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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1

Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 1

Drama, Literaturverfilmung. GB, USA 2010.

Regie: David Yates
Mit: Rupert Grint, Daniel Radcliffe, Emma Watson

Darf man noch Harry sagen oder muss es schon Herr Potter heißen? Gemessen daran, wie es in der ersten Hälfte des letzten Teils der erfolgreichsten Filmserie aller Zeiten abgeht, dürfte das große Finale über den berühmten jungen Magier alles werden außer Kinderkram: Action, Spannung, Spezialeffekte - und ein ordentlicher Schuss Dunkelheit!

Filmstart: 18. November 2010

Es war einmal eine Zauberschule, architektonisch irgendwo zwischen Schloss Fantasia und Draculas Burgruine angesiedelt, in der sich allerhand wohlmeinende ZaubermeisterInnen und aufstrebende JunghexerInnen mit spitzen Stäben umtrieben, um fröhliche Spiele und Abenteuer zu erleben. Aber die Zeiten der Gartenzwergromantik sind vorbei. Der Krieg zwischen Voldemort, dem Dunklen Lord, und jenen, die sich dem Terrorregime seiner Todesser nicht unterwerfen wollen, hat nicht bloß bekonnen, es scheint sich immer mehr ein Triumph des Bösen abzuzeichnen. Das Zaubereiministerium befindet sich in der Hand Voldemorts. Auch Hogwarts hält der Finsterling mit seinen Klauen umklammert: Wer nicht spurt, wird terrorisiert und weggesperrt. Oder ist auf der Flucht - wie Harry, Hermine und Ron. Die drei Freunde sind ohne den Rat ihrer Professoren und ohne Professor Dumbledores schützende Hand mehr denn je aufeinander angewiesen. Im Krieg heißt es eben schnell erwachsen werden, da bleibt für Spielchen keine Zeit. Vor allem, wenn man der Erzfeind des Diktators der gegnerischen Seite ist. Einen ganzen Schwarm von Todessern hat Voldemort ausgesandt, um Harry Potter zu ihm bringen zu lassen - lebend. Aber noch haben sie Harry nicht erwischt. Das macht Voldemort zwar ungeduldig, aber kein wirklich großes Kopfzerbrechen. In einer lückenlos feindlichen Welt ist es nur eine Frage der Zeit, bis Harry die Puste ausgeht und er sich am Ende vielleicht sogar selbst stellt. Allerdings hat Harry noch eine Chance. Eine letzte. Sie beruht zwar ausgerechnet auf einer alten Legende, deren Wahrheitsgehalt niemand kennt. Aber eine bessere Option hat Harry nicht: Er muss das Geheimnis von Voldemorts Unsterblichkeit und Vernichtungswahn aufspüren und zerstören: die Horcruxe. Während er nach Anhaltspunkten für den Aufbewahrungsort dieser magischen Artefakte forscht, stößt er auf eine uralte und fast vergessene Geschichte - die Legende von den Heiligtümern des Todes. Falls die Legende wahr sein sollte, könnte sie Voldemort zu jener unüberwindlichen Macht verhelfen, die er anstrebt. Harry wird mit Hilfe seiner wenigen noch übrigen Freunde alles daransetzen, dies zu verhinern. Der Tag, auf den sich der "Junge, der überlebte“ seit seiner Ankunft in Hogwarts vorbereitet hat, steht also unmittelbar bevor: die entscheidende Auseinandersetzung mit Voldemort.

In Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 wird es ernst. Nicht nur damit, dass das Ende dieses gigantischen Blockbuster-Phänomens der vergangenen Dekade nun beginnt, sondern auch in jeder künstlerischen Hinsicht. Die Darsteller, mit den Filmen zu jungen Erwachsenen gereift, legen eine ungesehene Intensität im Schauspiel an den Tag. Für die Action, die Spezialeffekte und die emotionalen Zustände, die der Film erzeugt, gilt dasselbe. Und die bunte Ästhetik der frühen Jahre weicht einer alles durchdringenden Düsternis.
Die Regie von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes übernahm wieder David Yates, der schon die Blockbuster Harry Potter und der Orden des Phönix und Harry Potter und der Halbblutprinz inszeniert hat. Übrigens wird der zweite Teil von Heiligtümer des Todes und finale Teil der Serie im Juli 2011 zu sehen sein, dann auch in 3D. Und dann  gibt es ja auch noch die Gerüchte, dass J.K. Rowling nun doch ein weiteres Buch schreiben will. Wir werden es erleben …

