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Hogi's Family ... eine total stachelige Angelegenheit

Hogi's Family ... eine total stachelige Angelegenheit

Abenteuer, Kinderfilm. Österreich 2009.

Regie: Kurt Mündl

Ein kleiner Igel namens Hogi schlägt sich ganz allein durch das österreichische Alpenvorland: Ein Jahr im Leben des süßen Stacheltiers voller Abenteuer, Gefahren und aberwitziger Situationen, gedreht an Originalschauplätzen mit dutzenden tierischen Laiendarstellern.

Filmstart: 23. Oktober 2009

Hogi ist ein ganz normaler österreichischer Igel. Es gibt zum Glück immer noch sehr viele von ihnen, obwohl der Mensch mit seinen Straßen und Fahrzeugen eine immense Gefahr darstellt: Einem Autoreifen hat auch das über die Jahrtausende bewährte Stachelkleid nichts entgegenzusetzen. Anfangs ist Hogi ein kleines Würmchen mit noch ganz weichen Stacheln, das sich mit seinen Geschwistern in einer sicheren Erdhöhle um die Mutter drängt, blind und unfähig, selbstständig zu laufen, abhängig von der Muttermilch. Aber dann kommt der Tag, an dem er und seine Geschwister erstmals nach draußen dürfen. Viel hat ihnen die Mutter zu zeigen und beizubringen. Dass man z. B. Ameisen lieber aus dem Weg geht. Oder dass Käfer eine Delikatesse sind. Sich mit der eigenen, ungewöhnliche weit hinausstreckbaren Zunge die Stacheln einzuschleimen, das liegt Hogi im Blut, genau wie die Vorliebe für Käfer. So werden die kleinen Igel zunehmend selbstständig, bis die Zeit gekommen ist, auf eigenen Igelbeinen zu stehen. Aber zuerst einmal geht’s ab in den Winterschlaf. Monatelang rüsselt der Igel in seinem unterirdischen Bett aus Laub und Erde dahin, nur gestört vom Lärm der Schifahrer, die über ihm auf der Schneedecke ihr Unwesen treiben. Als es zu tauen beginnt, verlässt der Igel sein Quartier und erfreut sich am frühlingshaften Aufblühen der Natur – bis er von einem Wintereinbruch überrascht wird. Schlotternd vor Kälte kämpft er sich durch den „weißen Regen“ – bis schließlich eine nette alte Dame ihn am Wegesrand findet und mit zu sich nach Hause nimmt. Hanna (Irma Trimmel), die „Igelfrau“, gibt mit großer Hingabe Igeln Unterschlupf und Essen, bis die Zeit gekommen ist, sie wieder in den Wald zu entlassen. Hier kann sich Hogi erst einmal satt-essen und richtig schön aussruhen. So gesehen ist der erste Kontakt mit den Menschen sehr erfreulich für ihn. Als Hanna einmal vergisst, die Balkontüre zuzumachen, verlässt Hogi ihr sicheres Heim – und bereut es keine Sekunde. Zwar wird seine Reise durch die Natur der österreichischen Voralpen sehr abenteuerlich – neben Giftschlangen und aggressiven Uhus machen ihm auch Stürme, Fluten und ein Fuchs im Hühnerstall das Leben schwer, weil der wiederum den Jäger mit der geladenen Büchse ins Spiel bringt. Aber alles in allem ist Hogi begeistert von der schönen Welt, in der er sich bewegt. Und sogar Freunde findet er. Nur bei den Igelmädchen – da ist sein Glück begrenzt …

Lustig und beherzt, mit einer eigenen Erzählerstimme für Hogi – nämlich jene von Alf-Sprecher Tommi Piper –, wird hier das Leben eines Igels kindergerecht aufbereitet und auf erfrischend neue Weise aus der Igelperspektive erzählt. Zahlreiche schöne Aufnahmen, darunter viele kunstvolle Zeitraffer-Sequenzen, erlauben einen ungewohnten Einblick in die heimische Natur, lassen uns in romantische Bergwelten, Hochmoore und Wälder eintauchen und erwecken auch in so manchem Erwachsenen Kindheitserinnerungen. Der deutsche Naturschutzbund hat den Igel zum Wildtier des Jahres 2009 gewählt – und dies ist der Film dazu!

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Hogi's Family ... eine total stachelige Angelegenheit
Originaltitel Hogi's Family ... eine total stachelige Angelegenheit
Genre Abenteuer/Kinderfilm
Land, Jahr Österreich, 2009
Regie Kurt Mündl
Drehbuch Kurt Mündl
Kamera Kurt Mündl, Franz Cee
Schnitt Kurt Mündl
Musik Sonoton
Produktion Kurt Mündl
Darsteller Irma Trimmel, Klaus-Christian Michor, Andreas Wagner
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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