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Inglourious Basterds

Inglourious Basterds

Abenteuer, Action. Deutschland, USA 2009. 148 Minuten.

Regie: Quentin Tarantino
Mit: Brad Pitt, Til Schweiger, Diane Kruger

Eine Bestie von Nazi-Oberst. Eine Überlebende, die Rache sucht. Eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten, die im besetzen Frankreich Krauts skalpiert. Und Quentin Tarantino, der den Zweiten Weltkrieg neu erfindet – es könnte sein Meisterwerk sein.

Filmstart: 21. August 2009

Es war einmal im von den Nazis besetzten Frankreich, dass ein gewisser Oberst Landa (Christoph Waltz), damit beauftragt, versteckte Juden ausfindig zu machen, mit seinen Schergen vor einem entlegenen Bauernhof auftaucht, um mit sadistischer Freude das zu tun, was man ihm aufgetragen hat. Shosanna Dreyfus (Melanie Laurent) wird an diesem Tag mitansehen, wie Landa ihre ganze Familie ermordet. Wir auch, und zwar im Detail. Schließlich befinden wir uns im neuen Film von Quentin Tarantino. Shosanna entkommt nur mit knappster Not. Sie flieht nach Paris. Dort werden wir sie bald wiedersehen. Aber zuerst in ein anderes Fleckchen des wild umkämpften Europa. Leutnant Aldo Raine (Brad Pitt), ein auch ganz schön gewaltverliebtes Landei mit breitestem Redneck-Akzent und –Schmäh, hat die delikate Aufgabe erhalten, eine Truppe aus US-Soldaten mitten ins Feindesland zu führen, um schnelle, brutale Anschläge auf die Nazis zu verüben. 100 Nazi-Skalps erwartet Aldo von jedem seiner Basterds, wie seine durchwegs jüdischen Mitstreiter bald von den Nazis genannt werden. In einem düsteren Wald im besetzten Frankreich geht’s dann zur Sache. Ordentlich zur Sache – Tarantino-style. Nun zurück nach Paris, zu Shosanna. Die ist mittlerweile älter und blonder geworden und hat ein neues Leben als Kinobesitzerin begonnen. Dass ihr der deutsche Kriegsheld Frederick Zoller (Daniel Brühl) penetrante Avancen macht, lässt sie über sich ergehen. Schließlich ist Zoller Star jenes neuen Nazi-Propagandafilms, den Joseph Goebbels persönlich in Shosannas Kino uraufführen wird. Und dieser Anlass, zu dem man auch Hitler persönlich erwartet, wird die perfekte Gelegenheit liefern für Shosannas Rache. Allerdings weiß auch der britische Geheimdienst dank der Informationen der Doppelagentin und deutschen Film-Diva Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) über die geplante Filmpremiere Bescheid und hat auch etwas geplant, um die führenden Köpfe der nazideutsche Kriegsmaschinerie in einer konzertierten Aktion aus dem Weg zu räumen. Und dabei spielen die Basterds eine zentrale Rolle. Es wird also eine turbulente Nacht für diese spezielle Premiere – und eine ganz große in der Geschichte des Kinos …

Quentin Tarantino hat über eine Zeitspanne von zehn Jahren immer wieder an diesem Drehbuch gearbeitet und es trotz langer Pausen, in denen er sich seinen anderen Filmen widmete, nie aus den Augen verloren. Wie gewohnt spielt der berühmte Videothekar mit einem bunt gemischten Mix aus Genres und Zitaten herum, lässt z. B. seinen Kriegsfilm wie einen Sergio-Leone-Spaghettiwestern beginnen und eine Erzählstimme eine fast märchenhafte Note einbringen. Aber schon bald wähnt man sich als Zuseher in einem Film, der viel mehr ist als nur großartige Unterhaltung. Dass Inglourious Basterds, fast ausschließlich gedreht in den Studios Babelsberg nahe Berlin, der mit höchster Wahrscheinlichkeit beste Film in Tarantinos Karriere ist, liegt ganz bestimmt auch an der Besetzung. Leute wie Mike Myers (Austin Powers) oder Rod Taylor (als Churchill) in Kleinstrollen fetten schon einmal gehörig auf. Dann lassen fähige Leute wie Til Schweiger, August Diehl oder Gedeon Burkhard keine Mühe aus, um das Beste aus dieser Gelegenheit zu machen, was in Summe wirklich verdammt viel ist. Sogar Diane Kruger zeigt sich beseelt wie nie zuvor. Wer den Film aber wirklich stiehlt und letztlich zu seinem großen Auftritt macht, ist Christoph Waltz. Der gebürtige Wiener, seit den 70er Jahren als Schauspieler aktiv und erfolgreich, wurde für seine Darstellung des Oberst Landa zum Besten Schauspieler des Festivals 2009 in Cannes gekürt. Und Tarantino? Der zeigt sich in einer Qualität, die seit Pulp Fiction nicht mehr gesehen wurde – und besser. Wir gratulieren allen Beteiligten.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Inglourious Basterds
Originaltitel Inglourious Basterds
Genre Abenteuer/Action
Land, Jahr Deutschland/USA, 2009
Länge 148 Minuten
Regie Quentin Tarantino
Drehbuch Quentin Tarantino
Kamera Robert Richardson
Schnitt Sally Menke
Musik Tim Schultz, Mary Ramos
Produktion Lawrence Bender, Bob Weinstein, Harvey Weinstein
Darsteller Brad Pitt, Til Schweiger, Diane Kruger, Mélanie Laurent, August Diehl, Christoph Waltz, Gedeon Burkhard, Michael Fassbender, Mike Myers, Ken Duken, Rod Taylor, Jana Pallaske, Martin Wuttke, Daniel Brühl, Eli Roth
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

