

Zur Erinnerung (Spoiler-Warnung!): Nicht nur von Robert Downey Jr. alias Iron Man mussten wir uns im Zuge von Avengers: Endgame verabschieden, auch Scarlett Johanssons Natasha Romanoff/Black Widow raffte das Endspiel gegen Superschurke Thanos dahin. Im Gegensatz zum eh schon dreifach Leinwand-präsenten Solo-Superhelden Iron Man darf Black Widow demnächst im Rahmen eines weiteren Marvel-Films wieder auferstehen. Tatsächlich wird das einzige weibliche Mitglied der Avengers 2020 ins Kino zurückkehren und die Phase 4 des MCU mit einem Solofilm einläuten. Dabei wird es sich nicht um eine alternative Realität im viel diskutierten Multiversum von Marvel handeln, in der sich statt Black Widow Hawkeye für den Seelenstein geopfert hat, sondern um eine Prequel, das die Backstory der Titelheldin erzählen wird.

Einige Male wurden in den Avengers-Filmen Ereignisse in Budapest angedeutet, die sich vor dem ersten Film zugetragen haben sollen – Black Widow wird diesbezüglich wohl endlich Licht ins Dunkel bringen. Mit der Veröffentlichung eines Konzeptbildes wurde zudem bereits der Taskmaster als ein Gegenspieler Black Widows enthüllt. Wer in die Rolle des Schurken schlüpfen wird, ist noch nicht bekannt. So gut wie sicher ist allerdings, dass Stranger Things-Star David Harbour als Red Guardian, der russischen Version von Captain America, den Spionage-Actioner mit markanter Performance aufpeppen wird. Neben ihm und Scarlett Johansson werden zudem Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz (The Favourite) und Florence Pugh (Lady Macbeth) noch nicht näher definierte Charaktere ins MCU einführen. Dabei anleiten wird sie als Regisseurin Cate Shortland (Lore).

 

 

 

Falcon and the Winter Soldier – geplanter Start: Herbst 2020

 

Dann waren's nur noch zwei: Nachdem sich Captain America am Ende von Avengers: Endgame in den verdienten Ruhestand verabschiedet hat, stellen sich Falcon und der Winter Soldier nun ohne den gemeinsamen Freund den Herausforderungen ihres Superhelden-Lebens – das 2020 statt wie zuletzt auf der Leinwand auf den TV-Schirmen weitergehen wird. Fans dürfen sich dank der von Disney produzierten Serie auf ein Wiedersehen mit den Originaldarstellern Anthony Mackie (Falcon) und Sebastian Stan (Winter Soldier) freuen. Auch Daniel Brühl, der in The First Avenger: Civil War als Bösewicht Baron Zemo erstmals seinen Fuß ins Marvel Cinematic Universe setzte, soll ein weiterer MCU-Auftritt im Rahmen der Serie sicher sein.

 

 

The Eternals – geplanter Start: 6. November 2020

 

Genug spekuliert – seit dem vergangenen Comic Con-Wochenende haben wir endlich Gewissheit, dass Großfamilien-Fan Angelina Jolie 2020 nun ebenfalls zur Marvel-Superheldensippe stoßen wird. Mit den titelgebenden Eternals zieht ein neues Helden-Team ins MCU ein, bestehend aus unsterblichen genetisch veränderten Superhelden, die sich in einem schon Jahrtausende andauernden Kampf gegen ihre Widersacher, die Deviants, für den Schutz der Menschheit einsetzen. Geschaffen wurden beide Mutanten-Spezies durch Experimente mit Menschen, die einst von kosmischen Wesen namens Celestials durchgeführt wurden – die sind aufmerksamen MCU-Fans eventuell bereits als Schöpfer der Skrulls aus Captain Marvel bekannt. Auch Peter Quills/Star-Lords Vater, der in Guardians of the Galaxy, Vol. 2 einen Auftritt hatte, gehört der Gruppe der Celestials an.

Extrem schnell und ausdauernd soll Angelina Jolies Eternal-Kriegerin Thena laut Comic-Vorlage sein, anführen wird den imposanten Mutanten-Trupp nichtsdestotrotz Salma Hayek als übermächtige Superheldin Ajak. Daneben werden Richard Madden (Game of Thrones), Kumail Nanjiani (The Big Sick), Lauren Ridloff (The Walking Dead), Brian Tyree Henry (Atlanta), Lia McHugh (The Lodge) und Don Lee (Train To Busan) in The Eternals mitwirken. Story und Charaktere basieren auf einem 1976 veröffentlichten Comic von Autoren-Legende Jack Kirby, inszenieren wird dessen Leinwand-Adaption Chloé Zhao (The Rider).

 

 

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings – geplanter Start: 12. Februar 2021 

 

Auch im Zuge des für Marvel für Februar 2021 geplanten Streifens Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings dürfen wir eine Reihe neuer Figuren im MCU willkommen heißen. Unter anderem auch den ersten asiatischen Titelheld des Marvel Cinematic Universe, Shang-Chi (Simu Liu), der sich in seinem Solofilm mit dem feindseligen Mandarin anlegen wird. Bereits in Iron Man 3 hatte letzterer einen angedeuteten Auftritt in der Person des Schauspielers Trevor Slattery (Ben Kingsley), der aber nur so tat, als wäre er der legendäre Terrorist. Die Einführung des chinesischen Fieslings provozierte damals einige Kritik unter den Fans – mal schauen, ob Marvel die Wogen nun wieder glätten kann. Verkörpern wird den Bösewicht jedenfalls Tony Leung Chiu Wai (Hero), auch Awkwafina (Crazy Rich) wurde bereits als Cast-Mitglied bestätigt. Der Regie-Stuhl ist mit dem japanisch-hawaiianischen Filmemacher Destin Daniel Cretton (Short Term 12) besetzt.

