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Australia

Australia

Abenteuer, Drama, Liebesfilm. Australien, USA 2008.

Regie: Baz Luhrmann
Mit: Nicole Kidman, Hugh Jackman, Brandon Walters

Eine unendliche Landschaft, die ganz große Liebe und über 1500 wilde Pferde: Leinwand-Zauberer Baz Luhrman (Moulin Rouge!) schickt Nicole Kidman und Hugh Jackman auf epische Liebesabenteuerreise quer durch Australien.

Filmstart: 25. Dezember 2008

Auch wenn rund um sie herum die Stürme der Zeitgeschichte toben und der Zweite Weltkrieg kurz vor dem Ausbruch steht, die britsche Adelige Lady Sarah Ashley (Nicole Kidman) lebt in goldener Sicherheit und friedlichem Reichtum. Bis sie nach dem Tod ihres Ehemannes mit einem riesigen Erbe, aber auch riesiger Verantwortung dasteht: Im fernen Australien gehört ihr nun die Ranch Faraway Downs, samt Ländereien in der Größe Belgiens. Doch die sind auch schon wieder in Gefahr: Ein paar Englische Viehbarone würden der harmlosen Lady gern die riesige Ranch abnehmen. Um Faraway Downs zu retten, wagt sich Lady Sarah ans andere Ende der Erde – und in das größte Abenteuer ihres Lebens.

Dort trifft die adrette, zarte Sarah auf einen raubeinigen Viehtreiber (Hugh Jackman) – und zwei Welten prallen aufeinander. Doch sie braucht ihn, um die Ranch zu retten, und er erklärt ihr langsam und geduldig, worauf es bei dieser harten und dreckigen Mission wirklich ankommt. Und tatsächlich beginnt Sarah langsam, dieses raue, feindliche Land zu lieben – woran ihr „Cowboy“ nicht unschuldig ist. Das macht ihre Aufgabe nicht leichter: Schließlich sehen sich die beiden gezwungen,  eine riesige Viehherde quer durch das ganze Land zu treiben. Hunderte Kilometer durch das Outback, eine der faszinierendsten, aber auch gnadenlosesten Landschaften der Erde. Eine Reise, die den beiden Menschen alles abverlangt, was sie geben können – und noch ein bisschen mehr.

Eigentlich hätte Australiens Kino-Wunderknabe Baz Luhrmann ja die Geschichte von Alexander dem Großen verfilmen wollen (SKIP berichtete), doch war on Oliver Stone überholt worden. So stürzte er sich auf die Mysterien seiner eigenen Heimat, und schuf nach jahrelanger Vorbereitung und über neun Monaten Drehzeit ein großartiges Epos aus magischen Bildern und großen Gefühlen. Australien ist kein flockige-schräges Musical wie etwa Romeo und Julia oder Moulin Rouge, sondern eine prächtige Liebesgeschichte vor mächtiger Kulisse – wem da jetzt Titanic, Jenseits von Afrika oder gar Vom Winde verweht einfällt, der liegt gar nicht so daneben.

Australien bedeutet nicht nur für die beiden Hauptfiguren das ganz große Abenteuer, auch das Team war entsprechend gefordert. Baz Luhrman kämpfte mit Lebensmittelvergiftungen, Pferdegrippe und den ersten heftigen Regenfällen in der australischen Wüste seit 100 Jahren. Hugh Jackman (der die Rolle übernahm, nachdem erst Heath Ledger und dann Russell Crowe ausgestiegen waren) wurde fast von einer Herde Pferde zu Tode getrampelt („Alles, was mir durch den Kof ging, als sie auf mich zustürmten, waren die Worte des Pferdetrainers: ,Wenn sie einmal losgelaufen sind, gibt es nichts, was sie aufhält!‘“). Und für Nicole Kidman war Australien sowieso ein Abenteuer mit Folgen: Ihre Tochter Sunday Rose entstand während der Dreharbeiten. Wahrscheinlich einer der Gründe, warum sie sich nach Drehschluss ihre eigene Ranch in der Nähe von Sydney zugelegt hat.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Australia
Originaltitel Australia
Genre Abenteuer/Drama/Liebesfilm
Land, Jahr Australien/USA, 2008
Regie Baz Luhrmann
Drehbuch Stuart Beattie, Baz Luhrmann, Ronald Harwood
Kamera Mandy Walker
Schnitt Dody Dorn, Michael McCusker
Produktion G. Mac Brown, Catherine Martin, Baz Luhrmann
Darsteller Nicole Kidman, Hugh Jackman, Brandon Walters, David Wenham, Bryan Brown
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

6 Kommentare

ein wahrhaftes australia

nichts desto trotz, australia mit so tollen landschaftsaufnahmen sieht man nicht oft in filmen wie diesen. nicole kidman als erfolgsstrebende geschäftsfrau die einigen businessmännern genau zeigt wie auch eine lady aus britannien zu erfolg und ru(h)m gelangen kann. und hugh jackman konnte den rancher nicht besser spielen, obwohl ich mir russel crowe - der für diese rolle in aussicht war - in der ersten szene im salon besser in jackmans rolle vorstellen hätte können. aber eben nur in dieser einen prügelszene. für 2 stunden 35 reinen film abzüglich dem abspann ein berührernder film mit 2 punkten in der skip bewertung. sehr empfehlenswert!

