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Burn After Reading

Burn After Reading

Komödie, Krimi. USA 2008.

Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Mit: Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, George Clooney

Brad Pitt als teilblondierter Dumpfgummi, George Clooney als kindischer Sex-Maniac, dazu Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton und der vielleicht sinnloseste Erpressungsversuch der Filmgeschichte: Der neueste Streich der Coen-Brüder, Eröffnungsfilm der heurigen Filmfestspiele von Venedig, hat's echt in sich.

Filmstart: 3. Oktober 2008

"Und was lernen wir aus dem Ganzen?“seufzt der CIA-Abteilungleiter (J.K. Simmons), als er die Akte zuklappt. „Dass wir sowas nie wieder tun werden." - "Wenn ich nur wüsste, was verdammt wir eigentlich gemacht haben!" Tja, da steht sie nun, die Geheimdienst-Elite, die ja bekanntlich mittels Hightech-Gadgets, top ausgebildeten Superagenten und einem engmaschigen Netz aus purer Information das Geschick der ganzen Welt in ihren gschickten, aber skrupellosen Händen hält. Glaubt man. Doch in Wirklichkeit sind alle vertrackten Geheimdienstpläne der Welt nur Finkenfürze gegen das, was sich in den Abgründen der menschlichen Seele zusammenbraut.

Oder im Herzen einer Frau, die ein ganz klares Ziel vor Augen hat. Linda Litzke (Frances McDormand), Angestellte mittleren Alters in einem Fitnesscenter in mittlerer Lage, hat die Ursache all ihrer Probleme lokalisiert: Ihr Po ist zu groß. Doch die heiß ersehnte Schönheitsoperation kann sich Linda nicht leisten.

Katie Cox (Tilda Swinton) dagegen bemüht sich gerade, ihre bessere Hälfte wieder loszuwerden. Sie hält ihren Ehemann Osbourne (John Malkovich) für einen erbärmlichen Loser, erst recht, seit er seinen Job beim Secret Service verloren hat. Liebhaber Harry Pfarrer (George Clooney), ebenfalls verheiratet, ist von ihrer fordernden Art verunsichert, aber es gibt immer reichlich Sex, deshalb beschwert er sich nicht ernstlich.

Osbourne kriegt davon nicht viel mit, denn er arbeitet verbissen an seinen Memoiren – lauter brisante Details aus seiner CIA-Karriere. Und genau diese Memoiren landen schließlich durch eine verhängnisvolle Kette menschlicher Fehlleistungen ausgerechnet beim Lindas liebenswürdig-dümmlichen Kollegen Chad Feldheimer (genial: Brad Pitt als dauerkaugummikauender Fitnessfreak). Und weil der schon sehr viele schlechte Filme gesehen hat, wird ihm natürlich gleich klar, was zu tun ist: Den CIA erpressen! Für ganz viel Geld!

Viel Geld? Spätestens jetzt ist auch Linda mit von der Partie, sie braucht die Kohle doch unbedingt für ihre Po-OP. Und unverdrossen setzen die beiden nun eine Folge von Ereignissen in Gang, im Laufe derer Linda in Harrys Schlafzimmer landet, Chad in Katies Kleiderschrank, Osbourne in der Bredouille und der gesamte CIA in völliger Verwirrung.

Nach ihrem mehrfach preisgekrönten Drama No Country for Old Men haben sich die Filmemacher-Brüder Joel und Ethan Coen wieder auf eine schrullige Komödie im Stil von The Big Lebowski geworfen – und sich regelrecht selbst übertroffen. „Da sind so viele Melodien drin, das es für 100 Symphonien reichen würde“, hat irgend jemand mal über ein Mozart-Stück gesagt. Auf Filme umgelegt, würde das gut auf Burn After Reading passen: So viel schräge Story, coole Sprüche, absurde Gags und geniale Charaktere in gerade mal 90 Minuten zu packen, ist ein echter Geniestreich.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Burn After Reading
Originaltitel Burn After Reading
Genre Komödie/Krimi
Land, Jahr USA, 2008
Regie Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch Joel Coen, Ethan Coen
Kamera Emmanuel Lubezki
Schnitt Roderick Jaynes (alias Joel & Ethan Coen)
Musik Carter Burwell
Produktion Ethan Coen, Joel Coen, Tim Bevan, Eric Fellner
Darsteller Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, George Clooney, J. K. Simmons, Tilda Swinton, Elizabeth Marvel
Verleih Tobis

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

8 Kommentare

Naja...

Ich habe den Film in der USA gesehen und war nicht sehr begeistert. Ist einfach seichtes Niveau. Viele gute Schauspieler, aber die story ist sehr seicht und unglaubwürdig.

