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Kurzer Prozess - Righteous Kill

Righteous Kill

Krimi. USA 2008. 101 Minuten.

Regie: Jon Avnet
Mit: Robert De Niro, Al Pacino

Zwei alte Hasen in Hochform: Robert De Niro und Al Pacino als abgebrühte New Yorker Cops zwischen Recht und Gerechtigkeit, Selbstjustiz und Verrat in einem Thriller von Jon Avnet, in dem nichts ist, wie es scheint.

Filmstart: 27. März 2009

Am Ende einer Mordserie in New York City steht ein schockierendes Geständnis: Cop Turk (Robert De Niro) erzählt ungerührt davon, in seiner mehr als 30-jährigen Karriere beim Morddezernat 14 Menschen gekillt zu haben. Keine Unschuldigen, sondern Abschaum, der es nicht besser verdient hat und einer angemessenen Strafe vor einem ordentlichen Gericht mithilfe eines trickreichen Anwalts doch nur entkommen wäre.
Rückblende: Vor einigen Jahren werden Turk und sein langjähriger Partner und Freund Rooster (Al Pacino) im Gerichtssaal Zeugen eines unfassbaren Fehlurteils und müssen zusehen, wie der von ihnen überführte Kindermörder Randall freikommt. Turk beschließt kurzerhand, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen und schiebt Randall eine Mordwaffe aus einem anderen Fall unter - woraufhin dieser lebenslang hinter Gittern verschwindet. Rooster war eingeweiht - und ließ seinen Partner stillschweigend gewähren. Die Gerechtigkeit ist eben zu wertvoll, um sie alleine den Gerichten zu überlassen. Wie sagte schon Dirty Harry: "Nichts gegen eine kleine Schießerei, solange es die richtigen trifft."
Dann geht diese Mordserie los. Mörder, Waffenhändler, Zuhälter, Vergewaltiger werden der Reihe nach exekutiert. Turk und Rooster sind für den Fall zuständig, ermitteln aber zugegeben nur halbherzig, sind sie doch eigentlich der Meinung, dem Serienkiller gehöre eine Medaille verliehen. Immer hinterlässt der Täter einen Zettel mit einem Gedicht, verwertbare Spuren gibt es dagegen kaum. Große Aufregung herrscht, als erstmals der Verdacht aufkommt, der Killer könnte in den Reihen des NYPD zu finden sein. Bald haben es die Cops Riley (Donnie Wahlberg) und Perez (John Leguizamo) auf Turk abgesehen. Ein hochdekorierter Cop als erbarmungsloser Rächer, der auf eigene Faust die Straßen vom kriminellen Dreck säubert? Die Hinweise verdichten sich. Sogar Turks Freundin Karen (Carla Gugino), die bei der Spurensicherung arbeitet, ist inzwischen von seiner Beteiligung an den Verbrechen überzeugt. Mithilfe des Drogenbarons Spider (50 Cent) stellt man Turk eine Falle ... 

Der dritte Film, in dem De Niro und Pacino gemeinsam zu sehen sind, ist endlich auch einer, in dem sie wirklich miteinander spielen. In Der Pate II (1974) hatten sie gar keine gemeinsame Szene, als Gegenspieler in Heat (1995) gerade mal ein paar Minuten. Als De Niro also dieses Drehbuch in die Finger bekam, war er es, der Regieveteran Jon Avnet (Grüne Tomaten, Red Corner) seinen guten Freund Pacino für die Rolle des Rooster vorschlug. Das Konzept geht auf: Routiniert und mit sichtlicher Spielfreude treten die beiden Publikumslieblinge als zerknautsche Copveteranen vor die Kamera. Und es macht Spaß, ihnen durch das Thriller-Labyrinth zu folgen.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Kurzer Prozess - Righteous Kill
Originaltitel Righteous Kill
Genre Krimi
Land, Jahr USA, 2008
Länge 101 Minuten
Regie Jon Avnet
Drehbuch Russell Gewirtz
Kamera Denis Lenoir
Schnitt Paul Hirsch
Musik Edward Shearmur
Produktion Randall Emmett, George Furla, Lati Grobman, Alexandra Milchan, Jon Avnet, Daniel M. Rosenberg, Rob Cowan, Avi Lerner, Boaz Davidson
Darsteller Robert De Niro, Al Pacino, John Leguizamo, Donnie Wahlberg, Brian Dennehy, Trilby Glover, Curtis "50 Cent" Jackson, Carla Gugino
Verleih Lunafilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

mittlemäßig

der film kann leider bei weitem nicht an heat heran, wo sich pacino und deniro ja so brilliant gejagt haben!
nicht schlecht, aber auch nicht mehr!

26. März 2009
11:18 Uhr

von vinzi007

Vorhersehbar

Das Todesurteil für jeden Krimi/Thriller - vor allem für einen "in dem nichts ist, wie es scheint" um Skip zu zitieren.

Es ist leider kein großartiger Film geworden wie man bei Darstellern wie DeNiro und Pacino sofort vermutet, sondern eher ein B-Movie mit akzeptabler Story. Keineswegs schlecht, aber auch kein Grund ins Kino zu gehen.

30. März 2009
21:17 Uhr

von VladKat

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