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Mein Kind vom Mars

Martian Child

Drama, Komödie, Science-Fiction. USA 2007.

Regie: Menno Meyjes
Mit: John Cusack, Joan Cusack, Amanda Peet

Nach dem Tod seiner Verlobten gründet ein Schriftsteller eine Familie, in dem er einen sechsjährigen Buben adoptiert - der fest davon überzeugt ist, er würde vom Mars kommen!

Filmstart: 9. November 2007

John Cusack, gerade eben noch in der Stephen King-Verfilmung Zimmer 1408 mit einer Geister-Tochter konfrontiert, hat diesmal ganz andere Sorgen mit seinem Kind. Er spielt den exzentrischen Science-Fiction-Autor David Gordon, der den achtjährigen Dennis (Bobby Coleman) adoptiert. Der glaubt allerdings, vom Mars zu stammen. Auch wenn sich der frisch verwitwete Schriftsteller beruflich in solchen Welten herumtreibt, ist er dem Universum des kleinen Dennis anfangs nicht so ganz gewachsen. Der tut sich mit seinen Eigenheiten in der wirklichen Welt ein bisschen schwer: aus Gründen des Sonnenstrahlenschutzes ist er am liebsten in einer Pappschachtel unterwegs, die zum Mars vergleichsweise geringe Erdanziehungskraft versucht er, mit einem Gürtel aus Batterien zu kompensieren. Und außerdem hängt er ganz gerne im Fledermaus-Modus kopfüber vom Geländer -  so schließt man an der Schule nicht besonders leicht Freundschaften.
Trotz Unterstützung seiner Freundin Harlee (Amanda Peet, die jugendliche Beinahe-Geliebte von Jack Nicholson in Was das Herz begehrt) ist der Crashkurs in Vaterschaft für den allein stehenden Autor kein Kinderspiel. Auch hat seine Schwester (Cusacks tatsächliche Schwester und oftmalige Filmpartnerin Joan Cusack) einige ernst gemeinte Einwände gegen das gewagte Unterfangen.
Doch David lockt den kleinen Dennis hartnäckig mit Spitzbuben-Charme aus seinem Karton und macht ihm sein Appartement schmackhaft. "Betrachte es einfach als einen größeren Karton", schlägt er vor. Dennis’ Unsicherheit - nicht umsonst steht auf der Schachtel "zerbrechlich" - bekämpft er mit gemeinsamem Sachen-am-Boden-Zerschmeißen und viel Ballspielen. Auch die Hausregel "Keine Mädchen nach 10 Uhr abends" ist für den kleinen Marsianer kein Problem. Nur gelten draußen die Regeln der Erdlinge - und die werden von Schulen und vom Jugendamt besonders streng exekutiert. So steht nicht nur bald eine Überprüfung Davids väterlicher Qualitäten durch die Behörde an, sondern es naht auch noch sein nächster Abgabetermin - sein Agent Jeff (Oliver Platt) und seine strikte Verlegerin (Angelica Huston) machen Druck. Als dann noch einige seltsame Vorkommnisse und Dennis’ auffälliges Verhalten seine Herkunft tatsächlich fraglich machen, gerät die Sache aus den Fugen. Bis dahin ist sich David allerdings einer Sache längst sicher: er liebt Dennis mehr als jeder andere auf diesem Planeten, Mars hin oder her. "Ist es gut, wenn man wie alle anderen ist?" fragt ihn Dennis. Die Erkenntnis: Es kann nicht schaden, ein wenig anders zu sein.
Das dachte sich wohl auch Science-Fiction-Schriftsteller David Gerrold, dessen Kurzgeschichte Vorlage für diesen Film ist. Er verarbeitete darin seine Erfahrungen als schwuler Alleinerzieher eines anfangs verstörten Sohns. Das gleichermaßen possierliche Wuschelhaar-Duo Cusack-Coleman wird in der Verfilmung des Stoffes auf jeden Fall alle Herzen im Nu erobern.

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel Mein Kind vom Mars
Originaltitel Martian Child
Genre Drama/Komödie/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2007
Regie Menno Meyjes
Drehbuch Seth Bass, Jonathan Tolins
Kamera Robert D. Yeoman
Schnitt Bruce Green
Musik Aaron Zigman
Produktion Ed Elbert, David Kirschner, Corey Sienega
Darsteller John Cusack, Joan Cusack, Amanda Peet, Oliver Platt, Sophie Okonedo, Bobby Coleman, Richard Schiff
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Ein Film der die Herzen berührt

Ein herzzerreisender Film, für jeden gedacht der auf Gefühle und Emotionen steht. Und John Cusack spielt mit seiner Schwester Joan Cusack und Amada Peet (was das herz begehrt). Kurz gesagt ein toller Film!

13. November 2007
20:33 Uhr

von musik

So wünscht man sich die Cusacks!

Wie in High Fidelity haben die Cusacks wiedereinmal einen sehr guten und schönen Auftritt abgeliefert.
Auf jeden Fall sehenswert!

4. Februar 2008
10:12 Uhr

von Knolli6

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