Filminfo zu

Akte X - Jenseits der Wahrheit

The X-Files: I Want to Believe

Mystery, Science-Fiction. Kanada, USA 2008.

Regie: Chris Carter
Mit: David Duchovny, Gillian Anderson

I want to believe. Oft reicht es eben, fest genug daran zu glauben, dann werden die schönsten Kino-Visionen wahr: Mulder und Scully sind aus der Frühpension zurück!

Filmstart: 25. Juli 2008

 

Die Wahrheit. Egal, wie sehr man glaubt, ohne seine Lieblings-TV-Serie nicht leben zu können – das Gesetz der Serie kennt kein Happy End: Einmal kommt sie, unausweichlich – die Final Season. Dann kann man sich nur mehr an einen allerletzten Strohhalm klammern, der die entstandene Leere zu füllen imstande wäre: der Kinofilm. Die Wartezeit lässt sich mit Sendern ganz hinten in der Programmreihenfolge überbrücken, wo zu nachtschlafener Zeit lieblos Wiederholungen heruntergespult werden, bestenfalls. Ganze sechs dieser freudlosen Jahre hat die X-Philes-Gemeinde jetzt hinter sich, seit mit der Doppelfolge Die Wahrheit zwar längst nicht alle Geheimnisse gelüftet worden sind, aber die Kult-Serie (jawohl, Akte X ist Kult!) eingestellt worden ist. Jetzt ist endlich (Ent-)Spannung angesagt: Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) ermitteln wieder.

Verschwörung des Schweigens. Wer sich jetzt eine Filmbeschreibung erwartet, der muss an dieser Stelle eiskalt enttäuscht werden. Jedermann kann getrost weiterlesen, die Spoiler-Gefahr ist gleich null. Und schuld daran ist niemand geringerer als Chris Carter, Schöpfer und Hüter des X-Files-Universums und Regisseur des zweiten Kinofilms. Er hat nämlich überhaupt keine Lust, den Inhalt seines Babys vorab im Internet ausgebreitet zu wissen. "Ich vergleiche diesen Film mit einem Weihnachtsgeschenk, und das soll eben zu Weihnachten geöffnet werden und nicht vorher." Aha, Weihnachten fällt heuer also in den Juli. Über die Story des Films wird natürlich trotzdem fleißig spekuliert. Wenig zu wissen, viel zu vermuten und alles zu glauben war neun Serienstaffeln und einen Kinofilm lang schließlich das tägliche Brot der eingefleischten Akte X-Fans.

Die Prophezeihung. Fest steht vorab nur: Mit der Akte X-Mythologie, dem roten Faden der Serie, der Verschwörung rund um die bevorstehende Alien-Invasion auf der Erde, hat der Kinofilm nichts am Hut. Die Wahrheit ist irgendwo da draußen, nur diesmal eben nicht außerirdisch. Vielmehr, so viel verrät Mastermind Carter der gierigen Fangemeinde und allen, die sich ihr ab sofort anschließen möchten, kann man sich auf einen gruseligen Mystery-Thriller mit einer großartigen Mulder-Scully-Story gefasst machen. Ist das etwa ein Hinweis auf eine große Liebesgeschichte zwischen den beiden so unterschiedlichen Agenten? Frage an David Duchovny: "Soll das heißen, die Beziehung zwischen Mulder und Scully wird ganz neue, verrückte Wege gehen?" Die ernüchternde Antwort: "Ja, möglicherweise." Gut, war ja klar, dass gerade dieses Detail nicht vorab enthüllt werden wird.

Täuschungsmanöver? Fassen wir also zusammen, was wir wissen. Oder zu wissen glauben. Ein unheimlicher Fall beschäftigt das FBI. Ein Priester (Billy Connolly), von schrecklichen Visionen geplagt, spielt dabei eine zentrale Rolle. Treibt etwa ein Serienkiller sein Unwesen? Die zuständige Agentin (Amanda Peet) ist überzeugt: Die Lösung dieses Falles erfordert die Mitarbeit von zwei alten Hasen - und holt Fox Mulder und Dana Scully zurück an die Front. Und wenn alles mit rechten Dingen zugeht, dann heißt es ab diesem Moment wieder: Leidenschaft kontra Wissenschaft. Während Mulder offen für das Paranormale ist, wird Medizinerin Scully sämtlichen auftretenden unerklärlichen Phänomenen ihre messerscharfe Rationalität entgegenschleudern. Neben Neuzugang Amanda Peet sorgt auch Rapper Xzibit als FBI-Agent für frischen Wind in den verstaubten Kellerräumen, in denen das Bureau die ungeliebten X-Akten zu verstecken pflegt. Vielleicht ist alles aber auch ganz anders. Wie heißt es so schön: Trust no one.

