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Max Payne

Max Payne

Thriller. USA 2008. 112 Minuten.

Regie: John Moore
Mit: Mark Wahlberg, Beau Bridges, Chris O´Donnell

Stylishe Mystik-Horror-Action: Ein Ex-Cop (Mark Wahlberg) rechnet mit den Mördern seiner Familie ab und schlittert in einen Albtraum ohne Wiederkehr.

Filmstart: 21. November 2008

Höllische Halluzinationen - als hätten sie eine Familienportion Fliegenpilzragout mit Tollkirschensaft runtergespült - scheinen die Freaks in den finsteren Löchern New Yorks neuerdings reihenweise in den Selbstmord zu treiben. Alle Opfer tragen von uralten Wikinger-Mythen inspirierte Tattoos. Und sie waren auf einer speziellen Droge, die keiner kennt und von der niemand weiß, wo sie herkommt. Manchmal sind die Opfer auch in Streifen geschnitten, regelrecht abgeschlachtet. Es trifft fertige Junkies genauso wie rattenscharfe Partygirls (Olga Kurylenko in einem erinnernswert kurzgewandeten Kurzauftritt). In Max Payne (Mark Wahlberg) regt sich aber bei dem Anblick der übel zugerichteten Leichen kaum Mitleid. Seit nämlich genau solche runtergekommenen Giftler seine Frau und sein Kind in seinem Haus, beinahe vor seinen Augen, kaltblütig ermordet haben, hat Max nicht mehr allzu viele Gefühlsregungen. Mit Ausnahme der einen, die nun sein Leben beherrscht: Rachsucht. Freunde hat Max auf seiner kompromisslosen Mission, die Mörder seiner Familie zu stellen, nicht viele behalten können. Der einflussreiche BB (Beau Bridges) ist einer von ihnen. Er haut Max immer dann raus, wenn es wirklich eng wird. Aber auch BBs Ast könnte in diesem Fall zu kurz werden: Hinter den düsteren, spukhaften Vorgängen in den dreckigen Hinterhöfen der Stadt verbirgt sich ein riesiger, international agierender Pharmakonzern, der sich sicher nicht von einem abgehalfterten Cop in die Suppe spucken lässt. Schließlich arbeitet man im Auftrag der Regierung an einer neuen, militärischen Wunderwaffe. Die ist aber anscheinend ziemlich außer Kontrolle geraten. Und wie sehr Max mit all dem in Verbindung steht, ist ihm noch gar nicht klar. Aber er wird es schon noch zu spüren bekommen ...

New York glitzert in permanentem Schneetreiben, im East River treiben die Eisplatten, darunter die betonbeschuhten Leichen aus zehn Epochen Verbrechertum und Mafia- Umtriebe. Tiefschwarz ist dieser Thriller, ein Neo-Noir-Streifen stylishster Machart, und er trifft genau ins Schwarze, wenn er uns in durchästhetisierter Zeitlupe zu dem Schluss bringt, dass die Mafia heute nicht mehr aus pistolenschwingenden Kleinganoven, sondern aus verträgeschwingenden Konzernbossen besteht, denen rein gar nichts aufs selbstgefällige Gewissen schlägt - und dass Gerechtigkeit letztendlich eine mystische Kraft ist, die sich nicht kaufen lässt. In dieser Hinsicht folgt der Film in schöner Chronologie dem Videogame von 2001, das die weltweite Zockergemeinde schon damals als Mischung aus harter Crime Fiction, Politverschwörung und Supernatural-Elementen vor Begeisterung singen ließ.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Max Payne
Originaltitel Max Payne
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2008
Länge 112 Minuten
Regie John Moore
Drehbuch Beau Thorne basierend auf dem Videogame
Kamera Jonathan Sela
Schnitt Dan Zimmermann
Musik Marco Beltrami
Produktion Scott Faye, John Moore, Julie Yorn
Darsteller Mark Wahlberg, Beau Bridges, Chris O´Donnell, Mila Kunis
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

sagenhaft schlecht

ich hatte die "ehre" bei der premiere im lugner-kino dienstag abends dank zweier gewonnener karten dabei zu sein und war durchaus gespannt auf den film und guter dinge bezüglich der inszenierung von john moore; mitunter auch wegen der besetzung der hauptrolle.
auch kenne ich beide teile des pc-spiels sehr gut.

das ergebnis stellt sich allerdings als derart peinlich dar, dass einem die sprichwörtliche spucke wegbleibt. sowohl die visuelle inszenierung als auch der inhalt bzw die dialoge und deren deutsche übersetzung waren dermaßen schlecht und weit entfernt von der coolness der beiden spiele, dass ich jedem nur dringend davon abraten kann, sich den abend durch diesen film zu beschmutzen.

20. November 2008
10:34 Uhr

von olafdernormanne

Ich fand ihn gut !

warum der film euch womöglich nicht gefällt is weil er nichts mit dem spiel zu tun hat !!

ich fand den film sehr actionreich ! die handlung ist sehr interessant, auch mal was anderes als immer diese typischen actionfilme ! ;D
tolle schauspieler !!

hat mir sehr gut gefallen !!
Sehenswert !
LG

27. November 2008
01:27 Uhr

von princezzin_

Spannende Walküren-Mystery

"Max Payne" ist nicht schlecht ... trotz Mark Wahlberg in der Hauptrolle! Damit ist schon mal viel gewonnen. Die aus der nordischen Mythologie entnommenen Mystery-Elemente sorgen für Atmosphäre:: der Flug der Walküren ebenso wie jener der Schneeflocken ;-) Auch das Wortspiel mit der Bar Rag-na-Rock zu Ragnarök, dem Weltuntergang, passt gut ins vereiste New York. Vom Gesamteindruck erinnert der Film stark an "Constantine"
Was die Damenwahl angeht, wäre mir Milla Jovovich lieber gewesen als Mila Kunis und Olga Kurylenko zusammen. Die beiden letztgenannten Damen sind zwar hübsch, das war's aber dann auch schon. In ihren Bann ziehen sie einen nicht gerade.
Als negativ hervorzuheben ist die Synchronisation. In Summe bietet "Max Payne" aber trotz allem gute Spannung.

8. Dezember 2008
01:03 Uhr

von elvellon

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