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X-Men Origins: Wolverine

X-Men Origins: Wolverine

Action, Comic-Verfilmung, Fantasy. USA 2009. 107 Minuten.

Regie: Gavin Hood
Mit: Hugh Jackman, Liev Schreiber, Ryan Reynolds, Danny Huston

In seiner Paraderolle als Wolverine kehrt Hugh Jackman auf die Leinwand zurück: Wütender, wilder und noch animalischer als früher lässt er die Muskeln spielen. Zu spüren bekommen das Deadpool (Ryan Reynolds), Gambit (Taylor Kitsch) und natürlich Erzfeind Sabretooth (Liev Schreiber).

Filmstart: 29. April 2009

Weapon X, ein geheimes Militärprogramm unter der Leitung von William Stryker (Danny Huston), machte aus dem Mutanten James Howlett, genannt Logan, die praktisch unzerstörbare Kampfmaschine Wolverine.  Logans gesamtes Skelett wurde mit dem Metall Adamantium überzogen - eine grausame Prozedur, die er nur dank seiner unglaublich stark ausgeprägten Selbstheilungskräfte überleben konnte. So weit, so bekannt. Aber wie kam es dazu - und was geschah, bevor Wolverine bei den X-Men landete?

Strykers Freude über den von ihm geschaffenen Supersoldaten währte nur kurz: Trotz Gehirnwäsche und Manipulation seiner Erinnerungen war Wolverine unkontrollierbar, ein wütendes Geschöpf, das nur Rache im Sinn hatte. Die Kreatur tanzte nicht lange nach der Pfeife ihres Schöpfers - um sie an die Leine zu legen, waren ebenbürtige Gegner nötig. Und Stryker hatte sie zur Hand: Da wäre zum Beispiel Wade Wilson alias Deadpool (Ryan Reynolds), ein versierter Schwertkämpfer und Scharfschütze, der allerlei Hi-Tech-Gadgets nutzt, um seine Gegner fertigzumachen. Und natürlich Wolverines Todfeind, sein Bruder Victor Creed, der berüchtigte Sabretooth (Liev Schreiber). Wie Wolverine kann sich auch der diabolische Sabretooth in kürzester Zeit von fast jeder Verletzung erholen, hat hochsensible Sinnesorgane und verbesserte Reflexe. Es gab eine Zeit, da standen sich Logan und Victor nahe, kämpften Seite an Seite in den Weltkriegen, in Vietnam und in Col. Strykers Team X, einer ausschließlich aus Mutanten zusammengesetzten Einheit. Von Strykers fragwürdiger Moral und Victors unstillbarem Blutdurst angewidert, kehrte Wolverine dem Team X den Rücken, zog sich in die kanadischen Rockies zurück und fand in Kayla Silverfox (Lynn Collins) seine große Liebe. Doch die Idylle war nicht von Dauer: Kayla stirbt in Logans Armen, umgebracht von Victor. Nachdem er als Kind Zeuge der Ermordung seines Vaters geworden war, ist es nun bereits das zweite Mal, dass Logan den gewaltsamen Tod eines geliebten Menschen mitansehen muss. Es ist mehr, als er ertragen kann. Angetrieben, vom unbändigen Wunsch, Sabretooth zu vernichten, landet Logan wieder bei Stryker und stellt sich für das Weapon X-Experiment zur Verfügung: Er will sich endgültig in Wolverine verwandeln ...

Als Wolverine das erste Mal im Kino seine Klauen glänzen ließ, war Hugh Jackman nicht mehr als ein durchtrainierter Feschak aus Down Under. Das war 2000. Zwischen damals und heute liegen kurz gesagt zwei enorm erfolgreiche X-Men-Sequels, der Titel des Sexiest Man Alive (2008) und eine Oscar-Moderation, bei der sich Jackman als ausgezeichneten Sänger und Tänzer "outete". Doch jetzt ist vorerst Schluss mit Musical-Nummern, gefragt sind wieder Muskeln und Krallen, Mutanten und ihre Superkräfte. Im ersten X-Men-Spin-off (ein weiteres rund um Magnetos Biografie ist in Vorbereitung) entführt uns Regisseur Gavin Hood (sein Film Tsotsi gewann 2006 den Auslandsoscar) nicht nur in Wolverines gewaltätige Vergangenheit zwischen der Ermordung seines Vaters, dem Team X und dem Verlust seiner großen Liebe, sondern bringt einige der lässigsten Mutanten zu Kinoehren: So hat etwa der im wahrsten Sinne des Wortes explosive Gambit (Taylor Kitsch) endlich seinen großen Auftritt. Zum Team X gehören neben Logan und Victor noch der versierte Kämpfer Agent Zero (Daniel Henney), Lost-Star Dominic Monaghan als die Elektrizität manipulierender Bradley, Rapper Will.i.Am als Teleporter Kestrel, sowie der 300 Kilo schwere, fette Fiesling Blob (Kevin Durand). Wir lernen die Telepathin Emma Frost kennen, deren undurchdringliche Haut sie vor Angriffen schützt, sowie einen "alten" Bekannten aus der X-Men-Trilogie: den jungen Scott Summers, den wir als X-Men-Anführer Cyclops kennen. Deadpool ärgert Wolverine mit seinen kunstvoll geführten Schwertern, und vor den brutal mit persönlicher Verachtung gewürzten Duellen zwischen Sabretooth und Wolverine kann man sowieso nur niederknien. Weil aber eine ordentliche Comic-Verfilmung mehr braucht, als genial choreographierte Zweikämpfe, hat man David Benioff für das Drehbuch geholt: Als Riesen-Wolverine-Fan ging für den Autor hinter Filmen wie 25 Stunden und Der Drachenläufer mit diesem Engagement ein Kindheitstraum in Erfüllung - wenn auch einer mit großer Verantwortung. Denn Wolverine zählt, spätestens seit Hugh Jackman ihn so dermaßen überzeugend verkörpert, zu den beliebtestens Comic-Helden aller Zeiten. Und wie immer, wenn die Figur Kult und die Fangemeinde groß ist, sind die Erwartungen hoch. Doch ein Blick in den Trailer genügt, um alle Zweifel zu zerstreuen: Wolverine bekommt hiermit endlich den Film, den sich der grantige Draufgänger längst verdient hat.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel X-Men Origins: Wolverine
Originaltitel X-Men Origins: Wolverine
Genre Action/Comic-Verfilmung/Fantasy
Land, Jahr USA, 2009
Länge 107 Minuten
Regie Gavin Hood
Drehbuch Skip Woods, David Benioff
Kamera Donald McAlpine
Schnitt Megan Gill, Nicolas De Toth
Musik Harry Gregson-Williams
Produktion Kevin Feige, Hugh Jackman, John Palermo, Lauren Shuler Donner, Ralph Winter
Darsteller Hugh Jackman, Liev Schreiber, Ryan Reynolds, Danny Huston, Lynn Collins, Daniel Henney, Taylor Kitsch, Kevin Durand, Dominic Monaghan
Verleih Centfox

