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Public Enemy No. 1 - Todestrieb

L'ennemi public n°1

Biografie, Thriller. Frankreich, Kanada 2008. 133 Minuten.

Regie: Jean-François Richet
Mit: Vincent Cassel, Ludivine Sagnier, Mathieu Amalric

Am 2. November 1979 endet die Geschichte des französischen "Jahrhundertverbrechers"  Jacques Mesrine in Paris – stilgerecht in einem von Polizistenkugeln durchsiebten BMW 528: Vincent Cassell im zweiten Teil von Jean-François Richets Mesrine-Saga.

Filmstart: 26. Juni 2009

Porte de Clingancourt ist nicht nur die Endstation der Metro 4 im 18. Pariser Arondissment, wo der Flohmarkt von Saint-Ouen zu finden ist. Hier an der Stadtgrenze von Paris wurde jener Mann, der 20 Jahre lang wie kein anderer Behörden, Institutionen und Organe des Staatsapparats an der Nase herum- und der Weltöffentlichkeit als komplette Narren vorgeführt hatte, am Ende durch einen beispiellosen Akt brutalster Polizeigewalt zur Strecke gebracht. Beschwert hat sich darüber, dass die Polizei den Wagen von Jacques Mesrine, des meistgesuchten Verbrechers der französischsprachigen Welt der 1970er Jahre, minutenlang mit Kugeln durchsiebt hatte, kaum jemand. Mesrine hatte sich diesen gewaltsamen Tod nicht nur hart erarbeitet, er hatte geradezu auf Knien darum gebettelt - mit 40 gestandenen Morden, ungezählten Banküberfällen, Einbrüchen, Entführungen und Gewaltverbrechen sowie vier genauso spektakulären wie leichtfüßigen Ausbrüchen aus Hochsicherheitsgefängnissen, nebst regelmäßiger öffentlicher Verhöhnung seiner Jäger.

Aber beginnen wir im Jahr 1973 - da, wo Teil eins, Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt , endet. Jacques Mesrine (Vincent Cassell) ist aufgrund seiner frechen verbrecherischen Eskapaden in Frankreich und Kanada in seinem Heimatland zu einer Art Legende geworden. Er ist ein Medienstar - der sogenannte Staatsfeind Nummer eins - und die Zeitungen werden nicht müde, mit voyeuristischer Begeisterung von immer neuen, noch übleren Schandtaten zu berichten. Mesrine ist zu einem Antihelden stilisiert worden. Er wird von Öffentlichkeit und Medien bewundert wie zur selben Zeit die Terroristen der RAF in Deutschland. Und tatsächlich definiert Mesrine sich selbst zunhemend als einen politisch Verfolgten, dessen Taten als Statements, als Weckruf an die Gesellschaft zu deuten sind. Er lässt sich schließlich sogar mit der radikalen Linken ein. Mit seinem Komplizen Besse (Matthieu Almaric) und seiner Geliebten Sylvia (Ludivine Sagnier) zieht er eine mörderische Spur der Verwüstung durch Franreich. Mit jedem Mal entkommt er den Behörden knapper, denn auch sie, die Mesrine offen verachtet und verhöhnt, haben ihre Methoden drastisch radikalisiert …

Vincent Cassell setzt seine im ersten Teil dieser Verbrechersaga begonnene Ochsentour mit unverminderter Intensität fort: Sein pures physisches Schauspiel ist brachial, genauso unterhaltsam und witzig wie furchterregend. Abermals wird er dabei von zahlreichen hochkarätigen Schauspielkollegen unterstützt. Und natürlich beruht auch dieser Film durchgehend auf Tatsachen.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Public Enemy No. 1 - Todestrieb
Originaltitel L'ennemi public n°1
Genre Biografie/Thriller
Land, Jahr Frankreich/Kanada, 2008
Länge 133 Minuten
Regie Jean-François Richet
Drehbuch Abdel Raouf Dafri nach der Autobiographie von Jacques Mesrine
Kamera Eric Catelan
Schnitt Hervé Schneid
Musik Marcus Trumpp
Produktion Thomas Langmann
Darsteller Vincent Cassel, Ludivine Sagnier, Mathieu Amalric, Gérard Lanvin, Samuel Le Bihan, Olivier Gourmet, Anne Consigny
Verleih Senator Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

erster Teil war besser

Mordinstikt war deutlich der bessere Public Enemy No.1!
Dieser Teil zieht sich hauptsächlich in die Länge. Es passiert so gut wie nichts mehr und bringt der Handlung auch keinen Bonus. Hätten sie Mordinstinkt etwas länger gemacht und einiges aus Todestrieb heraus geschnitten dann wäre es ein perfekter Einteiler geworden!

6. Juli 2009
15:43 Uhr

von Knolli6

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