Text:  Dina Maestrelli

SKIP-Tipp

Da ist es endlich wieder, das eindringliche Synthesizer-Pfeifen aus der Werkstatt des Komponisten Mark Snow, die Kennmelodie der Mystery-TV-Serie, die Fans Schauer der Vorfreude über den Rücken jagt. Endlich werfen Scully und Mulder einander wieder vielsagende Blicke zu. Endlich hat das unerträgliche Warten ein Ende. Eigentlich ist fast alles wie früher, nur die Aliens, die haben diesmal Sendepause. Macht aber nix. Mulder und Scully sind so mit sich selbst und mit einander beschäftigt, da muss ein hellseherisch veranlagter Priester genügen. Und Chris Carter hat versprochen, weiterzumachen, wenn dieser Film ein Erfolg wird. Diese Chance, in einem weiteren Film mehr über das Alien-Regierungs-Verschwörungskomplott zu erfahren, werden wir uns doch nicht entgehen lassen wollen, oder?

SKIP-Tipp von Dina Maestrelli

Credits

Titel Akte X - Jenseits der Wahrheit
Originaltitel The X-Files: I Want to Believe
Genre Mystery/Science-Fiction
Land, Jahr Kanada/USA, 2008
Regie Chris Carter
Drehbuch Chris Carter, Frank Spotnitz
Kamera Bill Roe
Schnitt Richard A. Harris
Musik Mark Snow
Produktion Frank Spotnitz, Chris Carter
Darsteller David Duchovny, Gillian Anderson, Billy Connolly, Mitch Pileggi, Amanda Peet, Xzibit
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

10 Kommentare

UFOs über Österreich

Welcome back Mulder & Scully! An alle Fans der X-Files: Schaut mal auf myvideo.at. Da gibt es einen spannenden Videocontest zum neuen Akte X-Film. "UFOs über Österreich". Könnte sehr witzig werden. Gewinnspiel ist auch dabei.

4. Juli 2008
10:35 Uhr

von DinoLatino

Very Scary

Endlich nach 6 Jahren mulder und scully wieder vereint.... freu mich schon total =)

17. Juli 2008
11:21 Uhr

von Norma4

Erwartungsvoll

Hoffentlich wirds ein guter film ;)
Nach dem letzten kann man ja nur sehr gutes erwarten! Und wenn er ein bisschen mysteriös wird ists perfekt!

17. Juli 2008
13:23 Uhr

von NeocronIV

Excited

Ich hatte schon gedacht wir werden nie einen neuen Film bekommen aber jetzt ist er fast da. Ich kanns nicht erwarten ihn zu sehen. Ich bin sicher dass der Film toll ist und wenn nicht, dann was solls. Es sind Mulder und Scully auf der Großleinwand. Das reicht mir völlig *lol*

19. Juli 2008
23:48 Uhr

von pandora13

Der Film hält, was er versprochen hat! I still believe in the X-Files :-)

I want to believe....Akte X - Jenseits der Wahrheit

Der 2. Akte-X Film "I want to believe", von Machern Chris Charter und Frank Spotnitz mit den weltweit bekannten Schauspielern David Duchovny und Gillian Anderson in den Hauptrollen, ist ab 25. Juli auch in den österreichischen Kinos zu sehen.

Bei der Premiere am 22. Juli in der Lugner City konnte man Mulder und Scully sogar schon vor der Premiere in LA (23. Juli) und der Londoner Premiere (am 30. Juli) bei ihren Ermittlungen beobachten. Mulder ist im Vergleich zu früher etwas „stärker“ geworden und hat sich zur Freude der Fans im Laufe des Films den Bart zum Glück wieder abrasiert. Leider wurde Mulder nicht vom üblichen Synchronsprecher synchronisiert und erinnert daher stark an Ben Affleck.

Der Film bietet jede Menge Spannung und Actionszene und ist sowohl für eingefleischte Akte X Fans empfehlenswert, als auch für neue Zuseher geeignet, die bisher keinen Kontakt mit dem ersten Film oder mit der Serie hatten, da die Handlung wirklich kein Vorwissen erfordert, jedoch ein wenig an Tiefe verliert, wenn man bei den Gesprächen zwischen den beiden Hauptcharakteren keine eigenen Schlüsse aufgrund der Vergangenheit der beiden ziehen kann.

