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Alice im Wunderland

Alice in Wonderland

Fantasy. USA 2010. 108 Minuten.

Regie: Tim Burton
Mit: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Mia Wasikowska

Wie stellt sich Kino-Magier Tim Burton das Wunderland vor? Der Meister beantwortet diese spannende Frage höchstpersönlich mit vielen Stars (Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway), fantastisch abgefahrenen Ideen und überwältigenden 3D-Bildern. Der schönste Kino-Trip des Jahres!

Filmstart: 4. März 2010

Das Leben, ein langer ruhiger Fluss. Dabei hätte Alice (Mia Wasikowska) gern etwas mehr Abwechslung. Ist ja auch wirklich nicht zuviel verlangt, wenn man gerade 19 ist, schön und clever, und die Sommersonne unternehmungslustig durch die Baumkronen linst. Aber Alice ist ein gut erzogenes Mädchen, also gibt sie den strahlenden Mittelpunkt einer stocksteifen Gartenparty, bis zum zweifelhaften Höhepunkt: Ein Heiratsantrag von Hamish, dem ebenso reichen wie langweiligen Spross einer Adelsfamilie. Was genug ist, ist genug, Alice lässt den verdatterten Galan stehen und flieht. Abwechslung wollte die junge Dame? Kann sie haben. Alice folgt einem seltsamen weißen Kaninchen zu seinem Bau, rutscht aus - und fällt hinein, immer tiefer, mitten in eine andere Welt. Eine seltsame Welt, märchenhaft, trippig, absurd und bizarr. "Das Wunderland", erklärt ihr ein völlig durchgeknallter Typ mit irrem Hut und noch irrerem Blick. Der verrückte Hutmacher (Johnny Depp), klar. "Alice, es wurde aber auch Zeit, dass du kommst. Wir haben schon auf dich gewartet! Die rote Königin hat fast das ganze Wunderland in ihre Gewalt gebracht, nur du kannst es befreien!" Die gelbäugige Grinsekatze schnurrt dazu. Mit staunenden Augen sieht Alice Dinge, die sie sich nicht mal im Traum hätte vorstellen können - und dennoch kommt ihr alles seltsam vertraut vor. Als wäre sie schon einmal hier gewesen ...

Vor fast 150 Jahren wurde Lewis Carrols Roman Alice im Wunderland erstmals veröffentlicht. Carroll, eigentlich Mathematiker, hatte das Buch für die kleine Alice, Tochter von Bekannten geschrieben, doch die faszinierende Story, ebenso absurd wie voll tiefer Weisheit, wurde mit ihren bizarren Kreaturen, komplexen logischen Spielereien und ironischen Anspielungen an den damaligen Alltag ein riesiger Erfolg. Heute ist die Geschichte von Alice fast Allgemeingut, den verrückten Hutmacher, die Grinsekatze oder die böse Herzkönigin kennt jeder. Alice im Wunderland und der Nachfogeroman Alice hinter den Spiegeln sind Standardwerke der Kinderliteratur, an dem auch Erwachsene ihre helle Freude haben - die zahlreichen Verweise auf Pilze, Flüssigkeiten und Kekse, die Alice optisch verändern, ließen etwa in den 1970er Jahren einen regelrechten Alice-Kult enstehen. Kein großes Wunder auch, dass der vielschichtige Stoff zahllose Film- und Fernsehversionen inspiriert hat, viele belanglos, andere selbst moderne Klassiker, wie etwa der Disney-Zeichentrickfilm von 1951. Dass Tim Burton sich die herzige Alice nicht schon früher zur Brust genommen hat, ist eigentlich seltsam, aber er "fand zu der Geschichte keinen persönlichen Zugang, sie ging mir irgendwie nicht nahe!", erzählt der Meister. Bis jetzt: Mit seiner verlässlich überbordenden Fantasie machte sich Burton die Fabel der Alice im Traumland zu eigen und erzählt mit gewaltigen, verstörenden und bezaubernden (CGI-)Bildern eine Art Sequel zur bekannten Story, von einer erwachsenen Alice, die erneut im Wunderland landet - aber diesmal nicht durch Zufall, sondern als dringend herbeigesehnte Heldin in einem ganz großen Abenteuer, einem magisch-epischen Kampf zwischen Gut und Böse. Für die Hauptrolle in Tim Burtons neuestem Epos stellte sich halb Hollywood an, doch Burton entschied sich nicht für bekannte Namen wie Lindsay Lohan oder Amanda Seyfried, sondern die 20-jährige Australierin Mia Wasikowska - "sie hat eine unglaubliche Anziehungskraft!" Doch auch Burtons Lieblinge sind natürlich wieder mit von der Partie: Johnny Depp ist bereits zum 7. Mal in einem Tim-Burton-Film zu sehen, Helena Bonham Carter zum 6. Mal - und Anne Hathaway gibt ihr Burton-Debüt als hinreißend schräge, wunderschön durchgeknallte Weiße Königin.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Alice im Wunderland
Originaltitel Alice in Wonderland
Genre Fantasy
Land, Jahr USA, 2010
Länge 108 Minuten
Regie Tim Burton
Drehbuch Linda Woolverton nach den Romanen von Lewis Carrol
Kamera Dariusz Wolski
Schnitt Chris Lebenzon
Musik Danny Elfman
Produktion Richard D. Zanuck, Joe Roth
Darsteller Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Christopher Lee, Michael Sheen, Alan Rickman, Timothy Spall, Crispin Glover
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

5 Kommentare

omg

ich freu mich schon sooo extrem auf den film!

26. Januar 2010
14:34 Uhr

von katznhaxn

jahhh,

ich auch!!! besonders in 3D, das wird der Wahnsinn! xD

5. März 2010
08:02 Uhr

von mevah

Maues 3D

Das 3D hätt man sich bei dem Film sparen können. Es verschlechtert eher die Qualität (zumal die Projektionen in Wien ohnedies nicht berauschend sind).

7. März 2010
20:57 Uhr

von xrat

sehr schön

Ich fand das 3D sehr gut...Hat den Film noch etwas fantastischer gemacht. Er ist zwar nicht so toll wie der Zeichentrick-Film, aber besonders Mia (Alice) hat eine super Rolle gespielt! Übern Johnny brauch ma gar nicht reden, der ist sowieso immer spitze!
Also alles in allem, ist er auf jeden Fall Kino würdig und auf jeden Fall zu empfehlen!

10. März 2010
13:18 Uhr

von Knolli6

3D

Der Film wirkt durch 3D noch besser. An sich ist schon ein sehr guter Film, aber durch die neue Technik ist Alice noch eine Stufe höher einzustufen. Man merkt, dass mit Tim Burton ein erfahrener Regisseur engagiert wurde. Absolut empfehlenswert.

20. April 2010
13:28 Uhr

von JamesBond007

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