5 Kommentare

lange erwartetes Spin Off

ich bin ja gespannt auf den Film die Xmen Saga (1-3) war für mich zu kindlich an manchen Stellen der Film wirkt um vieles erwachsener und cooler...

das einzige was ich blöde finde ist das Cornel Stryker (Brian Cox) der Wolverine in das verwandelt was er ist durch einen anderen ersetzt worden ist....

von Magneto soll auch ein Spin Off produziert werden...

1. März 2009
11:20 Uhr

von Alec20

Wooooooooooolverine

Also eigentlich war Wolverine schon immer mein Lieblingsheld, all seine Fähigkeiten und Eigenschaften wirken für mich realistischer als bei so manch anderen Helden ! Die Fähigkeit sich zu regenerieren und sogar dem Tod zu entgehen ist verblüffend. Jetzt da endlich der Film mit diesem Schauspieler der ideal in diese Rolle passt, sein eigene Kinoleinwand hat bin ich äusserst gespannt wie die Umsetzung sein wird und ob die Altersfreigabe nicht zu niedrig angesetzt und dadurch die Atmosphäre zerstört wird. Also lasst uns gespannt sein ....... Woooooolverine !!!!!!

19. März 2009
19:23 Uhr

von waity75

Hugh in seiner besten Rolle!

Hugh Jackman hat wieder einmal gezeigt warum gerade er den Wolverine spielt. Der Film war voller Action, Spannung und die Kameraführung hat dem Zuschauer das Gefühl gegeben mitten drin zu sein.
Schade fand ich, dass Ryan Reynolds nur so eine Minirolle bekam.
Dominic Monaghan, der süße Hobbit aus Herr der Ringe oder Charlie aus LOST, hat zwar auch nur eine kleine Rolle bekommen, aber trotzdem gezeigt was er drauf hat!
Aaron Jeffery und Myles Pollard aus der Serie McLeods Töchter waren zwar nur für ein paar Sekunden auf der Leinwand zu sehen, aber dafür haben sich der Neuseeländer und Australier von einer, eher mit weiblichen Publikum angesiedelten, australischen Serie zu einem Spitzenmovie ganz schön gesteigert!
Sehr enttäuschend fand ich, dass Patrick Stewart beim Dreh wohl nicht anwesend war und er hinein geschnitten wurde. Das schlimme daran war nur, dass es so schlecht ausgesehen hat. Da war wohl dann schon die Kraft und das Budget zu Ende!
Vielleicht nicht die beste Comicverfilmung, aber ich würde ihn mir nochmal ansehen!

29. April 2009
10:10 Uhr

von Knolli6

Gelungener Film! Los, ab ins Kino und ansehn!

Mit voller VORFREUDE ins Kino und sehr ZUFRIEDEN wieder raus!
Hugh Jackman als Wolverine - fantastisch!
Die Actionszenen sind toll und zum Lachen gabs zwischendurch auch was [Fahrstuhlszene *gg*]!
Man erfährt wirklich viel, aber am Anfang gehts nach meinem Geschmack etwas zu schnell. Es hätte noch mehr ausgebaut werden können, zwar hätte der Film dann länger gedauert, aber mich hätte es nicht gestört.
Ich hoffe das ein 2. Teil kommt, da noch viel erzählt werden kann.
Hugh Jackman ist einfach ein Augenschmaus, tja den Sexiest Man Alive hat er sich wirklich verdient!
Kann den Film nur weiter empfehlen und ich setz mich auf jeden Fall noch mal rein!

2. Mai 2009
20:50 Uhr

von 0o0invincible0o0

Gezähmter Wolverine ... enttäuschend

Hugh Jackman gibt sein bestes und auch Liev Schreiber ist ganz schön fies - aber das wars dann auch schon. Wolverine ist leider eine rechte Enttäuschung geworden, viel Hype um Nichts sozusagen. Schade um eine tolle Figur, die für ein liebloses, runtergenudeltes Sequel herhalten musste, um Geld in die Kassa zu spülen.

5. Mai 2009
18:16 Uhr

von Troublemaker

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