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Milk

Milk

Biografie, Drama. USA 2008. 128 Minuten.

Regie: Gus Van Sant
Mit: James Franco, Josh Brolin, Diego Luna, Emile Hirsch, Sean Penn

Gus Van Sant verfilmte mit Sean Penn in der Titelrolle das Leben von Harvey Milk, des ersten bekennend schwulen Stadtrats von San Francisco, der seinen Einsatz gegen die Diskriminierung von Homosexuellen 1978 mit dem Leben bezahlte.

Filmstart: 20. Februar 2009

 

Zahlreiche Anläufe waren nötig, bis Harvey Milk (Sean Penn), ein offen schwuler Mann, zum Stadtrat von San Francisco gewählt wurde. Seinen Einsatz gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und anderer Minderheiten bezahlte Milk, der erste bekennend Schwule in einem öffentlichen Amt, 1978 mit dem Leben.

Gus Van Sants großartige Rekonstruktion der letzten Jahre im Leben von Harvey Milk, seines leidenschaftlichen Kampfes für die Schwule Community San Franciscos und darüber hinaus für alle Unterprivilegierten in seinem Viertel, ist eine bewegende Momentaufnahme einer Zeit, als es sich kaum jemand erlauben konnte, offen zu seiner Homosexualität zu stehen. Doch auch wenn über 30 Jahre seit der Ermordung Harvey Milks vergangen sind - was hat sich denn seither großartig geändert in der Art, wie mit Homosexualität umgegangen wird? Den Film als Rückblick auf eine tragische aber längst vergangene Episode zu verstehen, wäre daher falsch und gefährlich. Denn, solange irgendjemand überhaupt noch die Frage stellt, wer denn nun "normal" und wer "andersrum" ist, hat sich nichts geändert seit dem engagierten Einsatz von Milk und seinen Mitstreitern.

Für seine leidenschaftliche Verkörperung von Harvey Milk erhielt Sean Penn 2009 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Milk konnte damit insgesamt zwei Academy Awards abstauben - das Drehbuch von Dustin Lance Black wurde ebenfalls ausgezeichnet.

Text:  Dina Maestrelli

SKIP-Tipp

Robert De Niro brachte es bei der Laudatio für seinen Oscar-nominierten Freund Sean Penn auf den Punkt: "Wie hat er es nur geschafft, über all die Jahre Hetero-Rollen zu spielen?" Bei seiner Darstellung des Harvey Milk ist Penn, der Gewinner des Oscars 2009 als Bester Hauptdarsteller, gewohnt kompromisslos. Wie schon in zahlreichen Filmen zuvor fasziniert seine erstaunliche Fähigkeit, mit Leib und Herz und Seele mit seiner Rolle zu verschmelzen. Ob verletzlich oder kämpferisch, von Liebeskummer gequält oder als charismatischer Anführer einer Schwulen-Demo - Sean Penn IST Harvey Milk.

SKIP-Tipp von Dina Maestrelli

Credits

Titel Milk
Originaltitel Milk
Genre Biografie/Drama
Land, Jahr USA, 2008
Länge 128 Minuten
Regie Gus Van Sant
Drehbuch Dustin Lance Black
Darsteller James Franco, Josh Brolin, Diego Luna, Emile Hirsch, Sean Penn, Denis O'Hare, Victor Garber, Alison Pill, Joseph Cross
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Zum empfehlen!

Ich finde, dass Sean Penn den Oscar zu recht bekommen hat, denn seine Darstellung als Harvey Milk ist genial. Es ist der erste Film, in denen schwule und lesben vorkommen, bei dem man auch gelegentlich schmuntzeln konnte und das fand ich gut, denn man muss dieses Thema nicht immer ernst sehen. Das tat ja Harvey auch nicht. Ich finde es nur schade, dass er nicht so viel Promotion erhält wie ihm zustünde!

Eine kleine Anmerkung möcht ich noch zu Diego Luna machen, hut ab, er hat die Rolle des Jack Lira glaubwürdig gespielt. Ich hab ihn schon in manch anderen Filmen gesehen, aber was hier geliefert hat, war das beste was ich bis jetzt von ihm gesehen hab!

1. März 2009
20:03 Uhr

von scycs

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