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All the Boys Love Mandy Lane

All the Boys Love Mandy Lane

Horror, Psychothriller. USA 2006. 88 Minuten.

Regie: Jonathan Levine
Mit: Amber Heard, Anson Mount

Alle stehn auf die süße Mandy. Manche so sehr, dass es richtig ungesund wird. Vor allem für die anderen. Astreiner Teenie-Slasher-Horror mit bedingungsloser Genretreue, sehr viel Blut - und österreichischer Beteiligung.

Filmstart: 1. August 2008

Große blaue Kulleraugen, ein erdbeerroter Kussmund, seidenweiches Blondhaar und ein Körper, der nur dazu geschaffen scheint, sich hingebungsvoll an einen muskulösen Kerl zu schmiegen. Und doch darf keiner ran. Mandy Lane (Amber Heard), das schönste Mädchen der Highschool, ist bekennende Jungfrau – was ihr Lächeln an süßen Genüssen verheißt, ist fest verschlossen hinter ihrer eisernen Konsequenz.
Über den Sommer geschah es: Gerade noch war Mandy ein unauffälliges kleines Mädchen, jetzt ist sie die Prinzessin am Schulhof. Jede Menge neue Freunde scharen sich um sie, während alte Weggefährten zurückbleiben – wie etwa Emmet, der sich immer mehr zum freakigen Einzelgänger entwickelt, Mandy von fern beobachtet und die ganzen oberflächlichen Schul-Stars zutiefst verachtet. Und umgekehrt: Als bei einer Pool-Party einr von Mandys Verehrern bei einem völlig idiotischen Versuch, ihr zu imponieren, einen schrecklichen Tod findet, geben alle Emmet die Schuld. Nicht ganz zu Unrecht.

Da ist ein netter Ausflug aufs Land gerade die richtige Abwechslung für die arme Mandy. Der gutaussehende Red aus reichem Hause lädt ein paar Mitschüler übers Wochenende in die verwaiste Ranch seiner Eltern – dass Mandy nur deshalb dabei sein soll, damit sie endlich flachgelegt werden kann, ist allen klar außer ihr selbst. Und so findet sie sich kurze Zeit später in Reds Jeep, gemeinsam mit dem dauerkiffenden Bird, dem überheblichen Jake, der magersüchtigen Cloe und der biestigen Marlin, auf dem Weg in ein Weekend, das keiner von ihnen bis zu ihrem Lebensende je vergessen wird können. Hauptsächlich deshalb, weil besagtes Lebensende schon sehr, sehr nahe ist.

Das Genre des Teenie-Slasherfilms war in den Siebzigern und Achtzigern eine äußerst beliebte B-Movie-Klasse. Wes Craven löste in den Nineties mit seinen Scream!-Filmen ein heftiges Revival aus – doch anders als die Originale arbeitete er mit mehr Ironie als Blut, und nahm die oft cöllig irrwitzigen Stories um wahnsinnige juvenile Killer ordentlich auf die Schaufel.

Der junge Filmemacher Jonathan Levine dagegen besinnt sich in seiner Low-Budget-Produktion auf die ureigenen Qualitäten des Teenie-Slasher-Genres. Junge, unbekannte Darsteller, die sich mit bemerkenswertem Körpereinsatz ins Zeug legen, und eine Story, die sich weniger um erzählerische Stringenz kümmert als um die wahren Werte des Teenie-tums: Sex, Party, Spiel mit dem Feuer. Erfrischend konsequent lässt Levine seinen von wahnsinniger Liebe getriebenen Serienmörder mit den vergnügungssüchtigen Hausgästen Katz und Maus spielen, hier wird richtig gekillt, brutal und blutig, und nicht augenzwinkert ins Jenseits befördert. Und das zum bitteren Finale, das das Konzept vom „Schlammcatchen“ auf eine ganz neue Ebene bringt – und endlich klarstellt, wer in diesem sinistren Kammerspiel aus Fleisch und Blut nun eigentlich wirklich der Böse ist. Oder doch nicht?

Entstanden ist dieser saftige Horrorstreifen übrigens unter österreichischer Federführung: Als Produzent fungiert der ehemalige Journalist und Hollywood-Auswanderer Joe Neureuther.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel All the Boys Love Mandy Lane
Originaltitel All the Boys Love Mandy Lane
Genre Horror/Psychothriller
Land, Jahr USA, 2006
Länge 88 Minuten
Regie Jonathan Levine
Drehbuch Jacob Forman
Kamera Darren Genet
Schnitt Josh Noyes
Musik Mark Schulz
Produktion Joe Neurauter
Darsteller Amber Heard, Anson Mount, Whitney Able, Michael Welsh, Melissa Price
Verleih Senator Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

ist ok ..

ich hab den film vor kurzem gesehn und ich hab mir nicht viel erwartet .. doch ich war positiv überrascht und muss sagen dass er mir doch recht gut gefallen hat..

13. August 2008
18:45 Uhr

von misspink

ein klein wenig Horror

Ist jetzt nicht das super Horrorwerk, aber einmal ansehen schadet nicht. Anfangs ist es etwas langweilig doch das Ende überrascht und macht den Film interessanter.

8. September 2008
13:33 Uhr

von Knolli6

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