Filminfo zu

John Carter - Zwischen zwei Welten

John Carter

Action, Fantasy. USA 2012.

Regie: Andrew Stanton
Mit: Lynn Collins, Taylor Kitsch

Genau 100 Jahre nach ihrer Entstehung schafft die Mutter aller Fantasy-Stories endlich den Sprung ins Kino: Der zweifache Oscar-Preisträger Andrew Stanton (Wall-E, Finding Nemo) verwandelt die Geschichte des traumatisierten Erdlings John Carter (Taylor Kitsch), der in einen epischen Konflikt am Mars verwickelt wird, in ein spektakuläres 3D-Action-Adventure und lässt mit Stars wie Willem Dafoe als Alien jene, die sich bisher schamlos am Original bedient haben (allen voran Avatar und Star Wars), ganz schön alt aussehen.

Filmstart: 8. März 2012

Vom Bürgerkrieg der Vereinigten Staaten mitten hinein in den Bürgerkrieg am Mars: Mit den Abenteuern von US-Kriegsveteran John Carter, der auf geheimnisvolle Weise in einen lange schwelenden Konflikt am Roten Planeten verpflanzt wird, mischt Disney das Fantasy-Genre auf. Zwischen wenigen freundlich gesinnten Geschöpfen und einer übermächtigen Anzahl barbarischer Kreaturen, wird der Erdenbürger auf dem fremden, dem Untergang geweihten Planeten in einer dramatischen Auseinandersetzung zum Zünglein an der Waage. Aber fangen wir doch ganz von vorne an ...
1885 in den Vereinigten Staaten von Amerika. Gerade erst ist mit der Kapitulation der Konföderierten Armee der Südstaaten der vierjährige Sezessionskrieg zu Ende gegangen. Captain John Carter (Taylor Kitsch) hat auf Seiten des Südens gekämpft und nicht nur den Krieg verloren: Seine Familie ist tot, er selbst ein gebrochener Mann, der nichts mehr hat, wofür es sich zu kämpfen lohnen würde. Dementsprechend bockig, um nicht zu sagen rabiat, reagiert er, als er vom gestrengen Col. Powell (Bryan Cranston) aufgestöbert wird, der ihn allen Ernstes im Dienst in Arizona, wo die Apachenkriege toben, sehen möchte. Eine weitere Erörtung des Themas erübrigt sich, als John Carter kurz darauf in einer ihm unbekannten, wüstenähnlichen Umgebung erwacht. Er befindet sich auf dem Planeten Mars, von dessen Bewohnern Barsoom genannt. Und während auf der Erde der unzeitige Tod von John Carter betrauert wird, ist ebendieser auf dem Mars schon in schwerster Bedrängnis: So ein "Außerirdischer" bleibt schließlich nicht lange unentdeckt ...
Barsoom vulgo der Mars entpuppt sich als äußerst lebensfeindlicher Ort - nicht nur für John Carter -, dabei war er der Erde einst gar nicht unähnlich. Doch mit dem Verschwinden der Ozeane und der dünner werdenden Atmosphäre über viele, viele Zeitalter hindurch, hat sich Barsoom zum Schlechteren zurückentwickelt: primitive, aber umso kampfeslustigere Nomaden terrorisieren ganze Landstriche, wenige Stadtstaaten kontrollieren die raren Wasservorräte und liegen in ständigem Clinch miteinander, die Atmosphäre wird nur mehr durch ein Kraftwerk aufrechterhalten - aber wie lange noch?
Das menschenähnliche, kultivierte Volk der Roten aus Helium, deren kriegerische Brüder aus Zodanga, die in primitiven Stammesverbänden lebenden, vierarmigen grünen Tharks und die geheimnisvollen, gottähnlichen Therns - widerwillig wird John Carter ein Teil dieser zerrütteten Weltordnung, die auf ihr unvermeindliches Ende zusteuert. Plötzlich liegt es an ihm, jahrhundertelang verfeindete Völker in eine Allianz zu bugsieren und einen Bürgerkrieg zu riskieren, um das sterbende Barsoom zu retten. Als engste Verbündete erweisen sich dabei der Thark Tars Tarkas, ein vierarmiges 3-Meter-Wesen mit Stoßzähnen (mittels geländegängiger Stelzen und performance capture verkörpert von Willem Dafoe), und die Rote Deja Thoris (Lynn Collins), die kunstvoll tätowierte, in Kampfkunst und Wissenschaft gleichermaßen versierte Prinzessin von Helium. Nicht zu vergessen Woola, ein rasend schnelles, zehnbeiniges Wesen irgendwo zwischen Echse und Hund mit imposanten Beißwerkzeugen, der John Carter erst in den Wahnsinn treibt, bevor er sich zum unersetzlichen, treuen Begleiter mausert. John Carter selbst kann dank der geringen Mars-Schwerkraft auf eine enorm gesteigerte körperliche Stärke zurückgreifen. Doch angesichts der überwältigenden Herausforderung, der er sich stellt, muss er in erster Linie einmal seine im Krieg verloren geglaubte Menschlichkeit wiederfinden ...