5 Kommentare

einfach nur genial!

wer hat sich das nicht selber schon mal gedacht: Wieso geht nicht einfach jemand her und jagt dem XY (hier einfach einen Diktator-Namen einsetzen) eine Kugel in den Kopf? Dieser Jemand darf natürlich nicht den Wunsch haben, selbst zu überleben (was in diesem Fall passiert, lehrte uns Operation Walküre). Tarantinos "Operation Kino" ist einfach genial, genial einfach - und deshalb erfolgreich! Und der Film: Irrsinnig komisch, besonders dann, wenns recht blutig ist, spannend, von allen ausnahmslos gut gespielt - einfach eine Wucht! Sicher der beste Tarantino seit Pulp Fiction, wenn nicht überhaupt sein Masterpiece (um Lt. Aldo Raine zu zitieren) - ein absoluter Pflichtfilm!!

17. August 2009
16:16 Uhr

von Virago95

Sensationell guter Film!!!

Ein Wahnsinn, dieser Film ist das beste was Kino zu bieten hat. Alleine die Schauspieler sind alle ein Genuss zum zusehen.
Ein perfekter Film!!!

22. August 2009
11:13 Uhr

von tomhahnl

hammer

guter film, nicht nur für quentin fans ein muss

22. August 2009
22:57 Uhr

von popu18

in dieser fassung? wohl tarantinos schlechtester film

Tja war mir den film mit großen erwartungen anschauen und war absolut enttäuscht
Ein einziges Kinozitateraten (was ja ansich nicht schlecht wäre) jedoch fehlt den meisten Charakteren jegliche tiefe sie sind austauschbar und flach, alleine Christoph waltz ist eine wucht und macht den film erträglich
Der Film enthält riesiege schnitte, Logiklöcher en masse, das sind Sachen die ich von Tarantino so nicht gewohnt bin. Am Anfang noch positiv überrascht (Siehe Vorstellung der ersten basterds in kanllgelber überschrift) aber dann man hört nichts von ihnen man sieht nichts von ihnen den Film hätte er im Prinzip gleich Operation Kino nennen können
Weder wird gezeigt wie die basterds auf beutezug gehen bis auf eine kurze szene bleiben die meisten austauschbar, Till schweiger kommt in 2,3 szenen vor und ist dann schon tot, seine Rolle bleibt dadurch genauso flach (auch wenn er sie wirklich gut spielt) dann löcher wie 10 basterds gehen zum treffen --> 8 Basterds + Brad Pitt als Aldo + Gedeon Burkhard als englischer offizier soweit so gut
3 gehen hinunter und werden getötet nach adam riese bleiben dann noch richtig 7 übrig inklusive aldo rain^^ aber in der nächsten szene sind sie nur mehr zu 3! Was aus den übrigen 4 Basterds geworden ist hmm fehlanzeige wurden aber eh net wirklich vorgestellt also eh egal^^
Das könnte ich jetzt so ewig vortsetzen aber hätte wenig sinn
Ich hoffe für Tarantino das an den gerüchten was wahres dran ist und er durch den produzenten gezwungen wurde 40 min zu kürzen denn das würde die löcher und das ganze feeling das da einfach Stellen in dem Film fehlen erklären.
Auch stutzig macht mich das ich in den beiden trailern allein 4 Szenen gesehen habe die nicht im Film gezeigt wurden (und die Trailer liefen so in den kinos) z.b die Szene wo ein basterd mit ner gattling und dem patronengurt in der hand wild schreiend feuernd durch ne Säulenhalle rennt, oder Schweigers geniales Messerspiel wie er nem Typen erst die Kehle aufschlitzt und dann das messer auf abartigste Weise in die luft wirft und wieder fängt im Trailer enthalten im Film fehlanzeige^^
Hoffe das auf dvd eine vollständige Version kommt die auch mehr von den Basterds zeigt, denn kann mir beim besten Willen net vorstellen das Tarantino das wirklich so beabsichtigt hat da es nicht seine Art ist Filme in der Art zu machen^^ Aber in der Fassung ist er einfach schlecht^^
Was ihn trotzdem sehenswert macht ist wie gesagt Christoph Waltz der die Performance seines Lebens abliefert und die typisch durchgeknallte story

23. August 2009
14:28 Uhr

von iceman22

Christoph Waltz

Einfach nur genial dieser Film. Man merkt voll, dass dieser Film von Quentin Tarantino ist. Alles passt zusammen. Noch dazu Cristoph Waltz, der sich mit dieser Rolle einen Oscar verdient hat. Sehr empfehlenswert.

9. September 2009
13:47 Uhr

von JamesBond007

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