Für treue Fans sind doch ein paar „Schmankerl“ enthalten. Die Bleistifte an der Decke sind eine Anspielung an eine von Stephen King geschriebene Episode „Die Puppe“ und auch einen Schauspieler, der in zwei Folgen kleinere Nebenrollen (u.a. als Magier) hatte, kann man wieder entdecken. Das Ende hat zur Freude vieler einmal Hand und Fuß und lässt nicht, wie in der Serie üblich, noch mehr Fragen als zu Beginn offen.

Ein Tipp für die künftigen Kinobesucher: Bitte bis zum Schluß (Ende des Abspanns) sitzen bleiben, dann erwartet Euch noch eine nette und überraschende Schlußszene. So eine Szene hat man in 9 Jahren X Files noch nie gesehen!

23. Juli 2008
00:40 Uhr

von daniela101

Fahndungsbefehl für abhanden gekommene Spannung

Das FBI feiert dieser Tage sein 100-jähriges Bestehen. Passend zum Jubiläum erschien die neue X-Akte im Kino. Leider ist das, was zwischen den Aktendeckeln hervorkommt weder mysteriös noch spannend.

Dana Scully (Gillian Anderson), mittlerweile hauptberuflich Ärztin, und Fox Mulder (David Duchovny), nun vollzeitig spooky, werden von der smarten FBI-Agentin Dakota Whitney (Amanda Peet) zu einem Entführungsfall hinzugezogen. Die Story ist ein Mischmasch aus ekelhaften Tier- und Menschenversuchen, bösen Russen und halbgaren Visionen eines pädophilen Priesters. Aliens und Weltverschwörung gibt's diesmal keine.

Ungewohnt intensiv herausgearbeitet wurde die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Scully und Mulder - und das ist gut so. Wenngleich die dt. Übersetzung unsinnig klingt: die beiden sind per-du, sprechen sich aber weiter mit Nachnamen an. Außerdem wirkt Duchovnys neue Synchronstimme wie ein akustischer Fremdkörper.

Wer auf die Spannung wartet, sollte besser einen Fahndungsbefehl rausgeben. Neuen Charakteren wie Agent Dakota Whitney wird zu wenig Platz eingeräumt, bei alten Haudegen wie Assistant Director Walter Skinner reicht's überhaupt nur für ein Cameo.

Schade um die vergebene Chance.

27. Juli 2008
12:15 Uhr

von elvellon

Kann elvellon nur recht geben!!

TV-Serien sollten TV-Serien bleiben...

(und was hab ich jetzt verpasst, weil ich nicht bis nach dem Abspann geblieben bin?)

28. Juli 2008
15:20 Uhr

von HimBär

der Akte ging das X verloren

Wer nach dem ersten Kinofilm vorab auf diesen setzt, hat leider schon verloren. Nichts Neues und schon überhaupt nichts mysteriöses. Der Film erreicht nicht einmal die Qualität/Spannung einer Folge. Zwar kann ihm eine logische Fortsetzung "viele Jahre später..." nicht ganz abgesprochen werden, jedoch - deswegen zahlt man nicht den Kinoeintritt.

Alte Klischees werden bedient, wie böse Russen mit seltsamen Operationsmethoden, als wäre man noch im letzten Jahrhundert. Keine neuen Ideen, weder inhaltlich noch bildlich.

Sehr enttäuschend.

28. Juli 2008
18:40 Uhr

von BettyOne

Der Kult ist zurück!

Endlich ein neuer Akte X Film. Der Pflichttermin für alle Fans. Wirklich empfehlenswert.

10. September 2008
13:52 Uhr

von JamesBond007

Passable Thriller-Spannung + Romantik

Den Titel 'X-Files' verdient er nicht so richtig, weils nichts wirklich paranormales gibt (außer Father Joe's "Visionen") - - - aber wen kratzt das schon?? wenn sie uns jetzt endlich ein Blick in die Zukunft / 6 Jahre später gegeben haben - und ich finde, sie habens absolut glaubwürdig rübergebracht - Scully als Ärztin + Mulder versteckt sich + endlich sind sie zusammen......! Das ist Seelenbalsam für jeden Fan. Obwohls nur ein paar Szenen sind, muss man doch jedes Mal kurz den Film anhalten vor lauter Entzücken. (Kein Wunder, dass die 2 zum beliebtesten Kinopaar gewählt wurden) Süß!!

PS: Ein Tipp auf der DVD: Die Gag-Reel ist echt komisch, besonders Gillian Anderson, die flucht, was das Zeug hält und dabei grinst wie ein Sonnenschein +lol+

13. April 2009
14:14 Uhr

von mevah

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