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G-Force - Agenten mit Biss

G-Force

Action-Komödie, Kinderfilm. USA 2009. 90 Minuten.

Regie: Hoyt Yeatman
Mit: Bill Nighy, Zach Galifianakis

Supercomputerchips machen’s möglich: Ein Team aus High-Tech-Agenten, bestehend aus drei Meerschweinchen, einem Maulwurf und einer Stubenfliege, rettet die Welt – und würde James Bond von Neid erblassen lassen. Tierischer Action-Fun in 3D von Starproduzent Jerry Bruckheimer.

Filmstart: 15. Oktober 2009

Der mindestens so schrullige wie geniale Forscher und Erfinder Ben (Zach Galifianakis) hat sich seit geraumer Zeit einem Projekt verschrieben, das wahrscheinlich sogar dem großen Doktor Doolittle Respekt abgerungen hätte: Er hat einen Microchip entwickelt, mit dessen Hilfe die Sprache der Tiere in menschliche Sprache umgewandelt werden kann, und zwar in Echtzeit. Der Effekt: Seine Labortiere können sprechen und sich ganz normal mit ihm unterhalten. Das ist aber bei weitem nicht ihre einzige außergewöhnliche Fähigkeit. Tatsächlich hat Ben seine Viecherl zu veritablen FBI-Spezialagenten ausgebildet – samt Nahkampf-Training und High-Tech-Spezialausrüstung. Während die verfressene Stubenfliege Mooch als fliegendes Überwachungs-Kameraauge fungiert und auch mal in ein Nasenloch schwirrt, um für Verwirrung und Ablenkung zu sorgen, versteht sich der schwachsichtige Maulwurf Speckles auf Computertechnik und Hacken. Den physisch aufreibenden Einsatz im Felde schließlich absolviert ein Trio aus überaus wendigen Meerschweinchen: Die Nager Darwin, Juarez und Blaster sind genetisch verändert und trainiert, in jede noch so gut geschützte Anlage einzudringen, um Einsätze zu vollenden, die kein menschlicher Agent schaffen könnte. Ben hat ein ganzes Lagerhaus voller Hightech für seine tierische Truppe. Das kostet dem FBI, in dessen Auftrag Ben handelt, natürlich eine Menge Geld. Dummerweise hat es auf hoher Führungsebene kürzlich einen Wechsel im FBI gegeben. Special Agent Killian (Will Arnett), ein sturer Betonschädel, hat jetzt das Sagen – und sich für eine Inspektion von Bens Arbeit angesagt, welche besser wirklich beeindruckend ausfallen sollte, ansonsten droht Bens Projekt die Schließung. Dementsprechend hat sich Ben einen ganz besonderen Einsatz für seine Tiere überlegt: Der multinationale Konzernboss Leonard Saber (Bill Nighy), der weltgrößte Produzent von Küchengeräten, Espressomaschinen und Unterhaltungselektronik, gegen den das FBI schon seit langer Zeit erfolglos ermittelt, hat einen großen PR-Event in seiner Luxusvilla anberaumt. Weil die Villa gleichzeitig technische Zentrale des Konzerns ist, soll Bens G-Force zu diesem Anlass dort eindringen und die nötigen Beweise sichern, um Saber das Handwerk zu legen. G-Force – das ist ein Name, den Sprengstoffexperten-Meerschweinchen Blaster der tierischen Truppe gegeben hat. Richtig durchgesetzt hat er sich noch nicht – aber das wird er wohl. Jedenfalls gelingt die Infiltrierung des Saber-Anwesens, und tatsächlich kann Teamleiter-Meerschweinchen Darwin mit tatkräftiger Hilfe der wehrhaften Martial-Arts-Meerschweinchendame Juarez die nötigen Beweise gegen Saber auf seinen Speicher-Chip kopieren. Jetzt wissen Ben und die G-Force, dass Sabers finstere Machenschaften auf nicht weniger als die Weltherrschaft abzielen – egal, wieviele (menschliche) Opfer dafür zu bringen sind. In jedem der Geräte, mit der Saber den weltweiten Markt überschwemmt hat, steckt ein militärischer Mikrochip, der per Steuerung über das Saber-Satellitennetzwerk per Knopfdruck in eine tödliche High-Tech-Kampfmaschine verwandelt werden kann. Aber als das FBI davon in Kenntnis gesetzt werden soll, ist auf dem Chip nur der Konstruktionsplan einer Espressomaschine zu finden. Eine Blamage für Ben und sein Team: Das Projekt G-Force ist damit gescheitert. Darwin, Juarez, Blaster und Speckles landen in der Tierhandlung, und Ben wird aus seinem Labor ausgeschlossen. Jetzt kann niemand mehr den bösen Saber aufhalten – aber vielleicht gibt es ja doch eine Chance, die G-Force wiederzuvereinen und die Welt vor der Armee der Espresso-Terminatoren zu retten …

Die erste 3D-Produktion aus der erfolgsverwöhnten Blockbuster-Produktionschmiede der Hollywood-Legende Jerry Bruckheimer (The Rock, Armageddon u. v. a.) belebt das Genre des Sprechende-Tiere-Films mit einer Selbstverständlichkeit wieder, dass man binnen kürzester Zeit völlig vergisst, in welch aberwitziger Fantasie man sich da eigentlich befindet: Die sprechenden Nager kommen einem vom ersten Moment an völlig natürlich vor. In Kombination mit der immer wieder erstaunenden 3D-Optik wird das Abenteuer der Meerschweinchentruppe zu einem rasanten, schrägen und spaßigen Film, der Zuseher aller Altersgruppen bestens unterhalten wird und im richtigen Moment sogar emotional zu bewegen versteht.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel G-Force - Agenten mit Biss
Originaltitel G-Force
Genre Action-Komödie/Kinderfilm
Land, Jahr USA, 2009
Länge 90 Minuten
Regie Hoyt Yeatman
Drehbuch Cormac und Marianne Wibberle
Kamera Bojan Bazelli
Schnitt Mark Goldblatt, Jason Hellmann
Musik Trevor Rabin
Produktion Jerry Bruckheimer
Darsteller Bill Nighy, Zach Galifianakis, Kelli Garner
Stimmen in der DF Wigald Boning, Sonya Kraus, Götz Otto
Stimmen in der OV Jon Favreau, Sam Rockwell, Nicolas Cage, Penélope Cruz, Steve Buscemi, Tracy Morgan
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Die Spannung steigt...

Die Vorschau lässt auf einen sehr witzigen Film schließen...

mal sehen was kommt...

Freu mich auf die Premiere am Donnerstag!

12. Oktober 2009
18:08 Uhr

von thinkpositive

Witzig, süß, temporeich

So rasant kann ein Animationsfilm sein! Liebenswert und aufwändig gestaltete Meerschweinchen- Agenten im actionreichen Einsatz, ausgezeichnete Tricktechnik und liebenswert-witzige Handlung nicht ohne gesellschaftskritischen Hintergrund bringen jung und alt zum Schmunzeln oder gar schallendem Lachen.
Liebenswerter Film, absolut zu empfehlen wenn man ein Freund dessen ist, was früher mal "Zeichentrick" hieß.

9. Januar 2010
01:01 Uhr

von gothicvoice

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