21. September 2008
21:43 Uhr

von delphinbella

freakiger Humor

Also ich kann mich dem nicht anschließen.
Ich fand den Film lustig und endlich mal wieder was anderes. Das war einfach ein sehr verrückter Film. Ich wusste nicht was auf mich zu kommt, aber ich war positiv überrascht.
Schauspieler waren natürlich sehr gute vertreten und haben auch eine spitzen Leistung abgegeben.
Und natürlich war die Story unglaubwürdig, aber das sollte man bei diesem Film auch nicht anders erwarten.

6. Oktober 2008
11:10 Uhr

von Knolli6

typisch coen brüder...

Ich hab mir den film letztes Wochenende angesehn und hab ziemlich viel gelacht .. war echt lustig! Durch die Vielzahl von hervorragendnen Schauspielern ist der Film recht gut rüber gekommen. Hab mir nicht viel erwartet aber ich wurde nicht enttäuscht! also wenn ihr was zum lachen braucht dann geht ins kino und ihr könnt einen echt dummen brad pitt erleben =)

8. Oktober 2008
15:57 Uhr

von misspink

Ein Seidel Bier ist 100 mal unterhaltsamer

Hab mir gestern diesen "Filmgenuss" angetan. Ich hab mir ja schon viel im Kino angeschaut, aber das war der absolute Tiefpunkt! Hab aufgrund dieses Erlebnisses gestern abend noch meine Hitliste der besch....... Filme updaten müssen, denn was hier geboten wurde, ist mit Abstand das grottenschlechteste, was jemals im Kino rumgeflimmert ist !!!! Das Vergnügen habe ich dann ca. 15 Minuten vor Ende aus Gründen der Unerträglichkeit abgebrochen und mir oben erwähntes Seidel Bier gegönnt ! Unglaublich, was den Kinobesuchern für teures Geld zugemutet wird ! Eine bodenlose Frechheit !!!!!

19. Oktober 2008
20:11 Uhr

von carpediem67

..selten so gelacht..

Also, ich fand den Film echt super! Er war absolut nicht so, wie ich ihn erwartet hätte... aber das hat ihn gerade so gut gemacht!

Ich finde es phänomenal, wie man aus NICHTS so eine Geschichte aufbauen kann! Ich fand ihn GENIAL!! Der Film macht sich meiner Meinung nach über Verschwörungstheorien lustig... Mal was anderes!

:):)

29. Oktober 2008
11:20 Uhr

von danic

Verstörend und doch ein Reiz

Als der Film aus war, saß ich da und dachte mir erst : " Okay... was war DAS jetzt?" Obwohl die Story nicht allzu kompliziert ist, so dass ich ihr relativ leicht folgen konnte, fragte ich mich doch hin und wieder ob sie überhaupt einen Sinn ergibt. Dass dies sicherlich von den Coen Brüdern beabsichtigt ist, zeigt ich im abschließenen Satz des CIA-Abteilungsleiters J.K. Simmons:"Und was lernen wir aus dem Ganzen? Dass wir sowas nie wieder tun werden. - Wenn ich nur wüsste, was verdammt wir eigentlich gemacht haben!" Etwas... verstört.. ging ich aus dem Kino und musste irgendwie immer wieder darüber nachdenken. Trotzdem fand ich den Film sehr amüsant. Die Charaktere sind spitze! Allesamt von dem liebenswertem, etwas dümmlichen Chad Feldheimer (Brad Pitt), seiner Linda Litzke (Frances McDormand), die mit ihrer Figur sehr unzufrieden ist,und ihn daraufhin bittet, ihr mit der Geldbeschaffung für die OPs zu helfen; bis zu Osbourne Cox, dessen Persönlichkeit mich durchaus amüsiert. Also abschließend möchte ich sagen, das die Story zwar relativ unsinnig ist, die Darsteller und der Humor die "Geschichte" aber gut ins rollen bringen, so dass mich der Film eigentlich nicht langweilte.

10. November 2008
10:52 Uhr

von JellyBean

nicht jedermanns Sache

Ich finde den Film hervorragend. Allein schon die Tatsache, so viele berühmte Persönlichkeiten zu sehen, macht den Film sehenswert. Andererseits kann ich verstehen, wenn diese Art von Humor nicht jedermanns Sache ist. Trotzdem oder auch deshalb ist dieser Film empfehlenswert.

20. November 2008
13:33 Uhr

von JamesBond007

clooney against pitt and reversed

clooney als perverser sexspielzeugmacher, tilda swinton als sexbome, brad pitt als machomäßiger bodybuilder, frances mcdormand als single frau auf männer jagd am pc und john malkovich als chaotischer egoist. alles zusammen geknüpft eine sehr banale witzige satire mit 1 Punkt in der skip bewertung.

5. März 2009
14:59 Uhr

von Philipp87

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