 

 

WandaVision – geplanter Start: Frühling 2021

 

Mit WandaVision bringt Marvel 2021 Elizabeth Olsens Scarlet Witch als Titelheldin einer Serie auf den Schirm. Auch Paul Bettany wird als Vision zurückkehren. Ebenfalls mit von der Partie ist Teyonah Parris als mittlerweile erwachsene Monica Rambeau – die Tochter von Carol Danvers' bester Freundin Maria Rambeau, die in Captain Marvel zuletzt als Kind zu sehen war. Über die Story von WandaVision ist derzeit erst wenig bekannt. Direkte Auswirkungen soll die Geschichte um Scarlet Witch jedenfalls auf die Begebenheiten im geplanten Sequel zu Doctor Strange haben.

 

 

Loki – geplanter Start: Frühling 2021

 

Die einen lieben ihn, die anderen nervt er gewaltig – so oder so ist jedenfalls fix: Thors zwielichtiger Bruder Loki, eine der polarisierendsten Fuguren des MCU, bekommt 2021 seine eigenen Mini-Serie. Wir erinnern uns: als wir den Gott des Schabernacks das letzten Mal auf der Leinwand beobachtet haben, ist er in Avengers: Endgame mitsamt des Thesserakts aus den Händen der S.H.I.E.L.D.-Agenten entwischt. Genau an diesen Story-Strang sollen die Begebenheiten seines Solo-Serienabenteuers anknüpfen. Wie gehabt wird Tom Hiddleston die Rolle des schlüpfrigen Opportunisten übernehmen.

 

 

Doctor Strange in the Multiverse of Madness – geplanter Start: 7. Mai 2021

 

Doctor Strange bekommt 2020 sein zweites Kino-Abenteuer. Neben Benedict Cumberbatch als Titelheld hat sich auch Regisseur Scott Derrickson für das Folgeprojekt verpflichten lassen. Viele Details zum Plot sind derzeit noch nicht bekannt, laut Derrickson dürfen wir uns aber auf den bisher düstersten Film des MCU freuen. Auch Scarlett Witch (Elizabeth Olson) wird eine Rolle im Sequel spielen – Begebenheiten aus ihrer Solo-Serie WandaVision sollen direkte Auswirkungen auf die Story des Doctor Strange-Sequels haben. Fix ist darüber hinaus wohl, dass wir den titelgebenden Zauberer ohne seinen Zeitstein, der im Zuge der Auseinandersetzung mit Thanos in Avengers: Endgame ja endgültig zerstört wurde, wiedersehen werden. Etwas geschwächt wird sich Doctor Strange also gegen seinen Widersacher Morbo (Chiwetel Ejiofor) zur Wehr setzen müssen. Gerüchten zufolge könnte auch der aus dem ersten Teil bekannte Dormammu dem Magier erneut lästig werden.

 

 

What if…? – geplanter Start: Sommer 2021

 

Mit What if…? bekommt das MCU seine erste Animationsserie, die keine eigenständige Geschichte erzählen wird, sondern der Frage nachgeht, wie das MCU aussehen würde, wenn dieser oder jener Schlüsselmoment anders verlaufen wäre. Jede Episode soll sich mit einem anderen Alternativ-Szenario beschäftigen. Jeffrey Wright ist bereits als die Stimme von The Watcher für das Projekt bestätigt. Neben ihm werden auch so einige altbekannte Marvel-Darsteller als Synrchronsprecher fungieren.

 

 

Hawkeye – geplanter Start: Herbst 2021

 

Jeremy Renner wird 2021 als Hawkeye/Clint Barton in einer Solo-Serie zu sehen sein, die sich mit dessen Zeit als demoralisierter Ronin (nach Thanos' fatalem Schnipser) befassen soll. An die Seite des Helden wird Marvel Kate Bishop setzen, die in den Comics zu Hawkeyes Mentorin wird.

 

 

Thor: Love and Thunder – geplanter Start: 5. November 2021

 

Inspiriert vom Comic The Mighty Thor von Jason Aaron wird Taika Waititi nach Thor: Tag der Entscheidung auch das vierte Abenteuer des Donnergotts – wohl erneut mit einer großzügigen Prise Humor – für die Leinwand aufbereiten. Neben Chris Hemsworth zählen auch Tessa Thompson und Natalie Portman als Thors alte Flamme Jane Forster zum bestätigten Cast des Films. Letztere wird als alternativer Thor den Hammer Mjolnir schwingen – wie schon in der Comic-Vorlage erweist sich die aus Thor 1 und 2 bekannte Wissenschaftlerin in dieser Hinsicht wohl auch in der Leinwand-Adaption als würdig. Im Zuge der Nachricht um Tessa Thompsons Rückkehr als Valkyrie wurde außerdem bestätigt, dass Marvel die von Thor zur neuen Regentin von New Asgard erklärte Kämpferin zur ersten LGBTQ-Hauptfigur im MCU machen wird. In Thor: Love and Thunder soll sich Valkyrie auf die Suche nach einer passenden Königin begeben, mit der sie gemeinsam über das neu gegründete Reich herrschen kann.

 

Weiters …

 

Neben den bis dato fixierten Filmen und Serien befinden sich noch einige andere Vorfreude generierende Marvel-Projekte in Entwicklung. Laut Kevin Feige wird auch an Black Panther 2, Guardians of the Galaxy 3, Captain Marvel 2, einem Fantastic Four-Streifen sowie einer Neuauflage von Blade mit Mahershala Ali als Titelheld gearbeitet. Wie, wo und wann genau sich die geplanten Filme ins MCU einreihen werden, bleibt wohl noch eine Weile offen.

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