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Taking Woodstock

Taking Woodstock

Komödie, Musikfilm. USA 2009. 120 Minuten.

Regie: Ang Lee
Mit: Liev Schreiber, Emile Hirsch, Jeffrey Dean Morgan

Woodstock passierte nicht einfach so: Das berühmteste aller Musikfestivals musste erstmal organisiert werden. Ang Lee (Tiger and Dragon, Hulk) schaut hinter die Kulissen - und erzählt, wie das damals eigentlich wirklich war.

Filmstart: 4. September 2009

Freedom. Der Traum ist immer noch lebendig: Woodstock, das bedeutete Freiheit, Liebe, Gatsch, Drogen und Musik. Im Sommer 1969 verwandelte sich ein Dörfchen in der Pampa im Bundesstaat New York ein Wochenende lang in das Zentrum der Welt. Doch wer hat all die Hippies eigentlich ins Dorf geholt?
With A Little Help From My Friends
. Beinahe hätte das legendäre Woodstock Festival damals gar nicht stattgefunden. Die Organisatoren bekamen eine Absage vom Örtchen Wallkill, wo das große Musik- und Kunstfestival ursprünglich geplant war. Doch dann meldete sich ein gewisser Elliot Teichberg, der davon aus der Zeitung erfahren hatte. Seine Eltern hätten ein Motel in der Gegend, und hinter dem Motel sei eine Kuhweide, eigentlich ideal für ein Festival.
Going Up The Country. Wenige Tage später erreichen die ersten Festivalbesucher das Gelände, obwohl es erst knapp ein Monat später losgehen soll. Elliot Teichberg hat eine Lawine losgetreten, und die Dorfgemeinschaft wird grantig. Was wollen bloß all die Hippies hier?
Purple Haze. Ang Lee rollt das Festival von hinten auf, nach dem autobiografischen Buch von Elliot Tiber, der in seiner Jugend Teichberg hieß. Hier spielt nicht die Musik die Hauptrolle, sondern die Organisatoren, das Publikum und die kleinen Zufälle, die die Woodstock-Experience zu dem machten, was sie in den Köpfen der Allgemeinheit immer noch ist: Eine der wichtigsten identitätsstiftenden Ereignisse von Jugendkultur im letzten Jahrhundert.
Take Another Little Piece Of My Heart. Hauptfigur ist Elliot (Demitri Martin), harmloser New Yorker Innenarchitekt, der eigentlich genug zu kämpfen hat mit seinen neurotischen Eltern, russischen Juden, die ein kleines verkommenes Motel führen, das unter der strengen Knute von Mama (Imelda Staunton) niemals aufblühen kann, während Papa (Henry Goodman) kuscht und wünscht, dass sein Leben bald vorbei ist.
See Me, Feel Me.
Doch als Elliott dann die Hippies holt, wird alles anders. Das Motel wird zur Festivalzentrale, Mama scheffelt Geld, der Milchbauer Max Yasgur (Eugene Levy) verdient mit seinen Kuhweiden ein Vermögen, bekiffte Jugendliche verstopfen die Straßen, und sogar die Polizei trägt Blumen im Haar. Elliotts Vietnamkriegs-Trauma-gebeutelter Kumpel Billy (Emile Hirsch) kann plötzlich wieder lachen, der schlagkräftige Transvestit Vilma (Liev Schreiber in der Rolle seines Lebens) übernimmt die Festival-Security. Elliott findet ein paar Dinge über sich selbst raus, die sein Leben komplett auf den Kopf stellen. Nur Mama Teichberg dreht irgendwann völlig durch, nachdem sie irrtümlich ein paar Haschkeks zu viel geknabbert hat.
Hey, Tonight. Taking Woodstock ist ein unvergesslicher Film über ein legendäres Wochenende, in dem Hippie-Romantik, wirtschaftliche Interessen und persönliche Minidramen eine sensationelle Melange eingehen. Und ganz nebenbei hat Ang Lee eine der schönsten Bebilderungen eines Drogenrauschs in der ganzen Kinogeschichte geschaffen.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Taking Woodstock
Originaltitel Taking Woodstock
Genre Komödie/Musikfilm
Land, Jahr USA, 2009
Länge 120 Minuten
Regie Ang Lee
Drehbuch James Schamus nach einem Buch von Elliot Tiber
Kamera Eric Gautier
Schnitt Tim Squyres
Musik Danny Elfman
Produktion Celia Costas, Ang Lee, James Schamus
Darsteller Liev Schreiber, Emile Hirsch, Jeffrey Dean Morgan, Imelda Staunton, Demitri Martin, Henry Goodman, Dan Fogler, Paul Dano
Verleih Tobis

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Taking Woodstock...

...ist eine beeindruckende logistische meisterleistung der damaligen möglichkeiten in technischer art und weise. 100.000 leute kamen zum woodstock ereignis. wunderbare schauspieler. unter ihnen auch eugene levi (american pie) und emile hirsch (into the wild). die rolle seines lebens erwischte in diesem streifen liev schreiber (der anschlag), der als transvestit und hippie seinen beitrag zum anspruchsvollen film lieferte. neben - gras-rauchenden jugendlichen, anti vietnam groups, sex-orgien eine ziemlich wertvolle verfilmung von ang lee, der zwar nicht massen anzieht, dafür aber leute, denen FILM auch nachdenken lässt. 2 außerordentliche PUNKTE in der SKIP bewertung!

28. November 2009
16:38 Uhr

von Philipp87

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