26. Dezember 2008
20:37 Uhr

von Philipp87

Einfach nur schlecht!

Ich habe nach dem letzten schlechten Film (KRABAT) gehofft, daß dieser Film vor Silvester sicher die beste Wahl darstellt. Leider nein.
Teilweise ungewollt komisch, dann wieder dramatisch, zwischendurch theatralisch....in welche(s) Genre(s) gehört dieser Dumme Film eigentlich? Außerdem ist die Überlänge (160 Min) wirklich nerv-tötend und stellenweise war ich der Meinung, daß der Film jetzt aus ist bzw. sein müsste; falsch gedacht. 2 oder 3 mal ging es einfach weiter. Eine sehr misslungene Mischung aus "Indiana Jones" und "Crocodile Dundee" + ein Hauch von "Romeo und Julia" in der Wüste. So ein Mist. Wieso geben sie solch gute Darsteller für so einen Film her? Landschaftliche Aufnahmen gabs auch schon bessere. Auch die vereinzelten Computer-Effekte waren nicht ganz sauber. Das ganze Kino war gegen Ende nur noch am kichern vor lauter Kuss-Szenen und am Schluss gab es mehrheitlich nur Kopfschütteln. Zurecht!!!

30. Dezember 2008
11:43 Uhr

von TexHex

Kitschig aber gut

Mir hat der Film gefallen, aber die Tatsache, dass für diesen Film gleich 6 mögliche Enden geschrieben wurden, hat man einfach gemerkt. Ich habe mir oft gedacht: Jetzt ist es aber aus! Außerdem war der Film zu lang. Mit Werbung und Abspann 3 Stunden im Kino zu hocken, ist meiner Meinung nach zu viel.
Aber alle Schauspieler haben gut gespielt, Nicole Kidman hat die gutherzige Geschäftsfrau super rübergebracht, und Hugh Jackmman war ein glaubwürdiger Viehtreiber. Der Film war kitschig und romantisch, und eine Mischung aus verschiedenen Film Genres, was auch etwas merkwürdig war:Liebesfilm, Tragikomödie, Problemfilm, Kriegsfilm, Romanze. Trotzdem ist der Film absolut sehenswert und besonders die Geschichte des kleinen Aborigene war herzerwärmend und mitreißend.

1. Januar 2009
22:38 Uhr

von hlorettta

Großes Kino

Also mir und uns (drei Freundinnen) hat "Australia" sehr gut gefallen! Großes Kino mit Aktion, Romantik, ein wenig Unterricht in Aboriginies-Geschichte, großartigen Schauspielern, aufwühlender Musik. Echt empfehlenswert!

4. Januar 2009
13:51 Uhr

von Terpsichore

Kitsch oder Kunst?

Man muss Kitsch schon wirklich lieben um diesen Film zu mögen. Am besten ist man ein 10-jähriges Mädchen mit Vorliebe für Disneyfilme. Ansonsten ist die Überlänge des Films nur mühsam durchzustehen. Ich hab nichts gegen ein bisschen Schmalz und Pathos, aber hier hat es Buz Luhrmann eindeutig übertrieben. Auch wenn das beabsichtigt ist und als Hommage an die alten Schinken von früher in der ersten Hälfte des Films noch mit einem Augenzwinkern funktioniert, wirkt es irgendwann nur mehr lächerlich. Die "lehrreichen" Sequenzen über die Geschichte Australiens und die extrem oberflächliche Kategorisierung der Charaktere in Gut und Böse sind auf Volksschulniveau. Nicht zu vergessen die elende Wiederholung von "Somewhere over the rainbow". Und ganz abgesehen von Nicole Kidmans maskenhaft operiertem Gesicht - obwohl dieses so gesehen wieder perfekt in den Film passt!

7. Januar 2009
20:49 Uhr

von Cini

Vergnügliche Stunden

Ich war anfangs skeptisch - doch der Film ist durchaus empfehlenswert. Vor allem die Landschaftsaufnahmen und die Bildinszenierung fand ich sehr ansprechend. Da kriegt man wirklich Lust, nach Australien zu fahren. Allein die Länge hätte man einkürzen können. Jackman war eine gute Wahl für die Darstellung des Drover, nicht zu hart und nicht zu weich, Kidman spielt ihre Rolle wie gewohnt gut. Ihr Filmstyling war mir zeitweise zu perfekt - etwas mehr Lebendigkeit hätte da besser getan.

6. Februar 2009
07:10 Uhr

von Mantahunter

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