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Merida - Legende der Highlands

Brave

Abenteuer, Animation. USA 2012. 100 Minuten.

Regie: Brenda Chapman, Mark Andrews

Prinzessin Merida trägt dunkelblau statt pinkem Glitter, ist verwegen, rothaarig und verdammt fix zu Pferd und im Bogenschießen: die perfekte Heldin fürs schottische Mittelalter, wo die kleine Revoluzzerin allerhand anstellt - im neuen, genialen Abenteuer aus der Pixar-Traumfabrik.

Filmstart: 2. August 2012

Prinzessin auf der Erbse? Von wegen! Merida lebt im Schottland des frühen Mittelalters. Den Dickschädel hat sie von ihrem Vater, König Fergus, geerbt. Der freundliche Riesenkerl nervt die Familie gern mit den ewigselben Erzählungen seiner Heldentaten. Zum Beispiel der von dem verzauberten Bären, der schuld an seinem Holzbein ist und immer noch die Wälder unsicher macht. Meridas kleine Brüder, freche Dreikäsehoch-Drillinge, sind ebenfalls gut im Schlimmsein. Meridas Mutter, die gebildete, liebenswerte und elegante Königin Elinor, hat also einige Mühe, ihre königliche Rasselbande im Zaum zu halten.

Doch große Veränderungen stehen ins Haus. Während die Brüderchen mit Schabernack beschäftigt sind, muss sich Merida mit Lebensentscheidungen auseinandersetzen: Sie soll verheiratet werden. Die Söhne aller Clans ihres Königsreichs müssen um sie rittern. Elinor steckt Merida in ein Kleid, verbannt ihre widerspenstige rote Haarpracht unter eine strenge Spitzenhaube, und schon gehts los mit der Eheanbahnung. Doch sie hat nicht mit Merida gerechnet: Die Prinzessin hats nicht so mit Tradition und Zwangsverehelichung und kann zudem dem pickeligen Prinzennachwuchs so gar nichts abgewinnen. Und was macht ein Wildfang von einem Mädel, wenns zu viele Vorschriften hagelt? Genau, ab aufs Pferd und über die Highlands losgebrettert. Und wenn man auf die eigene Mutter mal so richtig angefressen ist, dann kanns durchaus sein, dass man aus Zorn einen ordentlichen Blödsinn anstellt: Merida trifft im Wald auf eine schrullige alte Hexe. Und bei der bestellt sie eine an sich harmlose Wunscherfüllung: Die Mutter möge sich doch bitte ändern. Merida hat nicht die geringste Ahnung, was sie damit anstellt – denn kurz später treibt nicht nur der geheimnisvolle alte Clan-Chef, der einst ihren Vater verstümmelt hat, als ewiger Killer-Bär sein Unwesen, sondern auch Königin Elinor hat eine, ähm, andere Figur. Und Pfoten. Und einen dicken Pelz. Eine Verwechslung könnte tödliche Folgen haben. Merida hat nun genau eine Nacht Zeit, um den Zauber rückgängig zu machen, die ja schließlich doch fürchterlich geliebte Mutter zurückzuholen und einen Clan-Krieg zu verhindern …

Prinzessin Merida ist nicht nur die erste weibliche Pixar-Heldin, sondern die coolste Socke seit Pippi Langstrumpf. Sie setzt ihren Kopf durch und schafft es auch noch, unerschrocken die doofsten Fehler auszubügeln. Mit Locken, Bogen und Mut zur Selbsterkenntnis möchte man mit diesem Mädel in den schottischen Sonnenuntergang reiten. Und die Prinzen, die können sich ruhig noch ein bisschen Zeit lassen: Rock on!

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel Merida - Legende der Highlands
Originaltitel Brave
Genre Abenteuer/Animation
Land, Jahr USA, 2012
Länge 100 Minuten
Regie Brenda Chapman, Mark Andrews
Drehbuch Brenda Chapman
Schnitt Nicholas C. Smith
Musik Patrick Doyle
Produktion Katherine Sarafian, Andrew Stanton, John Lasseter, Pete Docter
Stimmen in der OV Kelly Macdonald, Billy Connolly, Emma Thompson, Julie Walters, Robbie Coltrane, Craig Ferguson
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Der englische Titel...

...ist aber schon um einiges cooler. Hätte man auch beibehalten können/sollen!

29. April 2012
00:08 Uhr

von Evil0Kathi

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