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Der Fall des Lemming

Der Fall des Lemming

Krimi. Österreich 2009.

Regie: Nikolaus Leytner
Mit: Julia Koschitz, Fritz Karl, Roland Düringer

Ein Toter am Kahlenberg. Ein Hund im Dauerrausch. Ein Kotzbrocken von Polizist. Und dazwischen der Lemming auf Mörderjagd. Durch Stefan Slupetzkys köstliche Wiener Melange lieben und prügeln sich Fritz Karl, Roland Düringer und Julia Koschitz.

Filmstart: 2. Oktober 2009

Jö, schau – da rennt einer mitten in der Nacht pudelnackert durch Wien. Noch dazu ein Kieberer, der Lemming (Fritz Karl). Nicht ganz nüchtern ist er, aber der Alkohol hat ihn nicht zum Flitzer werden lassen. Das war der Krotznig (Roland Düringer), Lemmings bösartiger Kollege bei der Mordkommission, ein Pitbull mit Polizeimarke. Er hat dem Lemming auch diesen Spitznamen verpasst. Der Lemming heißt ja gar nicht Lemming, er heißt Wallisch, Leopold Wallisch. Die nächtliche Nacktwanderung war die letzte Amtshandlung vom Lemming, wie man sich denken kann. Jetzt ist er Spezialist für private Ermittlungen, soll heißen, er überprüft im Auftrag misstrauisch gewordener Ehefrauen die Partnertreue. Ein paar Reihen vor ihm im Bus auf den Kahlenberg sitzt die Zielperson Dr. Friedrich Grinzinger (Miguel Herz-Kestranek), pensionierter Latein- und Geschichtelehrer, ein simpler Überwachungsauftrag. Doch dann ist er tot, der Grinzinger, erschlagen. Und der Lemming hat nichts gesehen, weil ein verrückter Hund ihn plötzlich angesprungen hat. Die Polizei ist auch schon da, der Lemming steht kurz sogar unter Mordverdacht, was besonders dem Bezirksinspektor Krotznig gefällt. Der macht den Lemming noch ein bisserl zur Sau, bevor er ihn laufen lassen muss, und gibt ihm mit auf den Heimweg, sich in diesen Mordfall ja nicht einzumischen. Das mag er nämlich gar nicht, wenn man ihm in die Quere kommt, der Krotznig. Was der Herr Bezirksinspektor aber nicht weiß, ist, dass der Lemming ein wichtiges Beweisstück in Händen hält. Das hat er dem Toten heimlich aus dem Mantel gefischt. Und dann ist da auch noch dieser Hund. Der ist dem Lemming nämlich gefolgt, in den Bus und bis nach Hause. Jetzt hockt er in Lemmings Bett und benimmt sich komisch. Viel Zeit zum Wundern bleibt nicht. Ausgehend von Grinzingers ehemaliger Schule folgt Lemming den spärlichen Hinweisen, die ihn weit zurück in die Vergangenheit des Professors als von seinen Schülern verhasster Tyrann führen, und hat dabei ständig den Krotznig im Gnack sitzen, der die private Konkurrenz um jeden Preis kaltstellen will. Aber nicht nur von Krotznigs Streicheleinheiten brummt dem Lemming der Schädel. Ein bisschen auch, weil er es plötzlich mit einem von den Toten Auferstandenen zu tun bekommt; weil ein Todesfall vor vielen Jahren vielleicht auch ein Mord war; und ganz besonders, weil er sich in eine hübsche Tierärztin (Julia Koschitz) verliebt hat. Und so steckt der arme Lemming bald bis zum Hals in einem Mordkomplott, das eigentlich eine Nummer zu groß für ihn ist ...

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Der Fall des Lemming
Originaltitel Der Fall des Lemming
Genre Krimi
Land, Jahr Österreich, 2009
Regie Nikolaus Leytner
Drehbuch Stefan Slupetzky, Agnes Pluch nach dem gleichnamigen Krimi von Stefan Slupetzky
Kamera Hermann Dunzendorfer
Schnitt Andreas Kopriva
Musik Matthias Weber
Produktion Helmut Grasser
Darsteller Julia Koschitz, Fritz Karl, Roland Düringer, Raimund Wallisch, Sandra Cervik, David Heissig, Florian Teichtmeister, Ernst Konarek, Miguel Herz-Kestranek, Hakon Hirzenberger, Stefan Puntigam, Dolores Schmidinger, Krista Stadler
Verleih Thimfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

zwischen rotlichtmilieu, prater und kahlenberg.

roland düringer als kotzbroken von einem wiener bezirksinspektor und fritz karl als gefinkter special investigater, der puzzle für puzzle am mord des grinzingers zusammenfügt. und julia koschitz als attraktivste nebendarstellerin die in mitten des films mit herrn karl zusammenkommt. und die tollen pointen zeigen einmal mehr, dass auch österreichische produktionen mit kleinen budgets sich mit amerikanisch/englischen produktionen durch aus messen können.
Vielleicht sehen wir lemming ja nächstes jahr bei der oscar verleihung. man kann nie wissen! für diese tollen 90 minuten spannung, witz, sex-appeal und einer wunderbaren - ein mal anders - umgebung von wien = dafür gibts 2 ausergewöhnliche punkte bei skip!
kann ich nur sehr empfehlen!

4. Oktober 2009
11:38 Uhr

von Philipp87

Besser als mittelmäßig, aber noch lange nicht gut!

Zuallererst will ich festhalten, dass ich die Bemühungen und die Arbeit von Stefan Slupetzky sowie des Regisseurs hoch ansehe.
Allerdings ist die Story des Films eher mäßig. Ich habe das Buch nicht gelesen, allerdings nach dem Film werde ich es auch bestimmt nicht lesen, da mir die Story, insbesondere das Ende, definitiv zu "alltäglich" und konstruiert ist. Was allerdings wirklich für den Film spricht, ist diese wirklich heiße Maus, die man gegen Ende auch nackt aus verschiedenen Perspektiven sieht. Sie ist ein Traum.
FAZIT: DVD-Film!!!

11. November 2009
13:53 Uhr

von yothu

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