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Spieltrieb

Spieltrieb

Drama, Literaturverfilmung. Deutschland 2013. 102 Minuten.

Regie: Gregor Schnitzler
Mit: Maximilian Brückner, Jannik Schümann

Game Over. Die 15-jährige Ada (Michelle Barthel) lässt sich mit Alev (Jannik Schürmann) auf ein gefährliches Spiel ein - bis zum bitteren Ende: kongeniale Verfilmung des gefeierten, kontroversiellen Schülerromans von Juli Zeh.

Filmstart: 11. Oktober 2013

Die erste Liebe. Schmetterlinge im Bauch, tiefe Blicke, verschwitzte Küsse. Alles scheint möglich, unter einem ewig sonnigen Himmel. So erleben das offenbar die Mädchen, mit denen die 15-jährige Ada (Michelle Barthel) in die Klasse geht. Sie selbst steht da drüber: Intellektuell ihren Mitschülerinnen weit überlegen, hat Ada zwei Klassen übersprungen. Das und ihre sarkastischen Bemerkungen machen sie nicht unbedingt beliebter. Nur der Philosophielehrer (Richy Müller) schafft es, die Schülerin herauszufordern. Und der junge Sportlehrer Szymon Smutek (Maximilian Brückner) versucht, sie für die Leichtatlethikgruppe zu gewinnen. Doch erst als Alev (Jannik Schümann) an ihre Schule kommt, findet sie einen ebenbürtigen Partner, der sie auch körperlich anzieht: Alev ist 18, abgeklärt und von geradezu dämonischem Charme.

"Ich bin ein Spieler, Kleines." - "Spielst du mit mir oder gegen mich?" - "Wirkliche Liebespaare sollten miteinander spielen." Alev macht Ada vertraut mit seiner Theorie vom Spieltrieb: Alles, was er tut, sieht er als Zug in einem Spiel an, in dem er andere zu seinen Gunsten manipuliert. Ada ist fasziniert und lässt sich ein auf das Spiel. Weil jedes Spiel auch einen Gegner braucht, ist das erste Opfer Smutek, der Ada erst vor kurzem gefährlich nahe gekommen ist: Auf Anweisung von Alev beginnt Ada, den Lehrer zu verführen. Alev filmt die beiden dabei – und stellt die Bilder passwortgeschützt auf die Schulwebsite, um ihn erpressen zu können. Wieder und wieder bringt Alev die beiden dazu, miteinander zu schlafen - bis das Spiel außer Kontrolle gerät …

Juli Zehs Erstlingsroman Spieltrieb schlug bei seinem Erscheinen 2004 ein wie eine Bombe: Hier war eine erst 30-jährige begabte Erzählerin, die in kühner, anschaulicher Sprache Philosophie, literarische Bezüge und eine atemberaubende Geschichte zu einem dichten Roman verwob. Nun hat der Regisseur Gregor Schnitzler (Soloalbum, Die Wolke) das Buch auf die Leinwand gebracht: Spieltrieb ist schnelles, hochästhetisches Kino, das so reizvoll ist wie die Theorie vom Spieltrieb: anspruchsvoll, verführerisch, atemberaubend.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Spieltrieb
Originaltitel Spieltrieb
Genre Drama/Literaturverfilmung
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge 102 Minuten
Regie Gregor Schnitzler
Drehbuch Kathrin Richter, Jürgen Schlagenhof basierend auf dem Roman von Juli Zeh
Kamera Andreas Berger
Schnitt Georg Söring
Musik Gerd Baumann
Produktion Markus Zimmer
Darsteller Maximilian Brückner, Jannik Schümann, Sophie von Kessel, Michelle Barthel, Richy Müller, Ulrike Folkerts, Helmut Berger
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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