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Spider-Man fliegt aus dem MCU

Eintrag vom von Claudia Dlapa

Hiobsbotschaft für alle Spider-Man-Fans: Sony und Marvel streiten ums Geld – mit traurigen Konsequenzen für die Leinwand-Zukunft des Spinnenmanns.

"Homecoming" hatte man den ersten Spider-Man-Film mit Tom Holland vor drei Jahren stolz betitelt – eine Anspielung auf den Umstand, dass die Marvel-Comics-Figur dank eines Deals zwischen Spider-Man-Rechteinhaber Sony und Marvel gleichsam nach Hause, also ins Marvel Cinematic Universe kommen durfte. Sein Heimataufenthalt scheint allerdings nicht von allzu langer Dauer zu sein, zumindest aus heutiger Sicht. Da der Vertrag der beiden Studios 2019 ausläuft und man sich hinsichtlich der Finanzierung weiterer Filme sowie der Gewinnaufteilung im Zuge der Verhandlungen für die Vertragsverlängerung nicht einigen konnte, scheint die Zusammenarbeit geplatzt. Sprich: Sony produziert zukünftige Spider-Man-Filme im Alleingang, Marvel-Präsident Kevin Feige wird das Mitspracherecht entzogen – die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft muss das MCU verlassen.

Das liebe Geld

Sowohl Spider-Man: Homecoming als auch Spider-Man: Far From Home produzierten Sony und Marvel zuletzt gemeinsam. Das Marvel-Team um Kevin Feige spielte bei den Streifen primär eine kreative Rolle – die Kosten für die Produktion der Spektakel trug zu 100 Prozent Rechteinhaber Sony. Marvels bzw. Disneys Gewinnbeteiligung lag bisher bei 5% aller Einnahmen. Angeblich wäre Sony auch bereit gewesen, den Vertrag zu diesen Konditionen zu verlängern, doch Disney zeigte sich unzufrieden. Man soll vorgeschlagen haben, künftig sowohl Kosten als auch Einnahmen 50/50 zu teilen – für Sony war das anscheinend aber keine Option. Offensichtlich ist das Studio überzeugt davon, auch ohne die Expertise des Marvel-Teams in Zukunft finanzielle Erfolge mit Spidey-Streifen verbuchen zu können. Mal schauen, ob die Fans das ähnlich sehen.

Spider-Mans Zukunft

Aktuell sind anschließend an die ersten beiden noch zwei weitere Filme mit Tom Holland als Spider-Man geplant. Wie gehabt soll Regisseur Jon Watts auch die Spidey-Streifen 3 und 4 inszenieren – fix ist sein Engagement allerdings noch nicht. Fraglich ist nach dem Bruch zwischen Sony und Marvel weiters, inwiefern die Story an vorangegangene Geschehnisse anknüpfen wird. Spider-Man wird in Zukunft wohl nicht mehr auf alte Avengers-Kollegen treffen. Möglicherweise muss sich der Spinnenheld neue Freunde und Widersacher in Sony-Gefilden suchen: Venom 2 sowie der geplante Morbius mit Jared Leto als Vampir bieten zukünftig sicher interessante Crossover-Möglichkeiten.

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