Der literarische Mars-Pionier John Carter feiert 2012 sein 100-jähriges Bestehen. Entsprungen ist er der Fantasie von Edgar Rice Burroughs, seines Zeichens auch Erfinder des einzig wahren Dschungelkönigs, Tarzan. Für Pixar-Regisseur und -Autor Andrew Stanton ging mit der John Carter-Verfilmung, die bei entsprechender Publikumsresonanz zur Trilogie ausgebaut wird, ein Bubentraum in Erfüllung. Entsprechend enthusiastisch hört man ihn Dinge sagen, wie: "Es soll sich anfühlen, als ob wir uns in einer Geschichte befinden, die wirklich passiert ist. Wie bei Tolkiens Der Herr der Ringe, wo man durch die so exakt dokumentierte Fauna und Flora und Achitektur als Leser ja auch das Gefühl hat, der Autor wäre wirklich durchs Auenland gereist." Für das Extra-Quäntchen Authentizität bei John Carter sorgten die wochenlangen Dreharbeiten in Utah, das auch für die NASA dann und wann als Mars-Ersatz herhalten muss und den perfekten Hintergrund für den verletzlichen Titelhelden bildet, der nach seiner gefährlichen Odyssee zum Helden einer fantastisch-fremden Welt wird.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel John Carter - Zwischen zwei Welten
Originaltitel John Carter
Genre Action/Fantasy
Land, Jahr USA, 2012
Regie Andrew Stanton
Drehbuch Andrew Stanton, Mark Andrews, Michael Chabon
Kamera Daniel Mindel
Schnitt Eric Zumbrunnen
Musik Michael Giacchino
Produktion Lindsey Collins, Jim Morris, Colin Wilson
Darsteller Lynn Collins, Taylor Kitsch, Bryan Cranston, Willem Dafoe, James Purefoy, Mark Strong, Dominic West, Ciarán Hinds, Samantha Morton, Polly Walker, Daryl Sabara, Thomas Haden Church
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

8 Kommentare

jhuh

auf den freu ich mich schon besonders :-)

24. Februar 2012
14:22 Uhr

von sandrasternberger

Trotz geringer Erwartungen eher enttäuscht

Wer sich einen Blogbuster á la Starwars, Herr der Ringe oder Avatar erwartet, wird (als Erwachsener) herb enttäuscht werden. Zumindest die menschlichen Charaktere bieten eine mehr als durchschnittliche schauspielerische Leistung, die Dialoge sind zumindest in der deutschen Version so was von seicht und die Story wirkt wie aus den Fingern gesogen.

Auch Avatar konnte meiner Ansicht nach nicht unbedingt mit einer grandiosen Story punkten, jedoch war die Umsetzung in Bild und Ton einfach grandios und die Wirkung auf den Betrachter fesselnd.

Ich würde diesen Film zu jenen reihen, die man nicht gesehen haben muss, es gibt einige wenige Schmunzelszenen, die den Film aber auch nicht retten können. Zum 3D-Effekt kann ich nichts sagen, habe den Film in 2D gesehen.

10. März 2012
15:03 Uhr

von Greg

Solala :)

War jetzt nicht grad "der Bringer", weil sich die Geschichte teilweise echt in die Länge zog, aber ein paar gute Szenen hatte er schon!
Fazit: Man kann ihn sich ansehen gehen, sollte aber nicht zu viel verlagen :)

11. März 2012
16:36 Uhr

von Mina92

Buntes nettes Disney Abenteuer

Das erste das auffällt ist, dass der Film sehr bunt ist. Meiner Meinung nach eben ein typischer Disneyfilm :)
Besonders die nicht humanen Außerirdischen bestechen durch Witz und Scharm.
Zur Story: Der Hauprcharakter hat zwischendurch zirka 2 Mal die Gelegenheit gehabt den Bösewicht zu killen, hats aber aus irgendwelchen Gründen nicht getan. Frei nach dem Motto 'The show must go on'. Aber da es ein Disneyfilm ist gehört das schon fast zum guten Ton.
3-D Effekt war okay aber nicht unbedingt überragend.
Alles in allem eine nette Geschichte.

11. März 2012
22:59 Uhr

von Tropps

super Fantasy

Ich fand den Film wirklich spannend und in 3D konnte man noch viel mehr in die Szenerie eintauchen.
Hatte echt keine hohen Erwartungen und gerade deshalb hat er mir um so mehr gefallen!
Kaufe ich mir auf jeden Fall auch auf DVD!

13. März 2012
10:43 Uhr

von Knolli6

ich...

...auch.dass war der besste film aller zeiten.hört nicht auf die fiesen komentare der film ist echt 1a und sau spannend

26. August 2012
10:43 Uhr

von eilahtan

Was für zu Hause ...

... schließe mich Tropps an (bis auf die 3D-Effekte - habs in 2D gesehen)

Nette Geschichte, leichte Unterhaltung - mehr nicht ...

1. September 2012
01:52 Uhr

von Cornetto

Solider Scifi

Der Film ist von der Story gut erzählt und bleibt bis zum Schluss spannend. Die Effekte sind gut und schön zum ansehen und die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht.

4. Januar 2013
13:11 Uhr

von Geraldo

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