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1
Originaltitel Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 1
Genre Drama/Literaturverfilmung
Land, Jahr GB/USA, 2010
Regie David Yates
Drehbuch Steve Kloves
Kamera Eric Serra
Schnitt Mark Day
Musik Alexandre Desplat
Produktion David Barron, David Heyman
Darsteller Rupert Grint, Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rhys Ifans, Brendan Gleeson, Alan Rickman, Evanna Lynch, Bill Nighy, David Thewlis, Helena Bonham Carter, Michael Gambon, Robbie Coltrane, Ralph Fiennes, Jason Isaacs, Timothy Spall, Clémence Poésy, John Hurt, Imelda Staunton, Tom Felton, Miranda Richardson, Julie Walters, Bonnie Wright, Ciarán Hinds, Fiona Shaw, Domhnall Gleeson
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

Sehr gelungen

Ich sah mir HP7 gestern im Cineplexx an. Und muss gestehen ein sehr gelungenes Werk. An das Buch kommt auch dieser Film nicht mehr ran, aber es ist alles sehr gut in Szene gesetzt.
Ich bin schon richtig gespannt wie es im 2. Teil zu Ende geht und wie WB die fehlenden erklärungen der Vorfilme jetzt hier noch unter bringt. Was jedoch schade ist, ist die Filmwerbung. Hier wird ganz darauf vergessen das HP7 ein 2 teiler ist. Daher sieht man Bilder in der Werbung und auch im Trailer wenn ich mich richtig erinnere welche erst in Teil 2 kommen.
Alles in allem garantiert einer der besten Verfilmungen.
Für mich Rang 2 Exequo mit der Kammer des Schreckens.
An die verfilmung der Stein der Weisen wird er wohl nicht kommen, welche für mich die genauste nach dem Buch war.

18. November 2010
07:36 Uhr

von rfgkm

ja, aber ...

Ich muss gestehen, dass ich mir mehr erwartet habe. Das kann aber auch an den vielen Vorschusslorbeeren liegen. Für mich lässt der Film zu viele notwendige/wichtige Passagen aus dem Buch aus und kompensiert dies nicht mit den dadurch notwendigen Erklärungen. Die Handlung ruckelt daher ein wenig. Da hätte noch weit mehr Text/Dialog in die manchmal zu langen Passagen des Schweigens gepasst, die den Film zeitweise lähmen.

Mit dem 2. Teil wird es sich erst weisen, ob es klug war das Buch in 2 Teile zu schneiden, oder ob es nur eine letzte Gelddruckpresse "Potter" ist.

Ja, der Film ist fein, aber es wäre da viel mehr drinnen gewesen.

23. November 2010
12:48 Uhr

von BettyOne

Stimmig

Habe bis jetzt alle Filme gesehen und auch alle Bücher (im engl. Original) gelesen und war schon gespannt, wie das letzte Buch angesichts seiner Ausmaße und Komplexität überhaupt so verfilmt werden kann, dass es ein breites Publikum, welches nicht nur aus eingelesenen Potter-Fans, sondern auch aus einfacheren "Action-Liebhabern" besteht, anspricht.

Mein Urteil: Eine gelungene Verfilmung einer schwierigen Buchvorlage! Es ist für jeden etwas dabei.

Die Spezialeffekte sind erstklassig, bei manchen merkt man, dass sie in 3D geplant waren (aber das kommt ja noch im Sommer 2011).
Wunderbar auch die Musik, die sich von dem bekannten "Harry Potter"-Thema getrennt hat.
Sie unterstreicht die dunkle Stimmung perfekt.
Ideal auch die Besetzung der Nebenschauspieler. Passend bis ins Detail.

Ich freue mich schon auf den letzten und finalen Teil!

28. November 2010
19:55 Uhr

von Minai

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