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The Blair Witch Project

The Blair Witch Project

Horror. USA 1998. 87 Minuten.

Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sánchez
Mit: Joshua Leonard, Heather Donahue, Michael C. Williams

Hänsel und Gretel sind Vergangenheit - hier kommt die Hexe von Blair! Ihrem grausigen Treiben fallen drei Studenten zum Opfer, die in den Wald gingen, um einen Film über sie zu drehen ...

Im Städtchen Blair (1824 in Burkittsville umgetauft) in Maryland wurde 1785 eine gewisse Elly Kedward als Hexe entlarvt und in den Wald verbannt. Ein Jahr später verschwanden die Kinder, die sie der Hexerei bezichtigt hatten, spurlos und der Rest der Ortsbewohner floh vor dem "Fluch der Hexe". Im Laufe der Jahre verschwanden immer wieder Menschen im Wald von Blair, doch den Höhepunkt des "Fluchs" bildete 1941 die Verhaftung eines Einsiedlers, der sieben Kinder rituell gemeuchelt hatte, im Auftrag "einer alten Geisterfrau, die im Wald haust", wie er sagte.
Am 20.Oktober 1994 treffen drei Filmstudenten vom Montgomery College in Burkittsville ein. Unter der Regie von Heather Donahue, 22, wollen der Kameramann Joshua Leonard, 23, und der für den Ton zuständige Michael Williams, 24, eine Dokumentation drehen, das "Blair Witch Project". Am 21. Oktober werden die drei das letzte Mal gesehen, als sie zwei Fischer nach dem Weg fragen. Tageland durchstöbert ein Suchtrupp von hundert Mann vergeblich den Black Hill Forest, sogar ein Detektiv wird beauftragt, den Fall weiterzuverfolgen. Ein Jahr später schließlich findet man im Hexenwald das Filmmaterial der Vermissten, sowie das Tagebuch von Heather Donahue. Die Firma von Dan Myrick, Eduardo Sanchez und Gregg Hale wird beauftragt, das Material spielfilmmäßig aufzubereiten. So kommt der Film The Blair Witch Project zustande. Soweit der Mythos. Die Wahrheit sieht anders aus.
Im Juni 1998 richten die Filmemacher Daniel Myrick und Eduardo Sanchez eine Website ein: www.blairwitch.com! Im Jänner 1999 wird der Film beim Sundance-Festival gezeigt. Es werden Vermisst-Flyers der drei Studenten in Umlauf gebracht. In weiterer Folge tauchen immer mehr Websites über die Hexe von Blair auf, es erscheinen Blair Witch-Comics und eine Dokumentation über den Fluch von Blair wird gezeigt. Viele halten die Story für wahr. Der Trailer läuft vor Star Wars, und als der Film Ende Juli endlich amerikaweit in die Kinos kommt, spielt er gleich am ersten Wochenende über 28 Millionen Dollar ein, mehr als eine durchschnittliche Hollywoodproduktion!
Daniel Myrick und Eduardo Sanchez wurden über Nacht reich und berühmt, und zwar mit einem Film, bei dem es keine Regie, keinen Produktionsstab, kein Catering gab. Sie drückten ihren Hauptdarstellern einfach eine Video- und 16mm-Kamera in die Hand, schickten sie in den Wald und ließen sie sich gegenseitig filmen, weiters ausgestattet nur mit Überlebenstipps vom Produzenten Gregg Hale, der bei der Army ein Survivaltraining absolviert hatte, und einigen handgeschriebene Anweisungen. Herausgekommen ist abstrakter, verwackelter Horror, der aber wirklich unter die Haut geht! (gd)

Credits

Titel The Blair Witch Project
Originaltitel The Blair Witch Project
Genre Horror
Land, Jahr USA, 1998
Länge 87 Minuten
Regie Daniel Myrick, Eduardo Sánchez
Drehbuch Daniel Myrick, Eduardo Sánchez
Kamera Neal Fredericks
Schnitt Daniel Myrick, Eduardo Sánchez
Musik Tony Cora
Produktion Gregg Hale
Darsteller Joshua Leonard, Heather Donahue, Michael C. Williams
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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